Zehn Spieltage sind in der CSSL-Saison 2024/25 bereits wieder absolviert, weswegen ein guter Zeitpunkt gekommen ist, um den unserer Meinung nach bislang formstärksten Spieler pro Super-League-Team zu küren.
Bei den Eulachstädtern will es in dieser Saison noch nicht so richtig rund laufen, ziert man doch das Tabellenende. Die Schlüsselspieler präsentieren sich noch nicht in der erhofften Form, dafür weiss ein Youngster seit seiner Ankunft zu gefallen. Labinot Bajrami erzielte in vier Super-League-Partien immerhin zwei Tore, womit er hinter Matteo Di Giusto bereits der zweitbeste Torschütze im Team ist. Mit gerade einmal 19 Jahren ist er bereits Stammstürmer beim FC Winterthur, weswegen sich für ihn sein Wechsel vom FCZ zum Kantonsrivalen bereits bezahlt gemacht hat, auch wenn sein Ende bei den Stadtzürchern nicht allzu schön gewesen ist.
Der Schweizer Rekordmeister kommt in der Liga nicht so richtig vom Fleck, muss man derzeit schon wieder gegen den Abstieg kämpfen. Dabei haben sie mit Giotto Morandi einen bislang sehr überzeugenden Spielgestalter, der die GC-Offensive definitiv belebt. So steuerte der 25-Jährige in zehn Partien fünf Scorerpunkte (drei Tore und zwei Assists) bei und er ist der Denker und Lenker im Spiel der Hoppers. Sein Vertrag läuft nach der Saison aus und wenn er so weiterspielt, wird es für GC wohl schwer sein, ihn halten zu können.
Der amtierende Schweizer Meister hinkt den Erwartungen in der Liga meilenweit hinterher, wobei aber nicht alle Spieler komplett enttäuscht haben. Filip Ugrinic war noch einer der wenigen YB-Cracks, der stets seine Leistung gezeigt hat. Der 25-Jährige ist im YB-Spiel noch derjenige, von welchem der grösste Elan ausgeht. Ein Tor aus zehn Partien sind zwar auch für ihn eine beschauliche Quote, trotzdem kann man ihn als formstärksten Spieler bei den Young Boys bezeichnen.
Die Waadtländer konnten sich zuletzt merklich steigern und dies liegt insbesondere auch an Alvyn Sanches. Der Schweizer U21-Nati-Spieler war vor allem in den letzten fünf Spielen die grosse Figur im Team von Ludovic Magnin, gelangen ihm in jener Zeit doch seine fünf Scorerpunkte (vier Tore und ein Assist). Der 21-Jährige dürfte eher früher oder später in einer Topliga landen, besitzt der zentrale Mittelfeldspieler doch alle Anlagen, die es für eine grosse Karriere braucht.
Vor der Saison sagten viele Experten voraus, dass Yverdon der Abstiegskandidat Nummer 1 ist. Die Westschweizer holen jedoch regelmässig ihre Punkte, präsentiert man sich vor allem sehr heimstark. Mittelfeldstratege Boris Céspedes spielt bislang eine besonders überzeugende Rolle, hat der 29-Jährige in dieser Saison doch das Toreschiessen für sich entdeckt. Mit bereits vier Treffern ist der zentrale Mittelfeldspieler der beste Goalgetter seines Teams und massgeblich daran beteiligt, dass Yverdon seit drei Partien ungeschlagen ist.
Der Aufsteiger ist zwar sehr stark in die Saison gestartet, doch zuletzt lief es den Wallisern nicht mehr nach Wunsch. Seit sechs Partien wartet man auf einen Sieg, doch auffallend ist, wie stark die Defensive des Teams von Didier Tholot ist. Abwehrboss Joël Schmied hält den Laden oftmals zusammen, ist er mit ein Hauptgrund dafür, dass der FC Sion erst elf Gegentore aus zehn Partien schlucken musste. Der 26-Jährige gehört zu den zweikampfstärksten Spielern der Liga und bei Standards ist er auch offensiv eine Waffe.
Die Espen sind und bleiben eine Wundertüte der Super League, weiss man nie so recht, was man bekommt. Konstant gute Leistungen zeigt dafür Willem Geubbels, der mit sechs Scorerpunkten (vier Tore und zwei Assists) der Topscorer seiner Mannschaft ist. Der Stürmer zeigt in dieser Saison, wieso Monaco einst 20 Mio. Euro für ihn auf den Tisch geblättert hat. Sein Vertrag läuft nach der Saison aus und derzeit scheint es schwer vorstellbar, dass die Ostschweizer den 23-jährigen Franzosen halten können.
Die Bebbi konnten zuletzt viel Mumm tanken und zwei Siege in Serie feiern. Auffallend ist vor allem die starke Defensivleistung der Basler, hat man doch mit zehn Gegentoren die wenigsten Treffer aller Super-League-Mannschaften kassiert. Grossen Anteil daran hat Goalie Marwin Hitz, der bislang eine sehr gute Saison zeigt. In zehn Einsätzen blieb er gleich viermal ohne Gegentor und er präsentiert sich als sicherer Rückhalt bei den Baslern. In dieser Form ist er für die Bebbi Gold wert; wird sogar der auslaufende Vertrag des 37-Jährigen verlängert?
Die Tessiner sind sicherlich einer der heisseren Anwärter auf den Meistertitel, auch wenn es zuletzt in Yverdon einen Rückschlag gab. Schlüsselspieler Renato Steffen präsentiert sich bereits wieder in einer starken Verfassung, glückten dem Nati-Crack doch sechs Scorerpunkte (je drei Tore und Assists) aus ebenso vielen Partien. Auch abgesehen von seiner Produktivität laufen praktisch alle gefährlichen Aktionen über den 32-Jährigen. Falls die Bianconeri tatsächlich eine Chance auf den Meistertitel haben wollen, braucht es bis Saisonende einen überragenden Steffen.

Die Zentralschweizer mussten zuletzt in Bern zwar einen Dämpfer einstecken, doch abgesehen davon hat das Team von Mario Frick einen wirklich starken Saisonstart auf den Rasen gezaubert. Besonders überzeugend sind die bisherigen Auftritte von Neuzugang Andrejs Ciganiks. Der Lette beackert die linke Abwehrseite und es kann bereits jetzt konstatiert werden, dass er eine Bereicherung für den FC Luzern ist. Seine vier Scorerpunkte (ein Tor und drei Assists) aus zehn Spielen können sich für einen Defensivspieler mehr als sehen lassen. Sportchef Remo Meyer scheint mit ihm einen guten Fang getätigt zu haben.
Die Genfer sind nebst Lugano ein weiterer heisser Kandidat auf den Meistertitel, schliesslich kann sich das Team von Thomas Häberli voll und ganz auf die Super League fokussieren. Dereck Kutesa läuft es in dieser Saison bislang besonders gut, glückten dem 26-Jährigen schon sechs Tore in den ersten zehn Partien. Damit ist der Flügelläufer der bislang beste Goalgetter der Super League. Der Schweizer scheint momentan besonders viel Spass am Fussballspielen zu haben, sprüht er doch vor Spielfreude. Läuft es ihm auch weiterhin so gut, muss man die Genfer definitiv auf der Rechnung haben.
Der FCZ grüsst momentan von der Tabellenspitze, was den Stadtzürchern vor der Saison wohl nur die wenigsten zugetraut hätten. Neuzugang Juan José Perea scheint sich als grossen Glücksgriff zu entpuppen, ist der Kolumbianer doch ein richtiger Büffel im FCZ-Sturm. Der 24-Jährige besitzt eine hohe Wasserverdrängung und mit seiner körperlichen Robustheit ist er nur sehr schwer vom Ball zu trennen. Dazu weiss er auch, wo das Tor steht, wie seine fünf Tore (plus ein Assist) aus zehn Partien zeigen. Er hat definitiv die Klasse, den FCZ mit seinen Treffern an der Tabellenspitze halten zu können und die Zürcher denken sicher bereits daran, die Kaufoption für ihn zu ziehen.
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