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Auf vier Schweizer Top-Duos wartet vor allem aus den Nachbarländern Konkurrenz

Die möglichen Team-Kombinationen bei Olympia

Die letzten Weltcuprennen vor Olympia sind durch und so verschiebt sich der Fokus von Crans-Montana in den Norden Italiens, wo die Männer starten und am Montag bereits die Team-Kombination austragen werden. Dabei könnte es zu einigen spannenden Paarungen kommen.

Marco Odermatt und Loïc Meillard

Die Entscheidung fiel uns schwer. Nicht, weil dieses Duo definitiv Gold verspricht, sondern weil Meillard noch an der WM gezeigt hat, dass er auch mit Franjo von Allmen das schnellste Duo stellt. Damals hat Odermatt noch darauf verzichtet, um sich auf den Riesenslalom zu konzentrieren, nun dürfte er die Kombi kaum erneut auslassen.

Franjo von Allmen und Matthias Iten

Eigentlich wäre ja Tanguy Nef der auf dem Papier zweitbeste Schweizer Slalom-Fahrer, trotzdem haben wir uns gegen eine Kombination mit Abfahrtsweltmeister von Allmen entschieden. Iten hat in dieser Saison bereits gezeigt, dass er auf den Punkt bereit sein kann, wie zum Beispiel beim Slalom in Wengen. Von Allmen/Iten wäre ein angriffiges Duo, dass an einem Best-Tag auch das wohl beste Schweizer Duo herausfordern könnte.

Alexis Monney und Tanguy Nef

Ein Grund, weswegen wir nicht von Allmen mit Nef zusammengepackt haben, ist die Tatsache, dass dieses Duo für das wohl schönste Bild an der WM 2025 sorgte. Unvergessen, wie Alexis Monney nach der Silbermedaille und dem Dreifachsieg der Schweizer über die Absperrung sprang. Zudem liegt ihm die Piste in Bormio besonders.

Niels Hintermann und Daniel Yule

Dass es nicht immer ein Top-Duo sein muss, das um die Medaillen mitfährt, zeigte das Duo aus Stefan Rogentin und Marc Rochat bei der WM. Eine Medaille würde für dieses Duo besonders emotional werden: Daniel Yule kommt in dieser Saison noch nicht wirklich auf Touren und Niels Hintermanns Geschichte ist ohnehin schon beeindruckend. Nach seiner Krebserkrankung im Sommer 2024 ist die Tatsache, dass er an den Olympischen Spielen dabei ist, ohnehin schon ein Märchen.

Dominik Paris und Alex Vinatzer

Die Italiener zeigten sich in den Speed-Disziplinen zuletzt richtig stark. Dominik Paris hat mit dem zweiten Platz in Crans-Montana gezeigt, dass er noch immer die Nummer 1 im Team ist. Zudem kennt kaum einer die Pista Stelvio besser als der 36-Jährige. Bereits sechsmal konnte Paris die Abfahrt von Bormio gewinnen und dürfte so mit dem derzeit besten Slalomfahrer Italiens das Südtiroler Duo bilden. Auch wenn die beiden bei der letzten WM nach Vinatzers Aufall nicht wirklich gut aufeinander zu sprechen waren.

Giovanni Franzoni und Tommaso Sala

Ehrlicherweise ist hinter Alex Vinatzer die Breite im italienischen Slalomteam nicht wirklich vorhanden. Sala kann aber immer wieder Ausrufezeichen setzen und dürfte in Kombination mit dem sich in Topform befindenden Giovanni Franzoni ebenfalls ein Wörtchen um die Medaillen mitreden.

Vincent Kriechmayr und Manuel Feller

Die letzten zwei Wochen waren für die österreichischen Speedfahrer enttäuschend, allen voran die Abfahrt in Kitzbühel. Genau dort lief es den Slalomfahrern deutlich besser und Manuel Feller konnte endlich in Kitzbühel gewinnen. Einen Kriechmayr darf man natürlich nie abschreiben, und mit Feller, der pünktlich in Form gekommen ist, zählen auch unsere östlichen Nachbarn zu den Mitfavoriten.

Adrian Smiseth Sejersted und Atle Lie McGrath

Erst am Dienstag wurde bekannt, dass Aleksander Aamodt Kilde für die Olympischen Spiele Forfait geben wird. Somit ist Adrian Smiseth Sejersted die klare Nummer 1 im norwegischen Speed-Team. Der 31-Jährige kann bei Klassikern - wie es auch Bormio ist - immer wieder brillieren und hat aus dem Slalomteam eine grosse Auswahl an Teamkollegen. Zurzeit scheint sich Atle Lie McGrath in der besten Form zu befinden.

Nils Allegre und Clément Noël

Auch auf die französischen Duos muss man in diesem Jahr aufpassen. Nils Allegre befindet sich in Topform und rauschte in dieser Saison bereits mehrere Male nur knapp am Podest vorbei. Die Klasse von Clément Noël ist ohnehin unbestritten, und so könnten auch die Franzosen ein ernsthaftes Wort um Edelmetall mitreden.

Maxence Muzaton und Paco Rassat

Dies allerdings nicht nur mit dem ersten Duo, sondern auch mit einem zweiten. Maxence Muzaton hat Nils Alphand dank seines dritten Ranges in Kitzbühel als Nummer 2 in Frankreichs Abfahrtsteam überholt. Bei den Slalomspezialisten machte zuletzt Paco Rassat auf sich aufmerksam, der die Rennen in Gurgl und Adelboden gewinnen konnte.

Elian Lehto und Eduard Hallberg

Für einmal gibt es auch ein finnisches Duo nicht ganz zu vergessen. Elian Lehto wartet zwar weiterhin auf den Sprung in die ganz starken Regionen des Weltcups, ist in der Abfahrtswertung aber immerhin auf Rang 16 klassiert. Wenn er einigermassen an der Konkurrenz dranbleiben kann, hat Eduard Hallberg durchaus die Geschwindigkeit, einige Zehntel aufzuholen und so womöglich für die erste finnische Olympia-Medaille seit Tanja Poutiainen 2006 sorgen.

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2026-02-03 17:00:16

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09.02.2026 10:30

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