sport.ch

Xherdan Shaqiri spürt den Atem seines wahrscheinlichen Nati-Nachfolgers im Nacken

Das Spielmacher-Ranking der Super League

Nach 18 Spieltagen in der Super League befassen wir uns mit einigen Statistiken. Besonders interessieren uns jene Spieler, die auf ihrer Position am stärksten unterwegs waren. Die Spieler, die eher für defensivere Aufgaben verantwortlich sind, wurden in diversen Rankings bereits begutachtet. Heute nehmen wir die Spielmacher im offensiven Mittelfeld in den Fokus. 

In diesem Artikel präsentieren wir euch die unserer Meinung nach zehn besten offensiven Mittelfeldspieler der Hinrunde. 

 

10. Uran Bislimi (FC Lugano) 

Gerade noch knapp ins Ranking hat es Uran Bislimi geschafft. Der Spielmacher von Leader Lugano zeigte einen sehr starken und vielversprechenden Saisonstart, doch sein Niveau konnte er nicht über die gesamte Hinrunde hinweg konservieren. Der 25-Jährige verlor zuletzt sogar seinen Stammplatz, stand er doch in den letzten sechs Super-League-Spielen nur noch zweimal in der ersten Elf. Seine insgesamt zwei Scorerpunkte (je ein Tor und ein Assist) waren ebenfalls zu wenig, um weiter vorne eingestuft werden zu können. 

9. Bledian Krasniqi (FC Zürich)

Ähnlich wie bei Bislimi, zeigte auch bei Bledian Krasniqi die Formkurve nach einem starken Saisonstart immer weiter nach unten. Dabei hatte man das Gefühl, dass der 23-Jährige in dieser Saison endlich den längst erhofften nächsten Karriereschritt beim FC Zürich würde gehen können. Das FCZ-Eigengewächs bringt eigentlich alle Attribute mit, um bei den Stadtzürchern eine dominante Rolle in der Offensive einnehmen zu können, doch es fehlt nach wie vor an der Konstanz. In 15 Partien gelangen ihm je zwei Tore und Assists, doch zum Ende der Hinrunde hin stand er zweimal nicht mehr im Spieltagskader. 

8. Bastien Toma (FC St.Gallen 1879) 

Der einst als Riesentalent gehandelte Walliser konnte bislang nicht den Karriereweg bestreiten, welchen man ihm zugetraut hätte. Beim FC St.Gallen will der mittlerweile 25-Jährige seiner Laufbahn neuen Schwung verleihen und er zeigt eine durchaus gute Saison für die Espen. Toma wird zumeist im offensiven Mittelfeld eingesetzt und von Trainer Enrico Maassen wurde er mehrheitlich in der Startelf eingesetzt. Das Vertrauen des Trainers zahlte er mit bislang fünf Scorerpunkten (ein Tor und vier Assists) zurück und man kann definitiv sagen, dass sich der Schweizer auf einem guten Weg befindet. 

7. Matteo Di Giusto (FC Winterthur)

Bei den Eulachstädtern dürfte man natürlich überhaupt nicht zufrieden mit der Hinrunde sein, schliesslich müssen die Winterthurer die Feiertage als Tabellenletzter in Angriff nehmen. Auf einen können sich die Winterthur aber seit mittlerweile zwei-ein-halb Jahren konstant verlassen. Matteo Di Giusto ist und bleibt der wichtigste Offensivspieler im Team des FC Winterthur, ist er doch auch in dieser Saison mit seinen fünf Toren der treffsicherste Winterthurer. Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des FCW. Natürlich ist auch dem 24-Jährigen bei weitem nicht alles geglückt in der Hinrunde, trotzdem ist bereits klar, dass es einen Matteo Di Giusto in Topform brauchen wird, wenn die Eulachstädter den Abstiegskampf überleben wollen. 

6. Filip Ugrinic (BSC Young Boys) 

Die Young Boys haben eine für ihre Verhältnisse katastrophale Hinrunde gespielt, wobei nicht alle im Team enttäuscht haben. Filip Ugrinic ist einer der wenigen Konstanten bei den Bernern und definitiv einer der so dringend benötigten Leader auf dem Platz. Der 25-Jährige geht immer mit vollem Einsatz als gutes Beispiel voran, ist Ugrinic dank seiner Laufstärke überall auf dem Platz anzutreffen. Der Schweizer Nati-Spieler verrichtet vor allem auch wertvolle Arbeit gegen den Ball und seine Wichtigkeit wird oftmals erst dann ersichtlich, wenn er mal nicht mittun kann. Steigerungsbedarf besitzt der Luzerner aber definitiv noch in Sachen Produktivität, sammelte er doch erst zwei Tore. Aus diesem Grund ist er in diesem Ranking auch nicht weiter vorne anzutreffen. 

5. Théo Berdayes (FC Sion)

Der vermutlich überraschendste Name in diesem Ranking spielt beim FC Sion und konnte erst in dieser Spielzeit so richtig auf sich aufmerksam machen. Théo Berdayes ist ein Walliser Eigengewächs und es scheint so, als würde die Spielzeit 2024/25 die grosse Durchbruchssaison des talentierten Schweizers sein. Für den bislang so überzeugenden Aufsteiger sammelte Théo Berdayes beachtliche sieben Scorerpunkte (zwei Tore und fünf Assists) aus 18 Spielen und je länger die Hinrunde dauerte, desto stärker wurde der Sion-Spieler. Vier Scorerpunkte (ein Tor und drei Assists) aus den letzten drei CSSL-Spielen des Jahres können sich mehr als sehen lassen, weswegen man in der Rückrunde ein besonderes Auge auf ihn haben sollte. 

4. Giotto Morandi (Grasshopper Club Zürich)

Der Grasshopper Club Zürich durchlebte eine sehr schwierige Hinrunde, wobei es nebst Goalie Justin Hammel vor allem eine grosse Konstante gab. Spielmacher Giotto Morandi entwickelte sich spätestens in dieser Saison zum wichtigsten und einflussreichsten Feldspieler bei den Hoppers. Der 25-Jährige hat bei gefühlt jeder Offensivaktion seine Füsse im Spiel und seinen sieben Scorerpunkten (vier Tore und drei Assists) war er an über 40% der GC-Saisontore in der Liga direkt beteiligt. Ohne Morandi würde die Lage für den Schweizer Meister noch prekärer aussehen, der ohne Zweifel zu den besten Spielmachern in der Super League gehört. 

3. Donat Rrudhani (FC Luzern)

Ob der BSC YB bereits bereut, Donat Rrudhani zur Konkurrenz verliehen zu haben? Der Kosovare spielte beim FC Luzern eine ganz starke Hinrunde, was alleine seine fünf Tore und drei Assists aus 16 Partien untermauern. Der 25-Jährige hat sich zu einem fixen Teil in der Luzerner Offensive gemausert und besonders in den letzten Partien vor der Winterpause brillieren können. Fünf Scorerpunkte aus den letzten vier Spielen (drei Tore und zwei Assists) zeigen, dass die kurze Pause für den Offensiv-Crack eigentlich zum falschen Zeitpunkt gekommen ist. Wenn er in der Rückrunde an seine jüngsten Leistungen anknüpfen kann, dürfte er die Zentralschweizer nicht nur in die Championship Group, sondern sogar ins internationale Geschäft führen. 

2. Alvyn Sanches (FC Lausanne-Sport)

Der FC Lausanne-Sport spielt eine überragende Rolle und ist derzeit ganz dick drin im Kampf um den Meistertitel. Der Aufschwung der Waadtländer ist ganz eng mit dem Namen von Alvyn Sanches verknüpft, spielt doch das Schweizer Juwel eine überragende Saison. Der 21-Jährige erzielte in den 18 Hinrundenspielen sechs Tore und damit so viele wie kein anderer zentraler Mittelfeldspieler. Dabei brilliert der Youngster mit besonders schönen Toren von ausserhalb des Strafraums, was er vor allem seinem Zauberfuss zu verdanken hat. Er erinnert in seiner Spielweise stark an Xherdan Shaqiri und er nimmt bei Lausanne eine ähnlich dominante Rolle ein wie Shaq in Basel. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Youngster, der einige Begehrlichkeiten weckt, auch in der Schweizer Nati auftrumpfen darf. 

1. Xherdan Shaqiri (FC Basel 1893) 

Der Jubel war in Basel riesig, als bekannt wurde, dass Shaqiri zurück nach Hause kommt. Es entfachte eine regelrechte "Shaq-Mania", waren seine Trikots innert kürzester Zeit vergriffen. In seinen ersten Spielen bekundete der 33-Jährige noch Mühe, was vor allem an mangelnder Spielpraxis und der Tatsache, dass er noch nicht in körperlicher Topform war, lag. Dann dreht der Ex-Nati-Star aber so richtig auf und in 14 Super-League-Partien glückten ihm satte 13 Scorerpunkte (fünf Tore und acht Assists). Damit ist der Schweizer Zauberzwerg der aktuelle Topscorer in der Super League. Auffallend ist vor allem seine Fähigkeit, seine Mitspieler mit Geniestreichen genial in Szene setzen zu können. 

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er sämtliche Scorerpunkte in nur sieben Partien sammelte, was bedeutet, dass er nur in der Hälfte seiner Super-League-Spiele auch scoren konnte. Dies änderet aber nichts an der Tatsache, dass Shaqiri unseres Erachtens nach die klare Nummer 1 in diesem Ranking ist. An der Klasse von Shaq gibt es keine Zweifel und er ist massgeblich dafür verantwortlich, dass die Bebbi endlich wieder vom Meistertitel träumen dürfen. Er ist eine absolute Bereicherung für die Super League und sein Wert geht sogar über das Fussballerische hinaus. 

Nachfolgend findet ihr alle anderen Rankings, die wir bereits gemacht haben:

Alvyn Sanches Bastien Toma Bledian Krasniqi BSC Young Boys Brack Super League Donat Rrudhani FC Basel 1893 FC Lausanne-Sport FC Lugano FC Luzern FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Winterthur FC Zürich Filip Ugrinic Fussball Giotto Morandi Grasshopper Club Zürich Matteo Di Giusto sport.ch Théo Berdayes Uran Bislimi Xherdan Shaqiri

2024-12-21 23:00:53