Vor zwei Monaten schien Peter Fill beim italienischen Skiverband ausgemustert worden zu sein. Nun ist der frühere Abfahrtsstar überraschend doch wieder Teil des Trainerstabs - und übernimmt erstmals die Speedfahrer.
Ende Mai sorgte eine Personalie im italienischen Skiverband FISI für Verwunderung: Als die Kaderlisten für die Saison 2026/27 veröffentlicht wurden, fehlte der Name von Peter Fill. Der ehemalige Weltklasse-Abfahrer war in den vergangenen Jahren als Trainer tätig und hatte nach eigenen Angaben bereits konkrete Gespräche über seine künftige Rolle geführt. Darüber berichtet sportnews.bz.
Nun hat sich die Situation komplett gedreht. Beim Start der ersten Trainingslager der italienischen Nationalmannschaft war Fill plötzlich wieder mit dabei. "Wie schon damals gesagt: Ich wusste nicht, warum ich nicht mehr als Trainer im Nationalteam gelistet war. Wir hatten eigentlich alles ausgemacht", erklärte der 43-Jährige gegenüber sportnews.bz. Offenbar hätten sich mehrere Kollegen dafür eingesetzt, dass er im Trainerstab bleibt.
Besonders bemerkenswert: Fill arbeitet künftig erstmals mit den Abfahrern. Bislang war er vor allem im Technikbereich tätig. "Eine grosse Umstellung ist es für mich nicht. Die meisten Athleten kenne ich schon, mit einigen bin ich sogar noch Rennen gefahren", sagte der zweifache Gewinner der Abfahrtswertung.
Im Team betreut Fill unter anderem Christof Innerhofer, Mattia Casse und Florian Schieder. Ein zentraler Punkt sei nun der Aufbau von Vertrauen. "Ein Abfahrer muss dem Trainer blind vertrauen können", betonte der Südtiroler.
Nicht nur Fill kehrt zurück. Auch Patrick Staudacher, Super-G-Weltmeister von 2007, wird ab Oktober wieder Teil des Abfahrtsteams sein. Damit endet die wochenlange Unsicherheit um zwei prominente Trainerpersonalien beim italienischen Verband mit einer überraschenden Kehrtwende.
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