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Die Tochter von Collombin veröffentlicht einen emotionalen Brief für ihren verstorbenen Vater

"Eine Legende stirbt nie"

Am 10. Juli 2026 verlor die Schweiz eine ihrer grössten Sportikonen: Roland Collombin, zweifacher Abfahrtskugelgewinner (1973 und 1974), achtfacher Weltcupsieger und Olympiazweiter der Abfahrt 1972, verstarb im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Doch für seine Kinder, Emmanuelle und Pierre, war er nicht nur ein gefeierter Skistar. Für sie war er vor allem eines: ihr geliebter Vater.

In einem bewegenden Instagram-Post fand die 39-jährige Emmanuelle nun Worte, die die Herzen berühren. Sie beginnt ihren Brief mit einer eindrücklichen Reflexion: "Papa, man sagt, man solle seine Idole niemals persönlich treffen. Ich hatte das grosse Privileg, dass mein Idol auch mein Papa war." Diese Worte beschreiben die enge Bindung zwischen Vater und Tochter.

Für Emmanuelle war Collombin in ihrer Kindheit nicht die Ski-Legende, die die Welt bewunderte. "Für mich warst du einfach mein Papa. Ich fand dich schön. Ich fand dich stark", schreibt sie und erinnert sich an die Zeit, als sie noch nicht verstand, warum die Leute sie wegen ihres berühmten Vaters anders ansahen. Erst später habe sie begriffen, dass er nicht nur ein aussergewöhnlicher Athlet, sondern auch ein freier Geist war. "Du warst ein freier Mann. Frei auf den Skiern. Frei im Leben. Frei in deinen Entscheidungen."

Seine Bescheidenheit und Authentizität machten ihn zur Legende, sagt Emmanuelle und zeigt damit, dass ihr Vater nicht nur durch seine sportlichen Erfolge unvergessen bleibt, sondern auch durch seine Persönlichkeit. Er habe nie versucht, Eindruck zu schinden, er sei immer Roland geblieben. "Und genau das hat dich wahrscheinlich zu einer Legende gemacht", schreibt sie.

Auch die letzten Jahre, geprägt von Collombins Kampf gegen den Krebs, schildert sie offen und emotional. "Als du die Diagnose bekommen hast, wurde mir klar, dass ich mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen konnte", erinnert sie sich. Gemeinsam habe die Familie gegen die Krankheit angekämpft, gehofft und sich an jeden gewonnenen Moment geklammert. "Mehrmals dachten wir, wir hätten gewonnen." Doch die Krankheit war stärker. Dennoch seien diese zwei Jahre ein Geschenk gewesen, die sie einander nähergebracht hätten.

Der Abschied von ihrem Vater fiel Emmanuelle schwer. "Der Gedanke, denjenigen gehen zu lassen, den ich für ewig und unzerstörbar hielt, hat mich gelähmt." Doch im Schmerz fand sie Trost und Erkenntnis. "Du bist unsterblich", schreibt sie weiter. "Die Tausenden Beileidsbekundungen zeigen mir, dass ich dich nicht wirklich verloren habe. Denn eine Legende stirbt nie."

Roland Collombins Vermächtnis lebt weiter – nicht nur in den Geschichtsbüchern des Skisports, sondern auch in den Herzen seiner Familie und aller, die ihn bewundert haben. 

Damian Möschinger Roland Collombin Ski Alpin Swiss-Ski welovesnow.ch

2026-07-25 16:34:14