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Xherdan Shaqiri nimmt nach dem Hattrick den Super-League-Rekord ins Visier

Erst zum siebten Mal erreicht ein CSSL-Spieler mindestens 35 Scorerpunkte

Nachdem Renato Steffen im Vorjahr Ligatopscorer mit der tiefsten Ausbeute an Torbeteiligungen in der Geschichte der Super League geworden ist, werden wir dieses Jahr von der Kreativität von Xherdan Shaqiri regelrecht verwöhnt. Mit mittlerweile 38 Scorerpunkten hat "Shaq" nur noch wenige ganz grosse Namen vor sich. Wir blicken auf jene Spieler, die 35 oder mehr Scorerpunkte in einer Saison erreicht haben.

2019/20 - Jean-Pierre Nsame (BSC Young Boys): 35 Scorerpunkte

32 Spiele - 32 Tore - 3 Assists

Letztmals wurde die angesprochene Marke in der Saison 2019/2020 von Jean-Pierre Nsame geknackt. Der YB-Knipser traf damals zum dritten Meistertitel der Berner in Folge am Laufmeter. Neben seinen 32 Toren legte er noch dreimal für einen Teamkollegen auf. Es war Nsames erfolgreichste Spielzeit in der Super League. Der seit dieser Saison gemeinsam mit Marco Streller mit je 111 Toren erfolgreichste Torjäger der Super-League-Historie wurde insgesamt zweimal Topscorer. In der Saison 2022/23 sicherte sich Nsame zwar noch ein drittes Mal die Torjägerkrone, Teamkollege Cedric Itten hatte aber bei den Scorerpunkten die Nase vorne. 

2011/12 - Alex Frei (FC Basel 1893): 35 Scorerpunkte

31 Spiele - 24 Tore - 11 Assists

Erst zum siebten Mal ist die Marke von 35 Scorerpunkten in einer CSSL-Saison überhaupt gefallen. Einem ist es gelungen, dieses Kunststück gleich doppelt zu schaffen. 2011/12 war Alex Freis zweite Saison in Folge, in denen er weit in die 30er hinein vorstossen konnte. 24 Tore und elf Assists steuerte er in der vorletzten Spielzeit seiner Karriere bei. In dieser Spielzeit feierte der FC Basel in der Scorerrangliste gleich einen Dreifachsieg. Auf Rang zwei folgte Marco Streller mit 13 Toren und elf Assists.

Hinter den beiden Routiniers blühte ein junger Kreativspieler auf, der in seiner Karriere zweimal die Champions League gewinnen sollte, 125 Spiele für das Schweizer Nationalteam bestreiten wird und 2024 mit seiner Rückkehr zum FC Basel nach sieben Jahren der Meistertitelabstinenz die Bebbi wieder träumen lässt. Ja genau, Xherdan Shaqiri lieferte seine bis dato beste Super-League-Saison und verbuchte je neun Tore und Assists. 

2010/11 - Alex Frei (FC Basel 1893): 37 Scorerpunkte

35 Spiele - 27 Tore - 10 Assists

Im Vergleich zur eben erwähnten Spielzeit 2011/12 ist es Alex Frei in der damals vorangegangen Saison gar noch etwas besser gelaufen. Mit 27 Toren schoss er damals den FC Basel zum 14. Meistertitel. Die Bebbi verteidigten damit die Meisterschaft und läuteten endgültig eine neue Ära im Schweizer Fussball ein, acht Jahre sollten sich die Basler nicht mehr vom Schweizer Fussballthron verdrängen lassen. Es war Freis zweite Saison nach seiner Rückkehr in die Schweiz. In der Spielzeit 2009/10 war er mit 15 Toren und elf Assists auch auf bestem Weg in diese Rangliste, brach sich aber den Arm. Mit insgesamt nur 19 Einsätzen hätte er damals womöglich betreffend Scorerpunkte gar die beste Spielzeit aller Akteure anstreben können. 

2009/10 - Seydou Doumbia (BSC Young Boys): 37 Scorerpunkte

32 Spiele - 30 Tore - 7 Assists

Gleich drei Berner haben sich auf den vordersten Plätzen dieses Ranking eingereiht. Xherdan Shaqiri ist allerdings auf gutem Wege, diese Marken einzustellen. Seydou Doumbia hat er nach seinem Hattrick in Lugano bereits überholt. 2009/10 erreichten gleich zwei Spieler die Marke von 30 Scorerpunkten, Marco Streller blieb bei 32 Torbeteiligungen stehen. Seydou Doumbia liess den BSC Young Boys in jener Spielzeit bis zur 36. Runde vom Titel träumen, mit 30 Toren und sieben Assists war er beinahe an jedem zweiten YB-Tor direkt beteiligt. Am letzten Spieltag fing der FC Basel die Berner in der Finalissima in Bern noch ab, der von seinem Armbruch genesene Alex Frei stand zwar auch im Einsatz, die Tore erzielten aber Valentin Stocker und Scott Chipperfield.

2024/25* - Xherdan Shaqiri (FC Basel 1893): 38 Scorerpunkte

31 Spiele - 18 Tore - 20 Assists

Xherdan Shaqiri ist innerhalb der Super League eine Klasse für sich, darüber braucht man mit Blick auf die Scorerrangliste der Liga nicht zu diskutieren. Mit 38 Torbeteiligungen hat er in der Wertung doppelt so oft gescort wie sein erster "Verfolger" Miroslav Stevanovic. In den letzten drei Partien war Xherdan Shaqiri gleich an elf Toren seiner Mannschaft direkt beteiligt. Mit der Cornerflanke im Spiel gegen Servette zum 5:1-Treffer von Nicolas Vouilloz in der 79. Minute egalisierte Shaqiri dann auch gleich noch den Assistrekord von dem bereits erwähnten Stevanovic aus der Saison 2021/22. Alleine die zwanzig direkten Torvorlagen würden Shaqiri in der Topscorerrangliste bereits an erster Stelle erscheinen lassen. Doch der Basler Zauberfuss hat ja auch gleich noch 18-mal selbst getroffen. Zuletzt gleich dreifach innert neun Minuten beim entscheidenden Meisterstück des FCB in Lugano.

2007/08 - Hakan Yakin (BSC Young Boys): 39 Scorerpunkte 

32 Spiele - 24 Tore - 15 Assists

Auch 2007/08 krönte sich der FC Basel zum Meister und das obschon der BSC Young Boys mit einem kongenialen Duo auftrumpfen konnte. 82 Tore erzielten die Berner in jener Spielzeit. 42 dieser Tore gingen auf das Konto von Hakan Yakin und Thomas Häberli. Mit zusätzlichen 15 Assists war der offensive Mittelfeldspieler Yakin der gar noch etwas bessere Scorer, als Stürmer Häberli. Der heutige Servette-Trainer verbuchte 14 Assists auf seinem Konto und stand mit 32 Torbeteiligungen hinter Yakin an zweiter Stelle der Scorerrangliste. Für den heutigen Trainer des FC Schaffhausen war es die Abschiedssaison in Bern, danach zog es ihn nach Katar. Mit 39 Scorerpunkten war es seine erfolgreichste Spielzeit in der Schweiz, vor allem erreichte er davor nicht annähernd so viele Tore in einer Saison. 

2003/04 - Stéphane Chapuisat (BSC Young Boys): 43 Scorerpunkte 

35 Spiele - 24 Tore - 19 Assists

Ein absolutes Offensivfeuerwerk war die allererste Saison der Super League. Es war die Spielzeit 2003/04, Meister war auch damals der FC Basel vor dem BSC Young Boys. Die Bebbi triumphierten, obschon der Club aus der Bundesstadt eine absolut überragende Figur in ihren Reihen hatten. Stéphane Chapuisat erzielte 24 Tore und legte 19 weitere YB-Treffer persönlich auf. Damit war ist 103-fache Schweizer Internationale der bislang einzige Spieler in der Super-League-Geschichte, der die Marke von 40 Torbeteiligungen in einer Saison knacken konnte, eine Marke, der sich vielleicht Shaqiri doch noch annimmt. Die Young Boys erzielten in jener Saison 75 Tore, an 57.3 Prozent war Chapuisat direkt beteiligt. Leandro, der brasilianische Sturmpartner Chapuisats, sah mit starken 33 Scorerpunkten gerade blass aus. Mit Richard Núñez schloss der beste GC-Offensivspieler der Saison mit 32 Scorerpunkten die Saison nur an dritter Stelle der Rangliste ab. 

Die weiteren Topscorer der Super League

In Klammern (Tore/Assists)

Alex Frei Almen Abdi Assan Ceesay BSC Young Boys Cedric Itten Christian Giménez Brack Super League Ezgjan Alioski FC Basel 1893 FC Lugano FC St.Gallen 1879 FC Zürich Fussball Grasshopper Club Zürich Guillaume Hoarau Hakan Yakin Jean-Pierre Nsame Matias Delgado Mladen Petric Mohamed Elyounoussi Munas Dabbur Óscar Scarione Raphael Dort Renato Steffen Seydou Doumbia Shkelzen Gashi Stéphane Chapuisat Xherdan Shaqiri

2025-05-13 12:00:08