Zur Winterpause wollen wir die Leistungen in der Hinrunde analysieren. Für jede Position haben wir die zehn besten Spieler der Super League herausgesucht. Zum Abschluss folgen nun noch die besten Stossstürmer der abgelaufenen Hinrunde.
Die Tabelle liest sich für den FC Lugano toll. Keinen grossen Anteil daran haben aber die Stossstürmer. Die Mittelstürmer-Position ist die schwächste im Kader der Bianconeri und als Folge schafft es mit Kacper Przybylko der beste Neuner der Tessiner nur knapp in dieses Ranking. Przybylko hat in der Hinrunde vier Ligatore erzielt. Er ist durch seine Grösse der prädestinierte Zielspieler. Dadurch sollten die Luganesi in der zweiten Hälfte der Saison eigentlich mehr Kapital schlagen können. Es ist aber gut möglich, dass auf dieser Position auf dem Transfermarkt noch einmal nachgerüstet wird. Der Abgang von Zan Celar wurde im Sommer nicht kompensiert.
Dejan Sorgic ist mittlerweile 35 Jahre alt und im Gegensatz zu anderen Challenge-League-Goalgettern kann er auch in der Super League eine wertvolle Waffe sein. Vier Tore sind jetzt zwar keine Wahnsinnsausbeute, aber wer bei einem Aufsteiger am Ende der Saison rund zehnmal einnetzen könnte, darf hervorgehoben werden. Sorgic ist damit ein Sinnbild des FC Sion. Die Walliser stehen in der laufenden Saison für eine solide Arbeit, die mit einem sorglosen Klassenerhalt belohnt werden wird.
Bei YB verhält es sich etwas anders als bei Lugano. Mit Cedric Itten oder Silvere Ganovula hätten die Berner zwei richtig starke Angreifer in den eigenen Reihen, aber sie performen wie die gesamte Mannschaft unterdurchschnittlich. Damit reicht es Ganvoula nur knapp in das Ranking der besten zehn Super-League-Stürmern. Der Kongolese hat in der Hinrunde vier Treffer erzielt und ist einer der Angreifer, der im Strafraum für eine Abwehr durch seine Präsenz immer schwer zu kontrollieren ist.
Zu Beginn der Saison hat Albian Ajeti einen tollen Lauf geschoben und fünf Tore erzielt. Mittlerweile ist er klar, nur noch die Nummer zwei im Basler Angriff. Dennoch ist Ajeti ein für die Super League überdurchschnittlicher Joker. Es ist aber auch festzuhalten: Kann der einstige Nationalstürmer sein Niveau in der zweiten Saisonhälfte nicht wieder anheben, dürfte er im Sommer keinen Platz mehr in den Top-10 finden. Dieser siebte Platz ist nur dank seines starken Starts zu rechtfertigen. Der Vertrag von Ajeti läuft zudem im Sommer aus, es besteht zwar die Option zur Verlängerung, aber für diese muss der Angreifer wohl gewisse Parameter erfüllen oder sich durch Leistung aufdrängen.
Villiger ist die Luzerner Zukunftshoffnung. Neben seinen vier Treffern hat der Schweizer Angreifer auch mit vier Assists geglänzt. Durch seine Körpergrösse ist er auch in Luftzweikämpfen ein entscheidendes Puzzleteil im Luzerner Sturm. Vom 21-Jährigen darf aber jetzt ein nächster Entwicklungsschritt erwartet werden. Auch im letzten Winter, vier Tore und zwei Assists, stand Lars Villiger bei ähnlichen Scorerwerten. In den nächsten ein bis zwei Jahren wird sich entscheiden, wie hoch der Angreifer in seiner Karriere fliegen wird. Von einer guten Super-League-Karriere bis zu einer respektablen Auslands-Karriere scheint alles im Bereich des Möglichen zu liegen.

Der Wert des St.Gallers ist vor allem ersichtlich worden, sobald er den Espen nicht mehr zur Verfügung gestanden ist. Nach einer Tätlichkeit in Sion ist er für zwei Spiele gesperrt worden und dann hat Willem Geubbels noch verletzungsbedingt aussetzen müssen. So hat Geubbels nur in den ersten elf Ligapartien gescort. Mit dem Fehlen des besten Stürmers ist es auch dem FCSG weniger gut gelaufen. Daher scheint es für St.Gallen in der Rückrunde essenziell zu sein, wie oft man auf Willem Geubbels setzen kann.
Der Franzose ist wohl der beste Spieler der Sittener in dieser Hinrunde gewesen. Chouaref ist sowohl auf dem Flügel als auch im Sturmzentrum eingesetzt worden. Insgesamt ist Chouaref auf sechs Tore und zwei Assists gekommen. Damit haben ligaweit nur drei Spieler mehr Tore als der Walliser erzielt. Da der FC Sion als Mannschaft nur auf 25 Tore kommt, ist Chouaref gar an 32 Prozent der Tore des Vereins beteiligt, auch das unterstreicht den Wert des 24-Jährigen in dieser Hinrunde.
Der Kolumbianer bringt Feuer in diese Liga. Sechs Tore und ein Assist hat der Zürcher verbuchen können. Juan José Perea ist fussballerisch der stärkste Stadtzürcher. Sein Temperament steht ihm aber etwas im Weg und ist vielleicht auch der Grund, weshalb er sich beim VfB Stuttgart nicht durchsetzten konnte. Beim Spiel gegen den FC Lugano hat er sich wegen eines Ellbogenschlags eine Rote Karte abgeholt und bereits zuvor hat Perea einmal eine Ampelkarte gesehen. Dadurch verpasste der Angreifer drei Partien gesperrt. Diese schlechte Disziplin unterscheidet ihn von den zwei besten Stürmern der Super League.
Er bringt alles mit. Kevin Carlos ist schnell, robust, hat einen guten Abschluss und ist kopfballstark. Nach kurzer Anlaufzeit hat Carlos auch beim FC Basel diese Qualitäten eindrücklich unter Beweis gestellt. Mittlerweile ist er die klare Nummer eins im Sturm der Rotblauen. Sechs Tore hat der Angreifer bereits erzielt und in der Rückrunde dürfen noch mehr Goals vom 23-Jährigen erwartet werden. Den Spitzenplatz im Ranking kostet Kevin Carlos lediglich der Saisonstart, als der Spanier noch einen Trainingsrückstand aufholen musste.
Nach Dereck Kutesa ist Thibault Klidje der treffsicherste Spieler der Super League. Der Luzerner steht bei acht Ligatoren nach 18 Spielen. Neben den reinen Toren hat sich Klidje als offensives Komplettpaket entpuppt. Als hängende Spitze neben Lars Villiger ist er auch für das Kreieren von Chancen mitverantwortlich. Dazu verteilen sich bei Klidje die Treffer über die gesamte Hinrunde hinweg. Damit hat er den Innerschweizern in jeder Saisonphase immer mal wieder weitergeholfen. Das ist ein äusserst wertvolles Faustpfand.
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