Die jungen Spieler der Super League stehen immer wieder besonders im Fokus. Auch wir rücken heute die Talente der Liga ins Rampenlicht. Nachfolgend haben wir eine Top-Elf zusammengestellt, mit dem möglichst hohen Marktwert. Als Einschränkung wurden nur U21-Spieler, sprich Akteure ab dem Jahrgang 2003, berücksichtigt.
Im Tor steht mit Pascal Loretz der Stammkeeper des FC Luzern. 64 Einsätze hat der 21-Jährige für die Zentralschweizer schon absolviert. Sein Marktwert ist im September nochmals um eine halbe Million Euro nach oben angepasst worden. Dereinst dürfte der Schweizer U21-Nationalkeeper dem FC Luzern eine satte Ablösesumme in die Kassen spülen. In der Zentralschweiz besitzt Loretz, der in Luzern geboren ist, noch einen Vertrag bis 2027. Auch in der A-Nationalmannschaft hat man den Youngster bereits auf dem Radar, im Rahmen der EM-Vorbereitung war Loretz anfänglich Teil des Zusammenzugs. In der aktuellen Saison muss sich der Youngster etwas darum bemühen, nicht bald ein Spiel zu verpassen. Loretz hat sich in dieser Saison schon drei Verwarnungen eingebrockt, wodurch ihm nun eine Gelbsperre droht.
In der letzten Saison noch als Leihspieler beim FC St.Gallen engagiert, hat Mattia Zanotti in diesem Sommer definitiv in die Super League gewechselt. Der FC Lugano hat kolportierte 2.5 Millionen Euro nach Mailand überwiesen, um den rechten Abwehrspieler definitiv zu übernehmen. Ob er im Tessin seinen Marktwert noch weiter ansteigen lassen kann, muss sich erst noch zeigen. In der Ostschweiz schaffte er es, den Wert gleich auf die heutigen vier Millionen Euro zu verfünffachen. Mit seiner Dynamik kann er sowohl im Angriffsspiel als auch bei der Abwehrarbeit eine Schlüsselrolle übernehmen. Der italienische U21-Nationalspieler hat sich bis 2028 an den FC Lugano gebunden.
Ebenfalls seit dem Sommer 2023 spielt Finn van Breemen in der Super League. Ausgebildet wurde der niederländische Innenverteidiger beim ADO Den Haag. Der FC Basel musste eine Million Euro für die Transferrechte ausgeben, für einen Spieler, der damals auf 300'000 Euro geschätzt wurde. Diese Investition hat sich definitiv gelohnt. Van Bremens Marktwert ist auf 4.5 Millionen Euro angestiegen, in Basel besitzt er zudem noch einen Vertrag bis 2027 mit Option auf eine Verlängerung. Schon in diesem Sommer war Udinese an ihm interessiert, die Aufmerksamkeit von Clubs aus Top-Ligen dürfte weiter zunehmen. Aktuell steht van Breemen FCB-Coach Fabio Celestini aufgrund einer Verletzung allerdings nicht zur Verfügung.
Neben van Breemen steht ein Schweizer in der Innenverteidigung dieser Top-Elf. Gerne hätte Albian Hajdari in diesem Sommer die Super League schon in Richtung Ausland verlassen, am Ende ist es nicht zu einem Transfer gekommen. So fungiert der einstige FCB-Junior zumindest für ein weiteres halbes Jahr als Stammspieler in der Abwehr des FC Lugano. Ins Tessin ist der Abwehrspieler nur über Umwege gelangt, aus der U18 des FC Basel wechselte er 2020 in den Nachwuchs von Juventus Turin. 2022 landete er per Leihe erstmals in Lugano, im April 2023 übernahmen die Tessiner den U21-Nationalspieler dann definitiv. Mit starken Leistungen drängt er sich definitiv für einen Wechsel in eine Top-Liga auf. Mit Lugano kann er neben den nationalen Wettbewerben auch die internationale Bühne als Schaufenster nutzen.
Die Abwehr wird durch einen dritten Spieler des FC Lugano komplettiert. Der portugiesische Youngster Martim Marques übernimmt die linke Abwehrseite. Aus der zweiten Mannschaft von Sporting Lissabon stiess Marques im Sommer 2023 bei den Bianconeri dazu. Gleich schon in seiner ersten Saison sammelte er auch in internationalen Spielen Erfahrung. Zwischen dem November 2023 und dem Februar dieses Jahres verpasste er praktisch alle Spiele aufgrund von Verletzungen. Zum Beginn der neuen Spielzeit behauptete er sich gegen Milton Valenzuela als Stammspieler auf der linken Abwehrseite der Mannschaft von Mattia Croci-Torti. Auch Marques besitzt noch einen langfristigen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27. Alleine schon die Abwehr dürfte den Tessinern dereinst viel Geld in die Kassen spülen.
Mit dem Wechsel ins Mittelfeld, wir haben uns übrigens für die taktische Formation "4-2-3-1" entschieden, geht es zurück zum FC Basel. Leon Avdullahu gehört zu einem der Aufsteiger der letzten Monate. Der Youngster verdrängt beim FCB die namhafte Konkurrenz auf die Bank. Avdullahu fand über den FC Gerlafingen und den FC Solothurn den Weg nach Basel, wo er diverse Juniorenstufen durchlaufen hat. Bei den Profis knackte der erst 20-jährige Mittelfeldspieler kürzlich die Marke von 40 Pflichtspieleinsätzen. Nach Marques ist Avdullahu der zweite Akteur mit dem Jahrgang 2004, der es bereits jetzt in diese Top-Elf geschafft hat. Der Schweizer U21-Nationalspieler hat im Januar seinen Vertrag langfristig bis 2028 verlängert.
An die Seite gestellt erhält Leon Avdullahu ein weiteres Schweizer Mittelfeld-Talent. Alvyn Sanches stammt aus der Jugend des FC Lausanne-Sport, bei dem er schon im Mai 2021 sein Profidebüt feierte. Sanches steht nach dem Einsatz gegen den FC Winterthur an diesem Sonntag schon bei 96 Profispielen für die Waadtländer, er wird also voraussichtlich bereits im November die Marke von 100 Einsätzen erreichen. Da sein Vertrag nur noch bis 2026 läuft, ist damit zu rechnen, dass ihm Lausanne-Sport wohl schon im Winter keine Steine in den Weg legen wird, wenn er dann seinen nächsten Karriereschritt anstreben würde. Was Sanches besonders auszeichnet, ist seine Polyvalenz. Vorzugsweise spielt er als zentraler oder offensiver Mittelfeldspieler, kann aber auch auf der rechten Aussenbahn oder gar im Sturmzentrum eingesetzt werden.
Die rechte Aussenbahn gehört dann einem Spieler, der erst in diesem Sommer in die Super League gewechselt hat. Der FC Basel gewann auf dem Transfermarkt das Tauziehen um den kroatischen Rechtsaussen. Marin Soticek stiess für eine Ablösesumme von drei Millionen Euro zum FCB. Im September-Update der Marktwerte hat Transfermarkt in seinem Fall entsprechend der überwiesenen Ablösesumme nachgebessert und eine Million Euro auf den Marktwert draufgepackt. In Basel hat der vom NK Lokotiva Zagreb verpflichtete Flügelspieler einen Vierjahresvertrag unterzeichnet. Gegen den Servette FC gelang Soticek sein Tor-Debüt in Rot-Blau. Der 20-jährige Flügelspieler dürfte künftig noch für einigen Wirbel beim FCB sorgen. Noch wartet er auf seine erste Partie in der Startformation, wurde er von Fabio Celestini bislang ausschliesslich als Joker eingesetzt.
Nicht fehlen darf in dieser Auflistung natürlich der wertvollste Spieler der gesamten Super League. Simone Pafundi wurde am 14. März 2006 geboren, also erst 18 Jahre alt. Nichtsdestotrotz hat der technisch versierte offensive Mittelfeldspieler bereits im November 2022 für die A-Auswahl der Squadra Azzurra debütiert. Ausgebildet bei Udinese Calcio versucht Pafundi, die durch dieses frühe erste Länderspiel, massiv gesteigerten Erwartungen zu erfüllen. Die Leihe zum FC Lausanne-Sport soll ihm viel Spielpraxis ermöglichen. Der Saisonstart 2024/25 war für ihn schwierig, erst war er noch mit Italiens U19-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft engagiert, danach fehlte er wegen einer Knöchelverletzung. Pafundis Marktwert ist im Waadtland nochmals gestiegen. Der FC Lausanne-Sport besitzt eine Kaufoption für den italienischen Rohdiamanten, ob diese gezogen wird, stellt sich dann in der Winterpause heraus.
Auch der Schweizer Meister ist in dieser Top-Elf vertreten, das aber nur mit einem Spieler, der aktuell nicht den Young Boys gehört. Per Leihe mit einer entsprechenden Kaufoption haben die Berner in diesem Sommer den Linksaussen Alana Virginius aus Lille in die Schweiz gelotst. Der 21-jährige Franzose bringt schon 31 Einsätze aus der Ligue 1 als Erfahrungsschatz mit. Mit seinem Tor im Rückspiel der Playoffs zur UEFA Champions League gegen Galatasaray Istanbul hat der schnelle Offensivspieler den Young Boys den Sieg in der Türkei gesichert. In der Super League wartet Virginius noch auf seinen ersten Treffer, dafür stehen schon vier Tore im Cup zu Buche. Im ersten Spiel unter Interimstrainer Joël Magnin sass der 21-Jährige allerdings die kompletten 90 Minuten auf der Bank.
Komplettiert wird diese Top-Elf durch FCL-Stürmer Lars Villiger. 64 Spiele hat das Eigengewächs für die Leuchtenstädter bereits absolviert, dabei sind 13 Tore und acht Assists zusammengekommen. Seine fussballerisch ersten Schritte machte der Schweizer U-Nationalspieler beim FC Sins, danach fand er über Zug und Kriens zum FC Luzern. Im September gehörte Villiger zu den grossen Marktwert-Gewinnern, er konnte die zuvor geschätzten 1.5 Millionen Euro gleich verdoppeln. Mit Thibault Klidjé und Adrian Grbic ist die Konkurrenz im FCL-Sturm grösser, als sie beispielsweise letzte Saison war. Trainer Mario Frick ist aber ein bekennender Förderer des eigenen Nachwuchses. Damit bringt diese Top-Elf der U21-Spieler der Super League einen Gesamtmarktwert von 47.5 Millionen Euro mit und toppt damit gar den Kader-Marktwert des FC Basel mit 47.1 Millionen Euro, einzig der Meister BSC Young Boys übertrifft diese Marke.
Da mehrere Spieler mit einem Marktwert von drei Millionen Euro den Auswahlkriterien entsprochen haben, mussten wir uns entsprechend der Formation entscheiden. Marin Soticek und Lars Villiger könnten auch mit folgenden Alternativen ersetzt werden.
Alan Virginius Albian Hajdari Alvyn Sanches BSC Young Boys Brack Super League Dexter Lembikisa FC Basel 1893 FC Lausanne-Sport FC Lugano FC Luzern Finn van Breemen Fussball Jonas Adjei Adjetey Lars Villiger Leon Avdullahu Marin Soticek Martim Marques Mateusz Legowski Mattia Zanotti Pascal Loretz Raphael Dort Simone Pafundi Yverdon Sport FC