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Freud und Leid über die langfristige Kaderplanung in Basel und Bern

Diese Verträge laufen im Sommer 2026 aus - Teil 2

In einer zweiteiligen Serie rücken wir bei allen zwölf CSSL-Teams jene Spieler in den Fokus, deren Verträge im Sommer 2026 auslaufen. Der Zeitpunkt ist keineswegs zu früh, bald schon muss eine Zukunftsentscheidung getroffen werden, denn das bevorstehende Sommertransferfenster kann die letzte Möglichkeit für einen lukrativen Verkauf sein. 

In diesem zweiten Teil stehen die sechs Teams der Championship Group im Fokus. Teil eins behandelte derweil die sechs Mannschaften aus der diesjährigen Relegation Group. 

FC Lausanne-Sport

Schon der FC Zürich und der FC St.Gallen hoben sich in Teil eins von den Kellerteams durch die vermehrt langfristige Kaderplanung ab. Diese Beobachtung bestätigt der FC Lausanne-Sport. Zwölf Spieler sind bereits mit einem über den Sommer 2026 hinaus gültigen Vertrag ausgestattet. Die fünf oben aufgeführte Namen sind aber gewichtige. Kaly Sène, Karim Sow und Alvyn Sanches gehören in die Kategorie Spieler, die wohl bald den Schritt ins Ausland wagen werden. Die schwerwiegende Knieverletzung wirft Sanches nun allerdings zurück und wird wohl einen Sommertransfer verhindern.

Die Vertragssituation um Karlo Letica sorgte im Februar für Schlagzeilen. Mittlerweile hat sich sein Kontrakt verlängert, wechselwillig dürfte die Nummer eins der Waadtländer dennoch bleiben. Vieles hängt wohl auch davon ab, ob der FC Lausanne-Sport sich ein Europacup-Ticket sichern kann. Internationale Auftritte könnten ein Argument für einen Verbleib sein. Abwehrchef Noë Dussenne ist derweil kein heiss gehandelter Absprungkandidat, dennoch kommt auch ihm eine Schlüsselrolle zu. Er wird sich wohl schon bald entscheiden müssen, ob die Schweiz über 2026 hinaus seine wohl letzte Karrierestation bleiben wird. 

FC Lugano

Etwas länger ist die Liste des FC Lugano, auf ihr finden sich gleich drei Torhüter. Vor allem die Zukunft von Stammkeeper Amri Saipi gilt es zeitnah zu klären. Der 24-Jährige ist mittlerweile zum kosovarischen Nationalspieler aufgestiegen. Sebastian Osigwe und Diego Mina haben starke Konkurrenz durch den Griechen Fotis Pseftis und den erst 17-jährigen Ahmadou Ndiaye. 

Im Falle von Mattia Bottani stellt sich wohl während der nächsten Saison die Frage, ob er noch ein weiteres Jahr anhängen möchte und das auf dem Niveau auch kann. Hadj Mahmoud ist hingegen der heisseste Kandidat auf einen möglichen grossen Sommertransfer. Mit der Kombination, dass auch noch der Vertrag von Ousmane Doumbia ausläuft, könnte der FC Lugano perspektivisch sicherlich das zentrale Mittelfeld anpacken. Schon in diesem Sommer läuft der Vertrag des Tschechen Roman Macek aus. Mit den beiden Nachwuchsspielern Ilija Maslarov und Yannis Ryter verschärfen zwei Youngster in der Zentrale den Konkurrenzkampf. Entwickeln sie sich wunschgemäss weiter, dürfte das auch einen Einfluss auf die Rolle der arrivierten Kräfte haben. 

FC Luzern

Nur vier offene Personalien hat Remo Meyer im Sommer vor sich, entsprechend dürfte der Blick des Sportchefs in Luzern wohl bald schon weiter vorausgehen. Den Vertrag mit Captain Pius Dorn zu verlängern, müsste eine ziemlich hohe Priorisierung erhalten. Im Sturm könnten für Thibault Klidjé, immerhin bester Torjäger der Luzerner, schon diesen Sommer Angebote eingehen.

Ohnehin heizt die Vertragssituation in der Offensive den internen Konkurrenzkampf wohl etwas an. Sommerneuzugang Sinan Karweina dürfte langfristig wohl den Anspruch auf mehr Spielzeit haben. Luuk Breedijk kommt zurzeit noch in der Promotion League zum Einsatz, in der nächste Saison könnte er aber durchaus Kevin Spadanuda auf der linken Flügelposition einheizen. Im Tor böte sich im Sommer 2026 die Möglichkeit, Julian Bock an Stelle des routinierten Vaso Vasic zur Nummer zwei zu machen.

BSC Young Boys

Es ist nicht davon auszugehen, dass diese enttäuschende Saison spurlos am Kader des BSC Young Boys vorbeigehen wird. Im Sommer läuft neben den beiden Leihen von Abdu Conté und Alan Virginius allerdings nur der Vertrag von Dario Marzino aus. Dafür finden sich unter den Spielern, die noch knapp 14 Monate gebunden sind, einige Absprungkandidaten. Um Innenverteidiger Mohamed Ali Camara und vor allem um den Schweizer Nationalspieler Joël Monteiro kursierten zuletzt schon einige Gerüchte. Leihstürmer Chris Bedia empfiehlt sich hingegen dafür, dass die vorhandene Kaufoption gezogen wird. Schnell verhandelt ist auch der Fall von Loris Benito, in seinem Vertrag gibt es eine entsprechende Klausel für eine Verlängerung. 

Interessant sind sicherlich die beiden Fälle von Filip Ugrinic und Kastriot Imeri. Streben die Berner trotz der wenigen offenen Vertragspositionen in diesem Sommer einen Umbruch an, stellt sich die Frage, ob die beiden Schweizer als langfristige Leistungsträger gehandelt werden. Zumindest Ugrinic hat bewiesen, diese Fähigkeiten mitzubringen. Allerdings dürfe auch der 26-Jährige für die eine oder andere Offerte im YB-Postfach sorgen. Imeri ist es hingegen noch nicht gelungen, die hohen Erwartungen bei seiner Verpflichtung gänzlich zu erfüllen. Eine schwierige Situation, zu der vielleicht der neue Technische Direktor Mathieu Beda eine zusätzliche Perspektive miteinbringen wird.

Servette FC

Während in Bern nur wenige Verträge in den nächsten beiden Jahren auslaufen, sind es in Genf nur acht Spieler, die über den Sommer 2026 gebunden sind. Die Grenats stehen entsprechend vor einer interessanten Zeit, es könnte ein grösserer Umbruch eingeläutet werden. Im Sommer 2026 sind es gleich mehrere Leistungsträger, die den Verein ablösefrei verlassen könnten. Bei Timothé Cognat oder Alexis Antunes wäre allerdings durchaus denkbar, dass schon in diesem Sommer ein nächster Karriereschritt zum Thema wird. Miroslav Stevanovic hat seine Absichten, die Karriere in der Calvinstadt zu beenden, im Dezember unterstrichen.

Mit Keigo Tsunemoto und Bradley Mazikou finden sich auch beide Stammaussenverteidiger auf dieser Liste, beide besitzen einen Millionenmarktwert. Es sind also Spieler, die man sicherlich nicht ablösefrei ziehen lassen möchte. So steht für Sportdirektor René Weiler eine intensive Zeit auf dem Programm. Die einzige Position, die er nicht gleich anpacken muss, ist jene des Torhüters. Joël Mall und Jérémy Frick besitzen beide einen Vertrag bis 2027. 

FC Basel 1893

* Vertragsende per 31.12.2026

Als Kontrast zum Servette FC dient der aktuelle Tabellenführer, 18 Spieler sind mindestens bis 2027 an den FC Basel gebunden. Im bevorstehenden Sommer sind es nur die vier Leihen und der Kontrakt von Albian Ajeti, die ohne Action auslaufen werden. Im Sommer 2026 ist da etwas mehr los. Es scheint ziemlich wahrscheinlich, dass es dann Zeit wird für einen Wechsel auf der Torhüterposition. Zum Ende seines Vertrags wird Hitz kurz vor seinem 39. Geburtstag stehen. Für Bradley Fink oder Hugo Vogel sind es noch 14 Monate Zeit, um sich aufzudrängen.

Mehr Geduld wird wohl dem erst 17-jährigen Marvin Akahomen und dem 20-jährigen Daniel Asiedu entgegengebracht. Letzterer besitzt gar eine Vertragsoption für drei weitere Jahre. Der interessanteste Name auf der Liste ist sicherlich Anton Kade. Der deutsche Mittelfeldspieler ist mit nur einem Jahr Restlaufzeit ein heisser Absprungkandidat für den Transfersommer. Gleichwohl könnte für den 21-Jährigen das lockende internationale Geschäft ein Argument für einen Verbleib sein. 

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2025-05-02 12:00:57