Nach mehreren von Verletzungen geprägten Jahren konnte Nina Ortlieb erstmals wieder eine komplette Vorbereitung in Südamerika absolvieren. Die ÖSV-Läuferin zeigt sich mit dem Trainingslager in Argentinien und Chile sehr zufrieden – insbesondere die neue Ausrichtung im Riesenslalom soll ihr auch im Super-G helfen.
Für Nina Ortlieb verlief die Vorbereitung auf den kommenden Ski-Winter bislang nach Wunsch. Die 30-Jährige konnte erstmals seit mehreren Jahren wieder ohne grössere gesundheitliche Rückschläge an einem Trainingslager in Südamerika teilnehmen und nutzte die Wochen in Argentinien und Chile intensiv.
«Wir haben an beiden Orten wirklich viel Glück gehabt und sehr tolle Bedingungen vorgefunden», erklärte Ortlieb in einem von Ski Austria veröffentlichten Interview. Nach den zahlreichen Verletzungen der vergangenen Jahre ist allein die Tatsache, wieder eine komplette Vorbereitung absolvieren zu können, für die ÖSV-Athletin ein wichtiger Schritt.
Neu trainiert Ortlieb in der von Martin Sprenger betreuten WC3-Gruppe, zu der unter anderem auch Julia Scheib gehört. Dadurch verschob sich ihr Trainingsschwerpunkt in diesem Sommer deutlich.
«Da ich jetzt in der Riesentorlauf- und Speed-Gruppe bin, haben wir in den ersten zwei Wochen einen reinen Schwerpunkt auf das Riesentorlauf-Training gelegt», so Ortlieb. Diese Umstellung habe ihr gutgetan: «Ich glaube, das war vor allem für mein Skifahren sehr gut. Wir haben für mich einen super Weg gefunden.»
Vor allem im Super-G erhofft sich die Abfahrts-Vizeweltmeisterin von 2023 dadurch Fortschritte. In dieser Disziplin waren ihre Resultate zuletzt nicht immer so ausgefallen, wie sie es sich gewünscht hatte.
Die verbleibenden Tage in Südamerika will Ortlieb nun auch dafür nutzen, noch verschiedene Materialvarianten auszuprobieren. Auf den heimischen Gletschern seien die Möglichkeiten für Speedtraining voraussichtlich begrenzter.
Deshalb möchte sie vor der Rückkehr nach Europa noch «das eine oder andere» testen. Nach einer schwierigen Zeit mit zahlreichen Verletzungen geht Ortlieb damit mit einem deutlich positiveren Gefühl in die letzten Wochen der Vorbereitung.
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