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Odermatt erklärt, warum ihm der Schnee im Sommer nicht fehlt

Sommervorbereitung

Die Schweizer Skirennfahrer stecken mitten in der intensiven Sommervorbereitung, um das Fundament für die kommende Weltcupsaison zu legen. Mit dabei ist Konditionstrainer Alejo Hervas. Der 50-jährige Spanier, der zuvor fünf Jahre lang erfolgreich mit Lara Gut-Behrami zusammenarbeitete, betreut nun die Schweizer Männer in allen athletischen und konditionellen Belangen.

Das Training ist dabei flexibel organisiert und findet teils in der Schweiz, teils in Hervas' Heimat Spanien sowie über wöchentliche Online-Sessions statt. „Immer am Sonntagabend kommt der neue Plan für die Woche. Zudem gibt es auch jede Woche eine Trainingssession, die online stattfindet“, erklärt Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt gegenüber SRF. Der Nidwaldner absolviert das identische Programm wie Lenz Hächler, weshalb die beiden die Einheiten meistens gemeinsam bestreiten.

Für Hervas schliesst sich mit der Arbeit im Skisport ein Kreis. Obwohl er aus dem sonnigen Süden Spaniens stammt, prägte der Wintersport bereits seine Kindheit: „Ich ging am Freitag nie in die Schule, weil wir da schon unterwegs waren“, erzählt er über die Wochenendausflüge mit seinem skiverrückten Vater in die Sierra Nevada. Die Dynamik im Schweizer Team lobt der Trainer ausdrücklich. Die Athleten seien eine eingeschworene Gruppe von Freunden, die genau wissen, was sie wollen.

Warum Odermatt den Schnee nicht vermisst

Von Mai bis Juli steht intensives Konditionstraining mit zwei Einheiten pro Tag auf dem Plan. Im August folgt der erste Schneekurs in Zermatt, bevor es wie gewohnt für drei Wochen nach Chile geht. Die Sehnsucht nach dem Schnee hält sich im Sommer allerdings in Grenzen. „Ich glaube jedes Jahr gefühlt eine Woche weniger“, scherzt Odermatt. „Man vermisst ihn noch nicht. Andersrum, wenn man so lange, sehr intensive Krafteinheiten hat, ist es auch wieder gut zu wissen, es geht nur noch zwei Wochen so, nachher kommt wieder die Abwechslung mit dem Schneetraining.“

Ein klarer Appell an die FIS

Möglichen Plänen der FIS, Weltcuprennen bereits Ende August in Südamerika auszutragen, steht Odermatt kritisch gegenüber. Eine dreimonatige Pause von der Skipiste sei für die Erholung des Körpers sowie für die Verletzungsprophylaxe essenziell: „Ich finde es immer gut für den Körper, dass man mal Mai, Juni, Juli weg ist von der Skipiste, weg von diesen Skischuhen, dass sich der Körper von diesen intensiven Skibelastungen auch etwas erholen kann.“ Für die Zukunft des Skisports hofft er zudem auf ruhigere Zeiten im Verband: „Es wäre sicher gut, wenn es ruhiger wird bzw. die Publicity, die wir haben, etwas positiver und nicht immer um einen Skandal, ein Problem oder etwas Negatives wäre.“

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2026-07-18 12:32:12