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Holdener freut sich auf den Winter, Olympia treibt sie aber nicht mehr an

Riesenslalom bleibt

Wendy Holdener ist mit 57 Weltcup-Podesten und 14 Olympia- respektive WM-Medaillen eine der grössten Schweizer Skifahrerinnen aller Zeiten. Mit dem Blick hat sie vor der Saison im Gespräch auf Olympia zurück- und auf die kommende Saison vorausgeblickt.

Wendy Holdener befindet sich mitten im Sommertraining und bereitet sich auf die nächste Weltcupsaison vor. Die 33-Jährige freut sich auf den nächsten Winter, wie sie im Gespräch mit dem Blick bekräftigt. Ob sie ihre Karriere noch um einen ganzen Olympiazyklus verlängert, ist allerdings unsicher: "Ich muss Olympia nicht mehr erleben. Diese Motivation habe ich nicht." Ausschliessen möchte sie einen Start trotzdem nicht.

An den Olympischen Spielen im letzten Winter wurde Holdener im Slalom Vierte. Das erklärte Ziel war der Olympiasieg. Darauf arbeitete die Schwyzerin verbissen hin, es sei zu viel gewesen, reflektiert die Technikerin heute: "Ich hatte ja noch nie Slalom-Gold gewonnen und wollte es mit diesem Ansatz versuchen. Nachtrauern bringt aber nichts."

Der Riesenslalom bleibt

An Olympia verzichtete Holdener auf einen Start im Riesenslalom. Es gab Überlegungen, die Disziplin aus ihrem Programm zu streichen, doch die Skifahrerin hat sich dagegen entschieden: "Der Riesenslalom tut mir gut." Dazu plant Holdener auch mit Starts im Super-G, denn das schnelle Fahren hilft ihr wiederum im Riesenslalom.

Mit der Weltmeisterschaft in Crans-Montana steht im nächsten Winter ein weiteres Highlight an. Holdener will aber die Lehren aus der Vorsaison ziehen: "Ich will mir mehr Luft geben und den Druck abschütteln. Ich habe 2017 schon eine Heim-WM in St. Moritz erlebt. Mein Rucksack an Erfahrungen ist gut gefüllt." Mit drei WM-Goldmedaillen und sechs silbernen Auszeichnungen im Gepäck lastet tatsächlich nicht allzu viel Druck auf Wendy Holdener.

Michel Schuler Ski Ski Alpin Swiss-Ski welovesnow.ch Wendy Holdener

2026-07-22 07:39:39