Speziell in der Kombination sorgte Walter Tresch in den 70er-Jahren immer wieder für Schweizer Top-Resultate im Weltcup. Am Wochenende ist der Urner nach längerer Krankheit friedlich für immer eingeschlafen.
Im Januar 1971 machte Walter Tresch ein erstes Mal im Weltcup so richtig auf sich aufmerksam. Mit der hohen Startnummer 39 gewann er die Abfahrt von St. Moritz. Mit dem Sieg bei der ins Wallis verlegten "Lauberhorn-Abfahrt" sorgte Tresch für eine hervorragende Anekdote. Die Journalisten waren bei seinem Start bereits auf dem Heimweg, gleiches galt für die Fotografen, die zuvor den vermeintlichen Tagessieger Bernhard Russi abgelichtet hatten. Als sie im Auto von der sportlichen Wende vernahmen, kehrten die Fotografen zurück. Tresch fuhr aus diesem Anlass abermals über den Zielsprung, damit die Medien dennoch ihr Siegerbild im Kasten hatten.
Neben diesem überraschenden Triumph in St. Moritz gewann der Zentralschweizer drei Kombinationsrennen, darunter jenes auf der Kitzbüheler Streif 1976 und ein Jahr später am Lauberhorn in Wengen. Der grösste Erfolg war allerdings der Gewinn von WM-Silber in Sapporo 1972, auch dieser Erfolg gelang ihm in der Kombination. Zudem gewann er im Winter 1975/76 die Disziplinenwertung der Kombination.
Am Dienstag vermeldete die Urner Zeitung nach Informationen der Familie, dass Walter Tresch am 29. August im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen sei. Der vierfache Weltcupsieger litt davor schon längere Zeit an einer Krankheit.
Raphael Dort Ski Alpin Swiss-Ski Walter Tresch welovesnow.ch