Schon etwas länger sind die Qualitäten und das Talent von Emma Aicher bekannt. In der vergangenen Saison explodierten die Leistungen der Deutschen aber regelrecht und sie konnte Mikaela Shiffrin im Kampf um den Gesamtweltcup bis zum Ende fordern. Grund für die starken Leistungen ist auch ihre mentale Stärke.
Um im entscheidenden Moment die maximale Leistung abrufen zu können, setzt Emma Aicher auf eine strikte und hochkonzentrierte Vorbereitung im Starthaus. "Für mich ist es extrem wichtig, vor jedem Lauf in meine eigene Blase einzutauchen", erklärt die 22-Jährige bei einer Würdigung in ihrer Heimatgemeinde, gemäss schwäbische.de. Ihr persönliches Ritual verbindet physische Mobilisation mit gezielter mentaler Visualisierung des Kurses. Durch diese feste Abfolge von Bewegungsmustern und Atemübungen blendet sie den enormen Druck von aussen komplett aus.
Dass Aicher zu den grössten Hoffnungsträgerinnen im Skizirkus gehört, ist kein Zufall. Seit ihrem Durchbruch bei den Olympischen Spielen und den Weltmeisterschaften hat sich die gebürtige Schwedin mit deutschem Pass zu einer echten Allrounderin entwickelt. Ob Slalom, Super-G oder Abfahrt – die junge Athletin beherrscht das gesamte Spektrum. "Die Abwechslung macht mir riesigen Spass. Aber egal welche Disziplin ansteht: Sobald ich die Kanten im Schnee spüre, zählt nur die absolute Hingabe", betont Aicher.
Trotz der stetig steigenden Erwartungshaltung bleibt die Deutsche bodenständig. Das Vertrauen in die eigenen Abläufe gibt ihr die nötige Gelassenheit für kommende Aufgaben. "Rituale geben Sicherheit, besonders wenn die Bedingungen schwierig sind", so Aicher abschliessend. Wer die Entwicklung der Allrounderin verfolgt, erkennt rasch: Die Kombination aus technischer Präzision, Mut und konsequenter mentaler Wettkampfvorbereitung bildet das Fundament für eine vielversprechende Zukunft auf den Pisten dieser Welt.
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