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Die Schweizerinnen mit besten Chancen, Italien und Österreich doch noch Plätze zu stehlen

Die Ausgangslage im Europacup

Während mittlerweile in zwei der vier Disziplinen klar ist, welche Athletinnen dank der Juniorenweltmeisterschaft beim Weltcupfinale teilnehmen dürfen, stellt sich im Europacup noch immer die Frage, wer in der kommenden Saison im Weltcup starten darf. Wir zeigen euch die Ausgangslage vor den letzten Rennen in den jeweiligen Disziplinen.

Der Europacup ist sozusagen die zweite Liga des Ski Alpin. Wer am Ende der Europacup-Saison in den besten drei klassiert ist, wird für die kommende Saison mit einem fixen Startplatz im Weltcup ausgestattet.

In Österreich finden beim Weltcupfinale folgende vier Rennen statt.

Abfahrt

Aus Schweizer Sicht wird es bereits am ersten Tag des Europacup-Finals spannend. Stefanie Grob befindet sich derzeit auf dem zweiten Rang und hat damit beste Chancen, sich einen Fixstartplatz für die kommende Weltcup-Saison zu sichern. Für die Appenzellerin spricht derzeit auch die Form, die sie mit dem zehnten Rang in Val di Fassa eindrücklich unter Beweis stellen konnte.

Für Grob liegt sogar noch der Disziplinensieg drin, denn der Rückstand auf die führende Österreicherin Anna Schilcher beträgt nur deren 33 Punkte. Hinter Grob auf dem dritten Rang befindet sich die Italienerin Sara Thaler, die allerdings bereits 34 Punkte Rückstand auf Grob, gar deren 67 auf Schilcher hat.

Geht es um die Top 3, so sind die Chancen für Grob gut. Die viertplatzierte Leonie Zegg hat sich am Wochenende in Val di Fassa schwer am Knie verletzt, ist also keine Gefahr mehr. Die einzige Fahrerin, die Grob noch gefährden könnte, ist Fabiana Dorigo, die 57 Punkte hinter Grob liegt. Um sicher zu sein, ist die Devise klar: Grob muss mindestens Vierte werden, dann ist sie nicht mehr aus den Top 3 zu verdrängen.

Rein theoretisch hätte sogar eine zweite Schweizerin die Chance auf einen Fixstartplatz. Dafür müsste Elena Stucki das Rennen allerdings gewinnen und zeitgleich auf Nuller von fast allen ihren besser klassierten Konkurrentinnen hoffen. Auch Stucki selbst wusste nicht von der kleinen Chance, sagt aber: "Man gibt ja immer das Beste und dann sieht man schlussendlich, was herauskommt."

Der Zwischenstand vor dem letzten Rennen:

Super-G

In der zweitschnellsten Disziplin sind die Schweizer Hoffnungen auf Fixstartplätze bereits verflogen. Jasmin Mathis ist zurzeit als Zehnte die beste Schweizerin, hat allerdings bereits vor dem letzten Rennen einen Rückstand von 130 Punkte auf das Podest. Stefanie Grob liegt gar noch zwei Ränge hinter Mathis und hat einen Rückstand von 145 Punkten.

Rosig sind hingegen die Aussichten der Österreicherin, obwohl sich mit Sara Allemand eine Italienerin den Fixstartplatz bereits gesichert hat und auch nur noch schwierig von Rang 1 zu verdrängen sein dürfte. In den Top 7 befinden sich aber fünf Österreicherinnen, die Chancen sind besonders bei zwei Fahrerinnen gross.

Emily Schöpf liegt derzeit auf dem zweiten Rang, hat einen Vorsprung von 68 Punkten auf die viertplatzierte Deutsche Fabiana Dorigo. Diese müsste sich wohl eher noch die drittplatzierte Lisa Grill vornehmen, wobei auch dort der Rückstand mit 64 Punkten gross ist. Vieles sieht also nach zwei österreichischen Fixstartplätzen aus. Aber Achtung: Rein theoretisch hätten bis zu Rang 9 noch alle Fahrerinnen die Chance, aufs Podest der Disziplinenwertung zu fahren.

Der Zwischenstand vor dem letzten Rennen:

Falch gab bereits im Januar 2020 ihr Weltcup-Debüt.

Riesenslalom

Erfreulicherweise hat aus Schweizer Sicht Dania Allenbach den Fixstartplatz schon auf sicher. Dass ihr das Weltcupticket bei einem Vorsprung von 94 Punkten auf Rang 4 noch entwendet wird, ist nicht möglich, da Ambra Pomare als Vorfahrerin an den Olympischen Spielen einen Kreuzbandriss erlitten hat.

Auf Rang 5 hätte noch Laura Steinmair Chancen in die Top-3 vorzudringen, sie müsste allerdings gleich 70 Punkte aufholen können. Übrigens sind mit Ilaria Ghisalberti und Carole Agnelli anschliessend noch gleich zwei weitere Italienerinnen auf den Rängen 6 und 7, Agnelli muss sich den siebten Rang aber mit Shaienne Zehnder teilen.

Der Zwischenstand vor dem letzten Rennen:

Slalom

Noch in der vergangenen Saison sicherte sich Swiss-Ski dank Aline Danioth und Eliane Christen zwei Fixstartplätze. Dieses Jahr sind ebenfalls noch zwei möglich, es müsste allerdings viel passieren, damit es mehr als einen gibt. Sicher ist erst der Fixstartplatz der Italienerin Alice Pazzaglia, die die Wertung mit 500 Punkten souverän anführt.

Aus Schweizer Sicht hat Janine Mächler die besten Chancen. Ihr Rückstand auf Pazzaglia beträgt ganze 136 Punkte, trotzdem steht sie zurzeit an zweiter Stelle und hat 38 Punkte Vorsprung auf die Schwedin Moa Boström Mussener auf Rang 4. Auf Rang 3 ist zurzeit mit Giulia Valleriani eine weitere Italienerin.

Diesen dritten Rang möchte wohl auch Aline Höpli noch ergattern. Die Ostschweizerin hat momentan 288 Punkte auf dem Konto, womit ihr 62 Punkte auf das Podest fehlen. Sie bräuchte mindestens einen zweiten Rang und wäre auf mehrere Ausfälle angewiesen, unter anderem auch jene der Österreicherinnen Natalie Falch und Leonie Raich, die auf den Rängen 5 und 6 sind. Wenn es aber in einer Disziplin noch möglich ist, dann im Slalom.

Der Zwischenstand vor dem letzten Rennen:

Gesamtwertung

Hier muss man nicht lange um den heissen Brei herumreden. Gewinnt Stefanie Grob nicht all ihre drei Rennen und Alice Pazzaglia scheidet zeitgleich in beiden Rennen aus, so gehört der Fixstartplatz für alle Disziplinen der Italienerin. Sollte dieser Fall jedoch eintreten, so wären die beiden genau punktgleich, mit 4:3 Siegen wäre der Vorteil aber auf Seiten der Appenzellerin.

Ums Podest dürfte es aber noch äusserst spannend werden: Zwischen Rang 2 von Stefanie Grob und Rang 11 der Österreicherin Natalie Falch liegen nur 200 Punkte - bei vier ausstehenden Rennen kann da noch einiges gehen. Mit Janine Mächler auf Rang 4 und Dania Allenbach auf Rang 8 haben auch zwei Schweizerinnen durchaus noch Chancen, aufs Podest vorzudringen, auch wenn dies bei der Gesamtwertung bezüglich Fixstartplatz nichts bringt.

Der Zwischenstand vor den letzten vier Rennen:

Die Ausgangslage bei den Männern

Alice Pazzaglia Alina Willi Aline Danioth Aline Höpli Anna Schilcher Cande Moreno Celine Reichenbach Dania Allenbach Daria Zurlinden Deutscher Skiverband Dominic Hodel Elena Sanna Stucki Eliane Christen Elyssa Kuster Emily Schöpf Fabiana Dorigo Federazione Italiana Sport Invernali Giulia Valleriani Janine Mächler Jasmin Mathis Lena Wechner Leonie Raich Leonie Zegg Lisa Grill Marte Monsen Moa Boström Müssener Natalie Falch Nicole Good Sara Allemand Sara Thaler Selina Egloff Shaienne Zehnder Simone Wild Sina Fausch Ski Alpin Ski Austria Sophie Mathiou Stefanie Grob Sue Piller Swiss-Ski Vanessa Kasper Vanessa Nussbaumer welovesnow.ch

2026-03-09 23:20:35