Mit Bronze im Super-G bei den Olympischen Spielen hat es Cornelia Hütter einmal mehr allen gezeigt – und hat sich nach der Saison entschieden, noch einmal ein Jahr anzuhängen. Der Steirerin wird allerdings auch neben der Piste nicht langweilig.
In einem Interview mit Long Living Immobilien sprach die 33-Jährige auch einmal über Dinge, die während der Saison für Aussenstehende eher unwichtig sind. Dann, wenn der volle Fokus auf der Leistung ist. Trotzdem kann die Österreicherin jungen Sportlern etwas mitgeben.
Ein "Zuhause" sei ihr vor allem nach der Saison sehr wichtig, nachdem sie die ganze Saison über aus dem Koffer lebt und ständig unterwegs ist. "Ich habe über die Jahre gelernt, mein Sommertraining so zu steuern, dass ich zwischen den Einheiten immer wieder nach Hause kommen kann. Der Winter im Weltcup ist natürlich cool, wir sehen die ganze Welt."
Die Welt zu entdecken sei weiterhin ein Ansporn des Sports, Heimkommen hingegen der "perfekte Gegenpol". Daheim ist für sie ein kleiner Bauernhof. Dorthin zurückzukehren, sei wie ein Wechsel von 100 auf 0. "Dieser Kontrast ist genau das, was mir die Kraft gibt", meint Hütter.
Schwierig sei auch die Dauer der Saison, da diese eigentlich im September mit dem Trainingslager in Chile beginnt, da dort "echter Winterschnee" liegt und die Bedingungen optimal sind. Chile bietet die Chance, das Material perfekt abzustimmen – "Das kann man auf den europäischen Gletschern im Spätsommer so gar nicht mehr simulieren." Genau deswegen sei auch das Nachhausekommen so wichtig.
"Ich bin erst heute in der Früh wieder mit meinem Frühstück auf dem Balkon gesessen, habe in unser grünes Hügelland hinausgeschaut und mir gedacht: Eigentlich ist das hier für mich wie Urlaub!" Dieses Gefühl hat sie mittlerweile, wenn sie denn einmal zu Hause ist. Ihre Heimat, Kumberg, hat zwar keine Berge, ist aber unglaublich grün und ruhig.
Hütter wohnt etwas ausserhalb, wo es viel Ruhe gibt – "und genau das geniesse ich". Gleichzeitig liebt sie aber auch den Trubel im Zielraum, wenn sie von tausenden Menschen empfangen wird, die auch Autogramme wollen. "Aber der Kontrast daheim, diese absolute Stille, das ist es, was ich mit den Jahren immer mehr zu schätzen gelernt habe."
Die 33-Jährige liebt es, ihr Zuhause, oder auch ihre Ferienwohnung einzurichten. "Räume zu gestalten, alte Elemente neu in Szene zu setzen und dem Ganzen eine persönliche Note zu geben, macht mir einfach riesigen Spass." So arbeitet sie hauptsächlich mit Holz, will dort eben genau die alten Elemente verarbeiten und erneut nutzen.
Eine Ferienwohnung oder das Zuhause richtig aufzubauen, gehört für Hütter auch zur Zukunftsvorsorge. "Für mich ist es extrem wichtig, sich breit aufzustellen, wenn man die Möglichkeit dazu hat, um für die Zukunft abgesichert zu sein. Ich bin jetzt keine klassische Finanzexpertin, aber für mich persönlich gilt: Ich brauche etwas Greifbares."
Während sie auf der Piste aber viel Risiko eingeht, will sie ihr verdientes Geld "privat absolut nicht risikoreich ausgeben". Das Geldverdienen selbst sei bereits Risiko genug. "Im Sport lernt man zwar, extrem auf sein Bauchgefühl und sein Unterbewusstsein zu hören. Aber bei Immobilien geht es um die langfristige Zukunft und das eigene Portfolio."
Auch für die jungen Menschen hat sie einen Tipp, wie man sich – sportlich und privat – ein stabiles und sicheres Fundament schafft, obwohl jede Karriere anders verläft. "Aber das Wichtigste ist: Wenn man sich für einen Weg entscheidet, dann muss man sich voll reinhauen und das auch wirklich leben." Das heisst: Prioritäten setzen und frühzeitig ein stabiles Fundament aufbauen – "denn am Ende des Tages ist eine kluge Immobilie zum Glück deutlich leichter planbar als eine Karriere im Spitzensport".
Cornelia Hütter Dominic Hodel Ski Alpin Ski Austria welovesnow.ch