Die Speedsaison 2025/26 ist Geschichte und wir wollen in diesem Artikel einmal aufzeigen, welche Ski-Cracks die unserer Meinung nach grössten Aufsteiger in den Speed-Disziplinen sind.
An einem Namen kommt man in diesem Winter nicht vorbei, gehört doch Giovanni Franzoni allgemein zu den grössten Senkrechtstartern des Winters. Sein Stern ist in dieser Saison so richtig aufgegangen, fuhr der 24-Jährige die ersten Podestplätze seiner Karriere heraus.
In Gröden löste sich sein Knopf im Super-G, wo er den 3. Schlussrang belegte. Beim Super-G in Wengen schlug Franzoni dann richtig zu und bejubelte den ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Insgesamt fuhr der 24-Jährige in diesem Winter fünf Podestplätze (davon zwei Siege) heraus und an den Olympischen Winterspielen eroberte er Silber in der Abfahrt.
Der Italiener kämpfte sich dank seiner starken Leistungen sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G in die Topgruppe der World Cup Start List (WCSL). Im Super-G ist er die Nummer 5 und in der Abfahrt sogar die Nummer 4 der Welt. Er dürfte auch in Zukunft ein ganz grosser Konkurrent der Schweizer sein.
Der Österreicher durfte sich genau wie Franzoni über seine ersten Weltcuppodestplätze freuen. Stefan Babinsky gehört im Super-G zu den grössten Aufsteigern, landete der 29-Jährige sowohl in Wengen (2.) als auch in Kitzbühel (3.) in zwei Super-G-Rennen in Folge auf dem Podium.
Auch abgesehen von den zwei Podestplätzen zeigte Babinsky konstante Leistungen und er beendete den Winter letztlich auf dem 7. Platz in der Disziplinenwertung. In der Startliste konnte der Österreicher ebenfalls einen Sprung nach vorn machen und er darf den nächsten Winter in der Top-Startgruppe der besten zehn Super-G-Fahrer beginnen. In der Abfahrt besitzt der Ski-Austria-Crack sicherlich noch Luft nach oben, war ein 14. Platz in Gröden seine beste Klassierung in dieser Disziplin.
Mit Miggiano darf auch ein Schweizer zu den grössten Aufsteigern im Speed-Bereich gezählt werden. Der 23-Jährige bestritt seine erste komplette Weltcupsaison, weil er sich für diesen Winter einen Fixstartplatz in der Abfahrt erkämpfen konnte.
Diesen wusste der junge Speedcrack zu nutzen, fuhr er doch erstmals in die Weltcuppunkte, wobei sein 5. Rang in der Abfahrt von Gröden sein persönlicher Höhepunkt gewesen sein dürfte. Auch in Crans-Montana fuhr Miggiano als Achter in die Top 10. In der Abfahrt schaffte es Miggiano in die Top 25 und durfte beim Weltcupfinale in Kvitfjell teilnehmen. Auch in der WCSL dieser Disziplin belegt er den 21. Platz, womit er die nächste Saison von der dritten Startgruppe aus in Angriff nehmen kann.
Im Super-G läuft es ihm bisher nicht so gut wie in der Abfahrt, auch wenn er in Gröden als 21. seine ersten Weltcuppunkte in dieser Disziplin erobern konnte. Im nächsten Winter dürfte er sicherlich das Ziel verfolgen, auch im Super-G regelmässig in die Zähler zu fahren.
Italien hat mittlerweile ein sehr starkes Speed-Team beisammen und Benjamin Jacques Alliod hat definitiv seinen Beitrag dazu geleistet. Vor diesem Winter eroberte der 26-Jährige nur zweimal Weltcuppunkte und in dieser Saison fuhr er gleich neunmal in die Zähler.
In der Abfahrt von Crans-Montana überzeugte der Italiener mit dem 5. Schlussrang, seinem bis dato besten Weltcupergebnis. Auch beim Weltcupfinale in Kvitfjell fuhr er als Achter in die Top 10. In der WCSL konnte sich Alliod von Platz 46 bis auf Rang 16 nach vorn katapultieren. Er ist damit Teil der zweiten Startgruppe und ihm ist definitiv zuzutrauen, im nächsten Winter erstmals aufs Treppchen zu fahren - vorausgesetzt, sein Steigerungslauf hält an.
Wer in der Abfahrt von Kitzbühel zum ersten Mal in der Karriere aufs Abfahrtspodest fährt, verdient sich definitiv einen Platz bei den grössten Speed-Aufsteigern des Winters. Muzaton erlebte auf der Streif eine absolute Sternstunde, raste er doch beim Sieg von Franzoni vor Odermatt als Dritter aufs Podest.
Damit krallte sich der mittlerweile 35-Jährige eine Gams und erfüllte sich dadurch auch einen riesigen Traum. In der WCSL konnte sich der Routinier ebenfalls um ein paar Plätze steigern, er verbleibt jedoch als 15. in der zweiten Startgruppe.
Eine weitere ganz grosse Geschichte schrieb Jan Zabystran. Der 28-Jährige liess sich beim Super-G in Gröden zum ersten tschechischen Weltcupsieger überhaupt bei den Männern küren. Der Tscheche düpierte im Dezember alle und er darf sich seither Weltcupsieger nennen.

Im gleichen Stil ging es für Zabystran dann aber nicht weiter, war ein 14. Platz beim Super-G von Wengen seine beste Klassierung nach dem fulminanten Sieg. Tschechische Geschichte hat er jedoch geschrieben, weswegen man ihn an dieser Stelle aufführen darf. Es können schliesslich nicht viele Menschen behaupten, ein Weltcuprennen gewonnen zu haben.
Wie bereits bei den Männern kommt auch bei den Frauen die grösste Speed-Aufsteigerin aus Italien. Laura Pirovano fährt schon länger in der erweiterten Weltspitze mit, doch in diesem Winter hat sie den Durchbruch in die Weltklasse geschafft.
Nachdem die 28-Jährige schon des Öfteren am Podest geschnuppert hatte, platzte ausgerechnet in ihrer Heimat in Val di Fassa der Knoten. Pirovano gewann gleich beide Abfahrten und auch beim Weltcupfinale in Kvitfjell war sie nicht zu schlagen. Dank ihrer drei Siege in Serie durfte sich die Italienerin zur besten Abfahrerin des Winters krönen lassen. Der Lohn war die erste kleine Kristallkugel ihrer Karriere.
Man darf gespannt sein, wie die 28-Jährige im nächsten Winter auftreten wird, wenn sie die grosse Gejagte in der Abfahrt ist. Ihre Konstanz in dieser Saison war beeindruckend, fuhr sie doch in jeder Abfahrt in die Top 10.

Am Namen Emma Aicher kommt man in dieser Speedsaison natürlich nicht vorbei, gehört die Deutsche mittlerweile zur absoluten Weltspitze in der Abfahrt und im Super-G. Fünfmal raste die Deutsche in diesem Winter in den Speed-Disziplinen aufs Weltcuppodest (drei Siege). Die kleine Kristallkugel in der Abfahrt verpasste sie letztlich nur knapp, doch sie wird in Zukunft noch genügend Chancen bekommen, um sich Kristallkugeln zu sichern.
Die Allrounderin ist fähig, in allen vier Disziplinen aufs Podest fahren zu können. Die 22-Jährige ist ein Jahrhunderttalent, welches dem Deutschen Skiverband in Zukunft noch ganz viel Freude bereiten dürfte.
Die Neuseeländerin hat in diesem Winter einen riesigen Sprung im Super-G gemacht und bis zuletzt um die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin gekämpft. Die 24-Jährige gewann in St. Moritz ihr erstes Weltcuprennen im Super-G und in der Folge fuhr sie noch zwei weitere Male aufs Podest. Mit Robinson wird auch in Zukunft zu rechnen sein. In der WCSL konnte sie sich von Platz 16 bis auf Rang 2 nach vorn kämpfen.
Nach einem schwächeren letzten Winter präsentierte sich Kira Weidle-Winkelmann in dieser Saison in alter Stärke. Die Deutsche zeigte eine starke Abfahrtssaison und ist wieder Teil der Top-Startgruppe. Bis zuletzt durfte sie sogar leise von der kleinen Kristallkugel in dieser Disziplin träumen, auch dank ihrer insgesamt drei Abfahrtspodestplätze.
Zusätzlich steigert sich die 30-Jährige auch im Super-G, wo sie ebenfalls einmal in die Top 3 fahren konnte und in der WCSL nur noch ganz knapp hinter den Top 10 zu finden ist. Kira Weidle-Winkelmann könnte auch im nächsten Winter eine ganz heisse Kandidatin sein, wenn es um die kleinen Kristallkugeln geht.
Eine Schweizerin darf bei den grössten Aufsteigerinnen im Speedbereich ebenfalls nicht fehlen. Malorie Blanc konnte im Super-G einen deutlichen Schritt nach vorn machen, kämpfte sie sich doch bis in die Top-Startgruppe.
Den Winter begann die 22-Jährige von Startplatz 23 aus und sie beendete ihn auf Rang 8. Unvergesslich natürlich ihr erster Weltcupsieg, sorgte sie beim Heim-Super-G in Crans-Montana für die ganz grossen Glücksgefühle. Aus Schweizer Sicht ist zu hoffen, dass sich Blanc im nächsten Winter auch in der Abfahrt ähnlich steigern kann.
Eine weitere Premierensiegerin in diesem Speed-Winter ist Nicol Delago. Die Italienerin feierte in der Abfahrt von Tarvisio (ITA) ihre Siegpremiere. Dadurch darf sich die 30-Jährige Weltcupsiegerin nennen und verdient nur schon deswegen, dass man sie zu den grössten Aufsteigerinnen zählt.
Auch abgesehen von ihrem Sieg zeigte Delago konstante Leistungen, wodurch sie in der WCSL der Abfahrt neuerdings zur Topgruppe gehört. Sie konnte sich von Rang 19 bis auf Platz 8 nach vorn kämpfen.
Eine Erwähnung verdient übrigens auch noch ihre Landsfrau Asja Zenere. Die Italienerin fuhr beim Super-G in Val di Fassa zum ersten Mal in ihrer Karriere auf ein Weltcuppodest. Die eigentliche Riesenslalomspezialistin wurde Dritte und sorgte damit für eine der grössten Überraschungen des Winters.
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