Hinter Priska Ming-Nufer liegt ein ausserordentlich harter Winter. Nach sportlichen Enttäuschungen, einer Knieverletzung und dem Verlust ihres Kaderstatus bei Swiss-Ski steht die 34-Jährige vor der wohl grössten Herausforderung ihrer Karriere. Aufgeben kommt für die Obwaldnerin jedoch nicht infrage.
Der vergangene Winter verlief für Priska Ming-Nufer alles andere als nach Wunsch. In der gesamten Weltcup-Saison fuhr die Speed-Spezialistin lediglich vier Mal in die Top 30, wobei der 23. Platz in der Abfahrt von St. Moritz bereits das Höchste der Gefühle darstellte. Zu allem Überfluss verabschiedete sich die Schweizerin auch noch vorzeitig in die Verletzungspause: Anfang März erlitt sie einen Teilabriss des Aussenmeniskus, was eine Operation und das vorzeitige Saisonende bedeutete.
Die sportliche Baisse und die fehlenden Ergebnisse blieben nicht ohne Konsequenzen: Aufgrund der ausbleibenden Leistungen ist Ming-Nufer aus den Kadern von Swiss-Ski geflogen. Das bedeutet für die routinierte Athletin eine enorme finanzielle und organisatorische Mehrbelastung. Den anstehenden WM-Winter muss sie nun komplett aus eigener Tasche sowie über private Sponsoren finanzieren.
Wer jedoch glaubt, dass die 34-Jährige den Skirennsport an den Nagel hängt, täuscht sich gewaltig. An ein Karriereende denkt Ming-Nufer keineswegs. Sie blickt kämpferisch nach vorne und hat ein klares Ziel vor Augen: Sie will sich in der kommenden Saison über gute Leistungen zurückkämpfen und sich unbedingt für die Heim-Weltmeisterschaft in Crans-Montana qualifizieren – an jenen Ort, an dem sie im Februar 2022 ihren bislang grössten Erfolg, den Weltcupsieg in der Abfahrt, feierte.
Sie strotzt vor Tatendrang und fühlt sich gut vorbereitet, bevor dann die ersten Skitage anstehen. Dank der tollen Produkte von HOLMENKOL ist ihr Material bestens vorbereitet.
Damian Möschinger Priska Ming-Nufer Ski Alpin welovesnow.ch