Die Teams aus der Super League können sich über einen markanten Anstieg der Marktwerte ihrer Spieler freuen. Innerhalb eines Jahres stieg der Gesamtmarktwert der Liga um 28,6 %. Wir schauen auf die Profiteure und weniger profitablen Vereine dieser Entwicklung.
Hinweis: Die Daten stammen von transfermarkt.ch und für die Analyse wurde der Stand der Marktwerte vom 15.11.23 mit dem 15.11.24 verglichen. Zur Erstellung der Liste wurden die Zahlen prozentual betrachtet.
Die einzige Mannschaft, die keinen Anstieg verzeichnen konnte, ist der Servette FC. Der Der 17-fache Schweizermeister besitzt einen Marktwert von 26,5 Millionen Euro, wovon alleine das Mittelfeld 12,7 Millionen aufweist. Die beiden teuersten Akteure bei den Genfer sind derzeit Timothé Cognat und Dereck Kutesa (beide über 3 Mio. Euro MW). Und trotz des Status Quo im Vergleich zum letzten Jahr, etablierte sich der Servette FC als Top-Team in der Super League. Derzeit stehen die Servettiens nach 14 Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz, lediglich einen Punkt hinter Leader FC Zürich.
Trotz den vielen jungen Nachwuchsspieler, die beim FC Luzern zum Zug kommen, hat sich der Marktwert des Teams so gut wie nicht verändert im Vergleich vor einem Jahr. Dies hängt natürlich auch damit zusammen, dass man wertvolle Spieler im Sommer verkauft hat, allen voran Mittelfeldtalent und Captain Ardon Jashari. Deswegen müssen die jetzigen Spieler in der Entwicklung erst mal noch auf das Marktwertniveau solcher Grössen herankommen. Der aktuelle Kader umfasst einen Marktwert von beinahe 30 Millionen Euro. Die teuersten Marktwerte besitzen die Nachwuchsspieler Pascal Loretz (5 Mio.), Lars Villiger (3 Mio.) und Luca Jaquez (2,5 Mio.).

Es ist der Kader mit dem höchsten Marktwert in der Super League, doch die Berner konnten sich mit dem mittlerweile 65,5 Millionen Euro teuren Kader nochmals steigern zum Vorjahr. Schon zum selben Zeitpunkt letztes Jahr kamen die Hauptstädter auf einen Marktwert von 58,3 Mio., mit welchem sie rund 25 Millionen mehr aufweisen konnten, als den zweitteuersten Kader des FC Basels. In absoluten Zahlen ausgedrückt macht es in der Liga natürlich einen grossen Unterschied, da sich der BSC auf einer anderen finanziellen Stufe befindet als die meisten Super-League-Teams, denn 7,2 Mio. Euro betrug nun der Anstieg.
In der Liga zeigten die Spieler mit hohem Marktwert, rund um Ugrinic, Meschack Elia und Joël Monteiro (zusammen über 18 Mio.), noch nicht, weshalb sie einer solchen Summe gerecht werden. YB befindet sich nach dem schwachen Saisonstart nur auf dem neunten Tabellenplatz, rollt das Feld aber langsam von hinten auf. Der BSC hat derzeit 16 Spieler in ihren Reihen, die einen Marktwert von über zwei Millionen Euro aufweisen, Ligabestwert.
Der FC St.Gallen hat im Vergleich zur Liga keine riesigen Schritte nach vorne gemacht. Die Entwicklung ist okay, aber mehr auch nicht. Auch bezüglich des Marktwertes des Teams von 26,8 Mio., befindet sich der FCSG im Mittelfeld. Bei den Espen sind es vor allem Willem Geubbels, Lukas Görtler und Christian Witzig, die einen markanten Teil des Marktwertes ausmachen.
Weswegen sich der FC Winterthur in der Liga so schwertut, erklärt meistens ein Blick auf die finanzielle Sphäre, in der sich der Verein befinden. Trotz Anstieg von fast 20 Prozent, kommt Winti nur auf einen Marktwert von 14,8 Millionen Euro. Es ist der niedrigste Wert der gesamten Liga, sogar Aufsteiger FC Sion kann einen teureren Kader vorweisen. Doch die sportliche Führung und der Coaching-Staff sind sich der Situation bewusst und lassen sich deswegen nicht runterkriegen.
38,8 Millionen Euro beträgt der Marktwert des FC Lugano derzeit, vor einem Jahr waren es noch deren 29,5 Millionen Euro. In absoluten Zahlen ausgedrückt ist es mit einem Anstieg von 9,3 Mio. der viertbeste Wert der Liga. Eine ordentliche Summe, die sich da draufgeschlagen hat im Tessin. Einen der grössten Anstiege im Team verzeichnete Innenverteidiger Albian Hajdari, welcher seinen Marktwert innerhalb eines Jahres von 1,6 Mio. auf rund vier Millionen Euro steigern konnte. Seine Leistungen widerspiegeln sich jedoch nicht nur im Marktwert, sondern wurden jüngst auch mit einem Nati-Aufgebot von Murat Yakin honoriert.

Die Grasshoppers können zwar prozentual einen starken Anstieg vorweisen, besitzen aber in absoluten Zahlen immer noch den drittniedrigsten Marktwert aller Teams mit 24,18 Mio. Euro. Der GCZ besitzt mit 33 Spielern im Kader zudem derzeit die grösste Mannschaft in der Super League. Die beiden teuersten Akteure des Rekordmeisters sind derzeit Mathieu Choinière und Justin Hammel.
Kantonsrivale FCZ kann stabile Zahlen vorweisen und befindet sich in der Marktwertentwicklung im Mittelfeld. Doch betrachtet man den Marktwert der Stadtzürcher, so überrascht es schon etwas, dass sie trotz des fünft-niedrigsten Wertes, mit lediglich 26 Millionen Euro, sich dermassen gut halten in der Liga halten und sogar die Tabelle als Leader anführen. Sollten die Zürcher tatsächlich Meister werden, so würden die Zahlen bestimmt noch deutlich in Höhe schnellen.
Das Podest verpasst der FC Basel nur knapp. Es dürfte ihm aber auch egal sein, denn der FCB besitzt den zweitteuersten Kader der gesamten Liga mit 47,10 Millionen Marktwert. Und die Entwicklung verlief super, denn im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Marktwert des FCB um 13,3 Millionen Euro steigern. Der zweitbeste Wert der Liga, welcher prozentual nicht so stark ins Gewicht fällt, da auch die Basler mit viel stärkeren finanziellen Möglichkeiten hantieren. Der Spieler mit dem höchsten Marktwert ist Bénie Traoré.
Auf dem dritten Platz landet der FC Lausanne-Sport, doch sie sind die heimlichen Gewinner. Denn mit einer Differenz von 14,5 Millionen Euro zum Vorjahr weisen sie in absoluten Zahlen den stärksten Anstieg vor. Die Arbeit in Lausanne scheint Formen anzunehmen und der Klub geht in die richtige Richtung. Mit dem viert-teuersten Kader der Liga konnten die Lausanner zuletzt vier der letzten fünf Spiele gewinnen. Der Spieler, der mit Abstand den höchsten Marktwert aufweist, ist Simone Pafundi, Leihspieler von Udinese Calcio mit 10 Millionen Euro. Danach kommt das 21-jährige Talent Alvyn Sanches mit 4 Mio. Euro Marktwert.

Der FC Sion hat zwar den zweit-niedrigsten Marktwert der Liga, konnte sich aber immerhin von 10,53 auf 18,05 Millionen Euro verbessern. Das entspricht einem Anstieg von 71,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dass der FC Sion nach seinem Aufstieg noch nicht mit den grossen Zahlen jonglieren kann, war absehbar. Die Entwicklung zeigt aber nach oben und das ist schon mal erfreulich für die Walliser. Mit Anton Miranchuk besitzen die Sittener einer der wertvollsten Spieler der Liga, der Mittelfeldspieler hat einen Marktwert von sechs Millionen Euro.
Auf dem ersten Platz mit der höchsten prozentualen Marktwertsteigerung ist der Yverdon Sport FC mit sagenhaften 82,9 Prozent mehr als noch in der vergangenen Saison zum gleichen Zeitpunkt. In absoluten Zahlen ausgedrückt hat der Kader von Yverdon 11,6 Millionen Differenz zum Vorjahr. Der YS kam von einem Marktwert am 15.11.23 von 14 Millionen auf einen Marktwert am 15.11.24 von 25,6 Millionen Euro!
Alleine die wertvollste Startelf von Yverdon kommt auf einen Marktwert von 18,3 Millionen, wobei Mittelfeldspieler Mateusz Legowski und Verteidiger Dexter Lembikisa mit je drei Millionen die höchsten Marktwerte aufweisen.

Betrachtet man den Gesamtwert aller Vereine, so kann man einen sehr positiven Anstieg in der Super League bei praktisch allen Teams feststellen. Denn im Totalen gab es innerhalb eines Jahres einen Marktwertanstieg von 294,68 Millionen auf 378,93 Millionen Euro, das entspricht einem prozentualen Anteil von starken 28,6 Prozent. Also unglaubliche 84,25 Millionen Euro konnten die Vereine an Marktwert zulegen. Eine erfreuliche Bilanz für unsere heimische Liga.
Albian Hajdari Alvyn Sanches Ardon Jashari Bénie Adama Traoré BSC Young Boys Christian Witzig Brack Super League Cyrill Brandenberg Dereck Kutesa Dexter Lembikisa FC Basel 1893 FC Lausanne-Sport FC Lugano FC Luzern FC Sion FC St.Gallen 1879 FC Winterthur FC Zürich Filip Ugrinic Fussball Grasshopper Club Zürich Joël Monteiro Justin Hammel Lars Villiger Luca Jaquez Lukas Görtler Mateusz Legowski Mathieu Choinière Meschack Elia Pascal Loretz Servette FC Simone Pafundi Timothé Cognat Willem Geubbels Yverdon Sport FC