sport.ch

Verblasster Glanz: Rückrunde bringt Leistungseinbruch bei Super-League-Schlüsselspielern

Diese Spieler haben seit der Winterpause abgebaut

In der Super League gab es seit der Winterpause noch einige Rangverschiebungen. Das lag unter anderem an den explodierenden Leistungen einiger Spieler. Es gab aber auch einige Akteure, bei denen es im Frühjahr in die andere Richtung ging.

FC Winterthur: Matteo Di Giusto

Drei Tore in den ersten zwei Saisonspielen waren ein starker Auftakt in der Saison des 1.68m grossen Spielmachers. Auch der Rest der Herbstrunde war sehr überzeugend, wenn der FCW kleine Hoffnung schöpfen konnte, dann war dies dank Di Giusto. Seit der Winterpause spielt der 24-Jährige nicht schlecht, allerdings ist er nicht mehr das tragende Element des Schlusslichts.

Yverdon Sport FC: William Le Pogam

Zu Beginn der Saison war der Franzose als Captain der Mannschaft stets gesetzt, verpasste nur das Spiel gegen Basel aufgrund einer Rotsperre. Begonnen hat er die Saison im linken Mittelfeld, nach einem Systemwechsel kam er dann vermehrt links hinten zum Zug. Auch die Rückrunde begann gut, doch seit einer Gelbsperre hat Le Pogam nur noch 90 von 630 Minuten absolviert. An seiner Stelle kam meiste Vegard Kongsro zum Einsatz. Der Franzose könnte aber Nutzniesser der 0:5-Schlappe gegen den FC Basel gewesen sein, wo Kongsro öfters überfordert wirkte.

Grasshopper Club Zürich: Giotto Morandi

Es scheint immer unwahrscheinlicher, dass wir Giotto Morandi in der kommenden Saison noch für den Rekordmeister spielen sehen. Der 26-Jährige spielt seit der Winterpause zwar nicht schlecht, kommt aber bei weitem nicht an die Leistung von vor den Weihnachten heran. Vor allem seine Einstellung wird von vielen GC-Fans bemängelt, nachdem Morandi bereits angekündigt hat, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern und demnach den Verein zu wechseln.

FC Sion: Théo Berdayes

Die Walliser sind nach dem Aufstieg stark in die Saison gestartet und schienen lange weit weg von den Abstiegsplätzen. In der Rückrunde baute der Verein der Constantins allerdings stark ab und muss jetzt doch noch um den Ligaerhalt kämpfen. Dies liegt auch daran, dass Théo Berdayes die Mannschaft nicht mehr gleich überzeugend anführt. In der zweiten Runde nach der Winterpause traf er noch gegen Basel und Zürich, seither sind seine Leistungen allerdings höchstens noch durchschnittlich.

FC Zürich: Juan José Perea

Wir kommen zu einem Spieler, der zurzeit gar nicht mehr zur Verfügung steht und den Rest der Saison verpassen wird. Nach einer starken Vorrunde mit sechs Toren, war es vor seiner Verletzung im März allerdings nur noch ein Tor in diesem Kalenderjahr, seine Leistungen wirkten häufig lustlos, zu wenig konsequent. Der FC Zürich hat seit der Winterpause übrigens eher als Team abgegeben, als durch Einzelspieler. Pereas Ausfall war allerdings sicherlich ein Mitgrund.

FC St.Gallen 1879: Chadrac Akolo

Der Torschützenkönig der letzten Saison knüpfte zum Saisonstart mit drei Toren aus vier Ligaspielen und guten Leistungen in der europäischen Qualifikation an die starken Werte von letzter Saison an. Allgemein konnte er seinem Team immer wieder mit Toren helfen, was nun seit Winter allerdings zu selten vorkommt. Von einer erneuten Krönung als Top-Torschütze ist er in dieser Form weit entfernt.

FC Lausanne-Sport: Noë Dussenne

Bei den Waadtländern ging es in der Winterpause fast ausschliesslich bergab in der Tabelle. Als Geheimfavorit im Meisterkampf aus der Winterpause gekommen, musste man schlussendlich noch den FCZ überholen, um überhaupt in die Championship Group zu kommen. Es gab immer mehr Gegentore für Lausanne-Sport, der Belgier nicht mehr ganz so souverän und auch sein offensiver Einfluss wurde etwas kleiner.

FC Lugano: Renato Steffen

Bei den Tessinern gäbe es nach einer doch relativ mauen Rückrunde einige Spieler, die einen Platz in dieser Liste verdient hätten. Als wir im Dezember ein Flügelranking gemacht haben, war Steffen noch als Nummer 1 gesetzt, da er verantwortlich dafür war, dass man von Lugano als Topfavorit sprach. Das Thema Meisterschaft ist mittlerweile längst gegessen. Renato Steffen traf bisher in diesem Kalenderjahr noch nie, die rote Karte im Cup-Viertelfinal widerspiegelte seinen Frühling.

FC Luzern: Jakub Kadak

Beim FC Luzern gäbe es durchaus zwei Kandidaten, die eher an dieser Stelle stehen könnten. Sowohl Sinan Karweina als auch Nicky Beloko konnten seit der Winterpause noch nicht so wirklich überzeugen, bei beiden muss man jedoch sagen, dass sie aus schweren Verletzungen zurückkommen und es nicht fair wäre, sie hier zu nennen. Wir haben uns für Kadak entschieden, der zwar nie überragend war in dieser Saison, 2025 aber kaum noch zum Einsatz kommt.

BSC Young Boys: Lewin Blum

Vor nicht allzu langer Zeit war Lewin Blum noch in aller Munde, mittlerweile ist der Hype um ihn deutlich abgeflacht. Während er im Herbst noch davon profitiert hat, dass YB eine Doppelbelastung hatte und seine Chancen jeweils nutzte, wurden die Karten unter Giorgio Contini neu gemischt. Mittlerweile bekommt er nur noch wenig Einsatzzeit, gegen GC und Luzern spielte er gar nicht.

Servette FC: Dereck Kutesa

Die Grenats halten sich in dieser Saison konstant weit oben. Auch wenn die komplette Mannschaft stark performt, gibt es seit der Winterpause doch einen Verlierer. Mit elf Toren bis zu Runde 18 noch der überragende Akteur der Liga, fast allein verantwortlich für die starken Genfer Leistungen. Seit der Winterpause gelang dem 27-Jährigen, der seit Herbst Nationalspieler ist, nicht mehr viel. Zwei Tore sind ok, mehr aber auch nicht.

FC Basel 1893: Anton Kade

Beim FC Basel gibt es zurzeit fast nur Gewinner, schliesslich sind die Bebbi überragender Leader und haben zuletzt kaum noch verloren. Man hätte an dieser Stelle auch einen der beiden Stürmer nehmen können, die zuletzt nicht mehr treffen, allerdings keine schlechten Leistungen zeigen. Auch Léo Leroy war bis zu seinem Siegtreffer im Cup ein Kandidat. Durch das Star-Trio zuletzt etwas hinten anstehen musste allerdings Anton Kade, der bisher in der Rückrunde "nur" zwei Assists liefern konnte.

Anton Kade BSC Young Boys Chadrac Akolo Brack Super League Dereck Kutesa FC Basel 1893 FC Lausanne-Sport FC Lugano FC Luzern FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Winterthur FC Zürich Fussball Giotto Morandi Grasshopper Club Zürich Jakub Kadák Juan José Perea Lewin Blum Matteo Di Giusto Noë Dussenne Renato Steffen Servette FC sport.ch Théo Berdayes William Le Pogam Yverdon Sport FC

2025-05-06 20:00:35