Mit Lara Gut-Behrami verliert Swiss-Ski eine seiner grössten Persönlichkeiten. Alpin-Direktor Hans Flatscher spricht von einer "prägenden Person" und räumt ein, dass der Verband auf den Rücktritt nicht vorbereitet gewesen sei.
Der Rücktritt von Lara Gut-Behrami kam auch für Swiss-Ski überraschend. Alpin-Direktor Hans Flatscher erklärte gegenüber SRF, man habe gehofft, dass die Tessinerin zumindest nochmals auf den Schnee zurückkehren und erst danach über ihre Zukunft entscheiden würde.
Gut-Behrami informierte Flatscher erst am Mittwochnachmittag über ihren Entscheid, die Karriere zu beenden. "Wir waren nicht gerade auf den Rücktritt vorbereitet", sagte der langjährige Frauen-Cheftrainer. Für ihn habe sich der Schritt nicht abgezeichnet, da die 35-Jährige in den vergangenen Wochen intensiv an der Vorbereitung auf die neue Weltcupsaison gearbeitet habe. "Sie hat das nicht schon seit Wochen geplant, aber die Gedanken werden bei ihr gereift sein", so Flatscher weiter. Ein Rücktritt sei letztlich "eine sehr persönliche Sache".
Gleichzeitig würdigte der Alpin-Direktor die "gewaltige Karriere" der 48-fachen Weltcupsiegerin. Mit ihrem Abschied verliere Swiss-Ski nicht nur eine absolute Leistungsträgerin, sondern der internationale Skirennsport verliere "eine prägende Person".
Flatscher rechnet vorerst nicht damit, dass Gut-Behrami dem Skisport in einer neuen Funktion erhalten bleibt. "Ich glaube, sie hat jetzt private Pläne", sagte er. Sollte sie später wieder eine Aufgabe im Skisport übernehmen wollen, werde sie bei Swiss-Ski "mit offenen Armen empfangen".
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