Die italienische Skirennfahrerin Federica Brignone hat nach ihren Triumphen bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 in einem ausführlichen Interview mit dem Corriere della Sera über ihre Zukunftspläne, die Ungleichheit im Profisport sowie ihr strikt geschütztes Privatleben gesprochen.
Nach ihrem grandiosen Comeback und den zwei Goldmedaillen bei Olympia blickt die 36-jährige Italienerin mit Genugtuung auf ihre bisherige Laufbahn zurück. Der Weg zum Erfolg war jedoch von schweren körperlichen Rückschlägen geprägt: Nach einer schweren Verletzung stand Brignone kurz vor dem Rücktritt.
"Ich war in einer Krise, hin- und hergerissen zwischen Freude und Schmerz", erklärt die Doppel-Olympiasiegerin. Dennoch ordnet die "Tigerin" ihre Erfolge selbstbewusst ein: "Ergebnistechnisch gehöre ich zu den zehn besten Skifahrerinnen aller Zeiten. Das Kunststück von Cortina hat mir gezeigt, dass ich Grenzen überwinden kann."
Kritisch äusserte sich Brignone zu den finanziellen Unterschieden zwischen Skisport und anderen Profisportarten wie Tennis. Während Tennis-Star Jannik Sinner Millionensummen einstreicht, sei der Skisport weit von solchen Sphären entfernt. "Jannik kann es sich leisten, im Privatjet zu reisen. Ich bin neulich mit Ryanair geflogen und sass mitten unter den Leuten", verdeutlichte die Italienerin mit einer Prise Ironie.
Auch abseits der Piste sorgt Brignone für Schlagzeilen, wahrt aber strikte Diskretion. Über die Beziehung zu ihrem Freund James stellt sie klar: "Ich bin sehr verschwiegen, von mir und James wird niemand Details erfahren. Meine Privatsphäre wurde nach den Spielen verletzt, das vergesse ich nicht."
Für die Zeit nach dem Leistungssport hat die Allrounderin klare Vorstellungen: Mutter werden will die Italienerin, nicht aber heiraten. Zudem will sie in die Medienwelt, reisen und die Welt auf dem Surfbrett erkunden - ganz ohne Termindruck.
Dominic Hodel Federazione Italiana Sport Invernali Federica Brignone Ski Alpin welovesnow.ch