Marco Schwarz hat sich noch nicht endgültig vom Slalom verabschiedet. Im Trainingslager in Chile absolviert der Österreicher derzeit das komplette Programm und trainiert weiterhin alle Disziplinen. Sein Schwerpunkt liegt aber klar auf Riesenslalom und Super-G.
Vor der Abreise nach Chile hatte Marco Schwarz angekündigt, dass im Trainingslager eine wichtige Entscheidung fallen könnte. Der 31-Jährige wollte dort noch einmal testen, ob der Slalom auch in der kommenden Saison Teil seines Rennprogramms bleibt. Nach den ersten Tagen in Südamerika ist klar: Ganz losgelassen hat ihn die technisch anspruchsvollste Disziplin noch nicht.
Schwarz trainiert in Chile weiterhin das volle Spektrum. Von Slalom bis Abfahrt steht derzeit alles auf dem Programm. Besonders zufrieden zeigt sich der Kärntner mit den Bedingungen vor Ort. Die erste Trainingswoche sei nach Wunsch verlaufen und habe eine gute Basis geschaffen, um nun gezielt an der Technik zu arbeiten.
Auch wenn der Slalom weiterhin Teil des Trainings ist, hat Schwarz seine Prioritäten bereits deutlich gesetzt. Der Fokus liegt vor allem auf Riesenslalom und Super-G sowie auf der technischen Basis für sämtliche Disziplinen.
Das passt zu seiner Entwicklung der vergangenen Saison. Während Schwarz im Slalom nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen konnte, gelangen ihm in den anderen Disziplinen grosse Resultate. Im Riesenslalom von Alta Badia feierte er einen Weltcupsieg, wenig später gewann er in Livigno erstmals auch einen Super-G.
Im Slalom blieb dagegen ein achter Platz in Val d'Isère sein bestes Weltcup-Ergebnis des vergangenen Winters. Dabei gehörte Schwarz in dieser Disziplin einst zur absoluten Weltspitze. In der Saison 2020/21 gewann er sogar die kleine Kristallkugel.
Bereits im Sommer hatte Schwarz erklärt, dass eine mögliche Abkehr vom Slalom in seinen Überlegungen weit fortgeschritten sei. Eine endgültige Entscheidung wollte er aber erst nach weiteren Trainings auf Schnee treffen.
Diese Entscheidung steht offenbar weiterhin aus. Dass der Slalom in Chile noch immer regelmässig auf dem Trainingsplan steht, zeigt zumindest, dass Schwarz die Tür noch nicht vollständig geschlossen hat.
Für den kommenden Winter dürfte unabhängig davon klar sein, wo seine grössten sportlichen Ziele liegen. Vor allem im Riesenslalom und Super-G will Schwarz konstanter werden und sich für die Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana in Stellung bringen.
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