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Franjo von Allmen sprengt das Schweizer Ranking: In nur drei Jahren fast in die Top 3

Die Fünfjahreswertung bei den Ski-Männern

Endet eine Skisaison, so wird es Zeit für Statistiken und die grossen Zahlen. Grosse Zahlen hat Swiss-Ski einmal mehr abgeliefert, hauptsächlich natürlich Marco Odermatt, der sich zum fünften Mal in Folge die grosse Kristallkugel sicherte. Doch wie sähe ein Gesamtweltcup aus, wenn man die letzten fünf Jahre zusammenzählen würde?

Wir haben die verschiedenen Punktzahlen der vergangenen fünf Saisons bei den Männern zusammengerechnet und stellen euch die Top 10 vor. Natürlich gibt es am Schluss auch noch einen kleinen Überblick, wer innerhalb des Schweizer Teams an welcher Stelle stehen würde.

10. Timon Haugan (NOR) - 2'636 Punkte

Der Norweger hat sich klammheimlich in die Weltspitze geschlichen. Besonders in den technischen Disziplinen ist Haugan zu einer festen Grösse gereift und sichert sich mit seiner Zuverlässigkeit den zehnten Rang in unserem Langzeit-Ranking. In diesem Winter sammelte er insgesamt 776 Zähler und konnte dadurch Marco Schwarz (AUT) auf Rang 11 verdrängen.

9. Manuel Feller (AUT) - 2'771 Punkte

Der österreichische Publikumsliebling ist nicht nur für seine Sprüche, sondern vor allem für seine riskante, aber oft belohnte Fahrweise bekannt. Trotz kleinerer Rückschläge sammelte "Felli" konstant genug Punkte, um die rot-weiss-rote Fahne in den Top 10 hochzuhalten. Der abgelaufene Winter verlief jedoch nicht nach seinem Gusto, waren doch seine insgesamt 247 Zähler seine schwächste Ausbeute in den letzten fünf Jahren.

8. Dominik Paris (ITA) - 2'825 Punkte

Das Kraftpaket aus Südtirol bleibt die Konstante in den Speed-Disziplinen. Wenn es steil, eisig und schnell wird, ist "Domme" zur Stelle. Über die letzten fünf Jahre hat er bewiesen, dass er auch gegen die jüngere Konkurrenz immer noch ein gewaltiges Wort mitzureden hat. Der 37-Jährige hat bewiesen, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört, sammelte er doch starke 698 Punkte und damit so viele wie zuletzt 2019, als er seinen Karrierehöchstwert von 950 Zählern erreichte.

7. Atle Lie Mc Grath (NOR) - 2'961 Punkte

Der nächste Wikinger in der Liste nach Haugan. McGrath verkörpert die moderne Skigeneration: Vielseitig, technisch brillant und mit einer enormen Energie ausgestattet. Trotz Verletzungssorgen in der Vergangenheit ist seine Punkteausbeute beeindruckend. In diesem Winter gewann er so viele Zähler wie noch nie in seiner Karriere. Seine 936 Punkte reichten ihm in der Gesamtwertung sogar zu Platz 3 und damit zu einem Podestplatz. Der Höhepunkt seines Winters war aber der Gewinn der kleinen Kristallkugel im Slalom.

6. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) - 2'987 Punkte

Obwohl der Verlobte von Mikaela Shiffrin in den letzten beiden Saisons zusammengezählt nur noch 35 Punkte erobern konnte, liegt er nach wie vor in den Top 10, wenn man die vergangenen fünf Jahre anschaut. Insbesondere in den Saisons 2021/22 (1'172 Punkte) und 2022/23 (1'340 Punkte) wusste er zu brillieren. Ob der 33-Jährige noch einmal sein damaliges Niveau erreichen wird, bleibt abzuwarten.

5. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) - 3'381 Punkte

Der "Paradiesvogel" des Zirkus. Trotz seines zwischenzeitlichen Rücktritts und des Verbandswechsels zu Brasilien zeigen diese Zahlen, wie phänomenal gut Braathen ist. In den Saisons, in denen er am Start stand, war er eine regelrechte Punktemaschine im Slalom und Riesenslalom. In diesem Winter knackte er sogar erstmals in seiner Karriere die 1'000er-Marke und er landete mit seinen 1'058 Zählern im Gesamtweltcup auf Rang 2. Dazu gewann er Olympiagold im Riesenslalom und die kleine Kristallkugel in jener Disziplin. Nur weil er im Winter 2023/24 keine Rennen bestritten hat, taucht er in diesem Ranking nicht noch weiter vorn auf.

4. Vincent Kriechmayr (AUT) - 3'726 Punkte

Die personifizierte Beständigkeit im Speed-Bereich. Kriechmayr liefert Winter für Winter ab, ohne dabei viel Lärm um seine Person zu machen. Er ist der Fels in der Brandung des österreichischen Teams. Der 34-Jährige liebäugelt mit einem möglichen Rücktritt, was Ski Austria extrem hart treffen würde. Schliesslich ist der Routinier der mit Abstand beständigste Speedfahrer im Team und auch im abgelaufenen Winter sammelte Kriechmayr wieder starke 731 Zähler.

3. Loïc Meillard (SUI) - 4'527 Punkte

Der Schweizer Allrounder ist die Definition von Polyvalenz. Egal ob Slalom, Riesenslalom oder Super-G - Meillard punktet überall auf höchstem Niveau. Dass er auf dem Podest dieser Fünfjahreswertung steht, unterstreicht seinen Status als einer der weltweit besten Skifahrer. Der 29-Jährige hätte eigentlich das Potenzial, um Odermatt im Kampf um den Gesamtweltcup gefährlich zu werden. Dafür muss er jedoch noch beständiger werden. Im abgelaufenen Winter hatte er einige Ausfälle zu beklagen, trotzdem sammelte er 923 Punkte.

2. Henrik Kristoffersen (NOR) - 4'799 Punkte

Der nimmermüde Norweger. Seit einem Jahrzehnt gehört er zur absoluten Weltspitze. Auch wenn er in den vergangenen Jahren oft gegen eine "Schweizer Wand" anfahren musste, ist seine Punkteausbeute über diesen langen Zeitraum schlichtweg phänomenal. Kristoffersen hat in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt rund 960 Punkte gesammelt, was eine sehr starke Ausbeute ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er nur im Slalom und Riesenslalom startet.

1. Marco Odermatt (SUI) - 8'975 Punkte

Sein erster Rang ist alles andere als überraschend, die Art und Weise, wie er den Skisport dominiert hat, ist jedoch atemberaubend. Mit fast doppelt so vielen Punkten wie der Zweitplatzierte spielt Marco Odermatt in einer eigenen Liga. In den vergangenen fünf Jahren hat der Nidwaldner den Skisport transformiert. Seine Bilanz ist historisch und lässt die Konkurrenz fast schon staunend zurück. Odermatt ist nicht nur der aktuelle Dominator - er ist statistisch gesehen das Mass aller Dinge in der modernen Ski-Ära. Kein Wunder, hat er den Gesamtweltcup zuletzt fünfmal in Serie gewonnen und ein Ende dieser Dominanz ist, sofern er gesund bleibt, derzeit nicht abzusehen.

Die Schweizer Tabelle der letzten fünf Saisons

1. Marco Odermatt (5/5 Saisons gefahren) - 8'975 Punkte
2. Loïc Meillard (5/5 Saisons gefahren) - 4'527 Punkte
3. Stefan Rogentin (5/5 Saisons gefahren) - 1'925 Punkte
4. Franjo von Allmen (3/5 Saisons gefahren) - 1'837 Punkte
5. Justin Murisier (5/5 Saisons gefahren) - 1'533 Punkte
6. Daniel Yule (5/5 Saisons gefahren) - 1'315 Punkte
7. Gino Caviezel (4/5 Saisons gefahren) - 1'227 Punkte
8. Alexis Monney (5/5 Saisons gefahren) - 1'226 Punkte
9. Niels Hintermann (4/5 Saisons gefahren) - 1'183 Punkte
10. Beat Feuz (2/5 Saisons gefahren) - 1'041 Punkte
11. Thomas Tumler (5/5 Saisons gefahren) - 873 Punkte
12. Ramon Zenhäusern (5/5 Saisons gefahren) - 747 Punkte
13. Tanguy Nef (5/5 Saisons gefahren) - 734 Punkte
14. Luca Aerni (5/5 Saisons gefahren) - 718 Punkte
15. Marc Rochat (5/5 Saisons gefahren) - 470 Punkte

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2026-04-19 10:40:55