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Russischer Star attackiert Norweger

„Entfernt sie für fünf Jahre, und wir werden sehen, was passiert“

Langläufer Alexander Bolschunow hat sich erneut scharf zum Startverbot russischer Athleten bei Veranstaltungen des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS) geäussert.

Laut dem dreifachen Olympiasieger spielen skandinavische Länder, allen voran Norwegen, eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Sanktionen. Er ist der Meinung, dass Norwegen seine dominante Position im Langlauf behalten möchte.

Obwohl russische Athleten unter bestimmten Bedingungen wieder an Olympischen Spielen teilnehmen dürfen, hat die FIS ihre Haltung nicht geändert und das Startverbot bei ihren Veranstaltungen bleibt bestehen. Dieser unterschiedliche Ansatz ist für den russischen Sportler unverständlich.

In einem Interview mit der Zeitung Komsomolskaja Prawda deutete er an, dass vor allem die nordischen Länder hinter der aktuellen Situation stecken. „Sie werden bis zum Ende kämpfen, um die Russen vom Spiel fernzuhalten“, erklärte der erfolgreichste russische Langläufer.

Bolschunow deutete gleichzeitig an, dass die Erfolge der Norweger in den letzten Saisons seiner Meinung nach auch mit der Abwesenheit russischer Skifahrer auf der internationalen Bühne zusammenhängen: „Gäbe es keine Norweger, wer wäre dann an der Spitze? Natürlich wir.“

Noch weiter ging er bei der Bewertung einer möglichen Rückkehr der Russen in den Weltcup. „Lasst uns rein, entfernt Norwegen für fünf Jahre und wir werden sehen, was passiert“, fuhr er mit seinen kontroversen Äusserungen fort.

Bolschunow sprach auch die Entscheidungen der Sportbehörden an. Er erinnerte daran, dass Anfang Juli die Nachricht über die Möglichkeit der Teilnahme russischer Athleten an den Olympischen Spielen, unabhängig von ihren politischen Ansichten, für kritische Reaktionen in mehreren Ländern sorgte. Seiner Meinung nach respektiert die FIS die Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) jedoch nicht: „Die FIS interessiert sich nicht im Geringsten dafür, was das IOC sagt. Das ist ziemlich dumm, denn es handelt sich um relevante Empfehlungen.“

Abschliessend fügte er hinzu, dass seiner Meinung nach vor allem die skandinavischen Verbände hinter dem anhaltenden Verbot stehen. „Ich möchte niemandem die Schuld geben, aber wir haben festgestellt, dass einige skandinavische Länder sich dagegen wehren“, schloss er verärgert.

Alexander Bolschunow ging in seinen Äusserungen nicht auf den schwerwiegenden Grund ein, warum russische Sportler von den meisten internationalen Wettbewerben ausgeschlossen wurden, nämlich die russische Invasion in der Ukraine. Gleichzeitig gab er zu, dass er in naher Zukunft keine Änderung der Haltung der FIS erwartet.

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2026-07-30 20:20:53