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An die CSSL-Talentschmiede kommt keiner heran, aber auch in Zürich lässt man Raum zur Entfaltung

Ranking der "Nachwuchs-Trophy" der Super League nach 32 Spieltagen

Mit Beginn der Saison 2023/24 nennt sich das Nachwuchsförderprogramm der Swiss Football League (SFL) "Nachwuchs-Trophy". In diesem Rahmen werden alle Spielminuten erfasst, die Schweizer Spieler aus den jeweiligen U21-Jahrgängen in der Credit Suisse Super League absolvieren. Wir werfen einen Blick auf das aktuelle Ranking des Fördersystems und vergleichen dieses zum Vorjahr.

Jeder U21-Spieler, der in einem Spiel eingesetzt wird, sammelt Minuten für den jeweiligen Klub. Dabei werden pro Spieler und Partie maximal 90 Minuten angerechnet. Am Ende der Saison profitieren die engagiertesten Vereine: Die drei Super-League-Klubs, die insgesamt die meisten Einsatzminuten von förderberechtigten Spielern aufweisen, erhalten eine finanzielle Prämie. Der Erstplatzierte wird mit 250'000 Franken belohnt, der Zweite erhält 150'000 Franken und der Drittplatzierte 100'000 Franken.

Hinweis: Nachfolgend wird das Ranking der "Nachwuchs-Trophy" nach 32 Spieltagen angeschaut und mit dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres verglichen. Ausschlaggebend für die Rangierung war die totale Anzahl an Einsatzminuten der U21-Spieler mit Schweizer Pass in der Super League, in dieser Saison sind das alle Akteure ab dem Jahrgang 2003. In Klammern wird die Bilanz im Vergleich zum Vorjahr angegeben.

Platz 12: FC St.Gallen 1879 | 518 Einsatzminuten (-925)

Die Espen haben diese Saison bis anhin nicht nur am wenigsten U21-Spieler mit Jahrgang 2003 oder jünger eingesetzt, sondern haben auch im Vergleich zur Vorsaison am meisten abgebaut. 925 Einsatzminuten waren es diese Saison weniger als noch zum selben Zeitpunkt in der vergangenen Saison. Der FCSG hat dabei gerade mal drei Schweizer Nachwuchsspieler eingesetzt, wovon Corsin Konietzke mit 503 Minuten Spielzeit praktisch die gesamten Einsatzminuten für sich beanspruchte. Die Förderung von jungen Schweizern kam in dieser Saison bei den St.Gallern definitiv zu kurz.

Platz 11: FC Sion | 635 Einsatzminuten (letzte Saison Challenge League)

Auch der FC Sion setzte in dieser Spielzeit weniger auf die Nachwuchsförderung von Schweizer Spielern. Mit lediglich 635 Einsatzminuten belegen sie den zweitletzten Platz in diesem Ranking. Zusammen mit den Espen sind die Sittener die einzigen Teams, welche nicht einmal die 1'000er-Marke knacken konnten

Platz 10: BSC Young Boys | 1'432 Einsatzminuten (-408)

Auch der amtierende Meister hat im Vergleich zur Meistersaison abgebaut bezüglich der Einsätze von U21-Spielern mit Schweizer Pass. In Bern kommt man auf 408 Einsatzminuten weniger als noch in der Saison davor. In der Meistersaison waren die Berner noch in der oberen Tabellenhälfte angesiedelt, wenn es um die Nachwuchsförderung in unserem Land ging, doch in dieser Saison reichte es gerade mal für Rang 10. Von der totalen Zeit gingen 1'409 Einsatzminuten auf das Konto von Zachary Athekame.

Zachary Athekame war praktisch der einzige U21-Spieler, der in YB diese Saison die Chance erhielt.

Platz 9: Servette FC | 2'070 Einsatzminuten (+1'746)

Der Servette FC machte im Vergleich zum Vorjahr einen riesigen Sprung in der Nachwuchs-Trophy, dennoch hinkt man im Vergleich zur Liga immer noch hinterher, wenn es um den Einsatz von möglichen künftigen Nationalspielern geht. Zwei Plätze konnten die Genfer in dieser Saison gutmachen. Immerhin kamen schon fünf Schweizer Nachwuchsspieler zum Einsatz, wobei Théo Magnin am meisten Einsatzminuten vorzuweisen hat.

Platz 8: FC Lugano | 2'099 Einsatzminuten (-106)

Der FC Lugano baute leicht ab im Vergleich zum Vorjahr, weist aber in etwa ähnliche Zahlen auf wie noch in der Saison zuvor. Im Ranking stürzte man zwar um drei Plätze ab, dies lag jedoch vor allem auch daran, dass andere Teams in dieser Saison deutlich mehr auf die Schweizer Jugend setzten als noch im Jahr zuvor. Die meiste Zeit beansprucht Neo-Nationalspieler Albian Hajdari, der in dieser Saison einen grossen Entwicklungsschritt durchlief.

Albian Hajdari ist der Fels in der Brandung im Tessiner Abwehr-Verbund.

Platz 7: Grasshopper Club Zürich | 2'862 Einsatzminuten (-823)

Der Grasshopper Club Zürich ist bekannt dafür, immer wieder junge Schweizer Spieler einzusetzen und ihnen die Chance zu ermöglichen, sich in der obersten Liga des Landes zu etablieren. Tim Meyer und Nikolas Muci sind in der laufenden Saison die besten Beispiele dafür, sie zählen eindeutig zu den Entdeckungen der Saison. Nichtsdestotrotz haben die Hoppers im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgegeben, ganz 823 Minuten stehen weniger auf dem Konto des GCZ.

Platz 6: FC Winterthur | 2'899 Einsatzminuten (-9)

Auf der Schützenwiese erhalten immer wieder junge hiesige Spieler die Möglichkeit, sich zu zeigen. Loïc Lüthi taste sich letzte Saison an die Super League heran, mittlerweile kam der Innenverteidiger in dieser Spielzeit schon auf 1'800 Einsatzminuten. Aber auch Winti fiel um drei Plätze im Ranking zurück, da die restlichen Teams in den Top-Fünf allesamt die Nachwuchsförderung vorangetrieben haben.

Platz 5: FC Basel 1893 | 2'991 Einsatzminuten (+309)

Das Team von Fabio Celestini fiel im Ranking zwar einen Platz zurück im Vergleich zum Vorjahr, setzte in dieser Saison aber über 300 Einsatzminuten mehr auf die jungen Schweizer Spieler. Insgesamt knackten sie bis jetzt nur knapp noch nicht die 3000er-Marke, was sich am letzten Spieltag wohl noch ändern dürfte. Der junge Mittelfeldspieler aus Solothurn Leon Avdullahu gehört dabei eindeutig zu den Aufsteigern dieser Saison. In 30 Einsätzen stand er zu 94 Prozent in der Startelf und kann insgesamt schon 2'599 Einsatzminuten vorweisen.

Basels defensiver Mittelfeldspieler Leon Avdullahu machte in dieser Saison nochmals einen grossen Entwicklungsschritt nach vorne.

Platz 4: FC Zürich | 3'637 Einsatzminuten (+2'420)

Die Liste der eingesetzten heimischen Spielern mit Jahrgang 2003 oder jünger ist in Zürich lange. Bereits zehn solcher Nachwuchsspieler wurden beim FCZ eingesetzt. Insgesamt setzte Trainer Ricardo Moniz schon über 40 Spieler ein in dieser Saison, womit auch den jungen Akteuren Raum zur Entfaltung gegeben werden konnte. Im FCZ-Ensemble stach vor allem der gebürtige Zürcher aus der hauseigenen Jugend, Calixte "Junior" Ligue heraus, der alleine 1'595 von den 3'637 Einsatzminuten abspulte.

Platz 3: Yverdon Sport FC | 3'734 Einsatzminuten (+3'057)

Auf dem dritten Podestplatz landet der Yverdon Sport FC, der eine massive Zunahme in der Nachwuchsförderung von Schweizer Kickern vollzog. Mit über 3'000 Einsatzminuten mehr als noch im Vorjahr sind die Romands das Team, das am meisten zulegen konnte in diesem Ranking. In der Vorsaison lag Yverdon noch auf dem drittletzten Platz, mittlerweile grüssen sie vom Podest und könnten nach der Saison einen Zahltag seitens der SFL erwarten. Hauptverantwortlich für den Anstieg war die Personalie Christian Marques. Der ehemalige GC-Junior stand in 31 Einsätzen praktisch immer in der Startelf. Der Innenverteidiger gehört definitiv zu den aufstrebenden Gewinnern dieser Saison, wenn es um Schweizer Nachwuchsspieler geht.

Platz 2: FC Lausanne-Sport | 4'332 Einsatzminuten (+2'875)

Auch beim FC Lausanne-Sport setzte man deutlich mehr auf den Einsatz von jungen Schweizern. Im Ranking belegen die Lausanner den zweiten Platz, allen voran dank des aufstrebenden Sterns am Super-League-Himmel: Alvyn Sanches. 2'371 Einsatzminuten konnte Sanches bis zu seiner Verletzung während seines ersten Einsatzes für die Nationalmannschaft vorweisen. Mit 1'937 Einsatzminuten erhielt auch Innenverteidiger Karim Sow viel Vertrauen seitens des Trainers Ludovic Magnin.

Platz 1: FC Luzern | 12'237 Einsatzminuten (+731)

Der FC Luzern ist das Nonplusultra in der Schweizer Nachwuchsförderung und das seit Jahren. Bereits im Vorjahr belegte der FC Luzern mit Abstand den Spitzenplatz und auf diese Saison hin übertrumpfte sich Trainer Mario Frick nochmals selbst. Unfassbare 12'237 Einsatzminuten wurden den jungen Schweizer Nachwuchsspieler in Luzern gewährt, was beinahe dreimal so viel ist wie der erste Verfolger aus Lausanne. Und die Luzerner spielen eine starke Saison, in der sich zahlreich junge Schweizer profilieren konnten.

Von 13 eingesetzten Spielern mit Jahrgang 2003 oder jünger konnten gleich sieben davon über 1'000 Einsatzminuten bis anhin vorweisen. An Torhüter Pascal Loretz kommt einmal mehr keiner vorbei, aber auch Lars Villiger, Luca Jaquez, Levin Winkler, Tyron Owusu, Severin Ottiger und Bung Meng Freimann konnten schon ordentlich ihr Talent unter Beweis stellen. Die Talentschmiede der Schweiz kann immer wieder vielversprechende Spieler hervorbringen, was der jüngste Abgang von Luca Jaquez in die Bundesliga einmal mehr unter Beweis stellte.

Luca Jaquez folgte nach starken Leistungen im Dress der Luzerner dem Ruf der Bundesliga.

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2025-04-14 12:29:16