Jeder Ski-Crack träumt davon, eines Tages die ganz grossen Erfolge im Weltcup feiern zu können. Oft ist es dafür notwendig, dass man auf zweithöchster Stufe im Europacup auf sich aufmerksam machen kann.
Im Europacup gibt es schliesslich die Möglichkeit, sich Fixstartplätze für den Weltcup zu erobern. Wir wollen einmal eine Übersicht liefern, wie es aktuell bei den Frauen ausschaut (Stand 27.01.26).
Die Siegerin im Europacup erhält bekanntlich einen Fixstartplatz für alle Disziplinen in der Weltcup-Saison 2026/27. Derzeit sieht es stark danach aus, dass dieser nach Italien wandern wird. Die 23-jährige Alice Pazzaglia führt in der Gesamtwertung mit 130 Punkten Vorsprung vor ihrer Landsfrau Sara Allemand. Auf dem aktuell dritten Rang liegt die Schweizer Zukunftshoffnung Stefanie Grob, die schon über 200 Zähler Rückstand auf die Italienerin hat.
17 von 33 Rennen wurden in diesem Europacup-Winter bislang absolviert, weswegen sich noch viel verändern kann. Mit Dania Allenbach liegt aktuell auch noch eine zweite Schweizerin in den Top 10 der Europacup-Gesamtwertung.
In der Abfahrt haben die Frauen bis dato vier von sieben Rennen in diesem Winter bestritten. Die Österreicherin Anna Schilcher führt die Abfahrtswertung mit 273 Punkten an, während Stefanie Grob auf dem zweiten Platz folgt. Damit hätte die 21-Jährige einen Fixstartplatz inne, denn jeweils die Top 3 pro Disziplin erhalten einen solchen disziplinenspezifischen Fixstartplatz für den nachfolgenden Weltcup-Winter.
Der Vorsprung auf Platz 4 beträgt für Stefanie Grob 44 Punkte, weswegen sie sich ihrer Sache natürlich bislang nicht sicher sein kann. Mit Elena Sanna Stucki darf auch noch eine zweite Schweizerin auf einen Fixstartplatz im Weltcup hoffen. Ihr Rückstand auf den von Leonie Zegg (AUT) gehaltenen dritten Platz beträgt 56 Zähler. Auch Jasmin Mathis könnte mit drei starken Resultaten in den letzten drei Abfahrten noch nach vorn preschen, muss sie noch 79 Punkte aufholen.
Im Super-G wurde genau die Hälfte der geplanten Saisonrennen bestritten und Sara Allemand ist bis zu diesem Zeitpunkt die unangefochtene Nummer 1 in dieser Disziplin. Die Italienerin sammelte schon 260 Punkte und hat damit ein schönes Polster auf Rang 4. Marte Monsen (NOR) und Lisa Grill (AUT) belegen derzeit die Plätze 2 und 3.
Aus Schweizer Sicht hat Jasmin Mathis (Bild unten) die grössten Chancen auf einen Fixstartplatz in dieser Disziplin. Die 21-Jährige hat nur 20 Zähler Rückstand auf Rang 3. Sina Fausch müsste noch 50 Punkte aufholen, um es in die Top 3 der Disziplinenwertung zu schaffen.

Etwas weiter zurück liegen Stefanie Grob (50 Punkte) sowie Alina Willi (41 Zähler), die aber im Kampf um einen Fixstartplatz ebenfalls nicht abgeschrieben werden dürfen.
Der Riesenslalom bei den Frauen wird im Europacup hauptsächlich von einer Nation dominiert: von Italien. Gleich vier Italienerinnen finden sich unter den Top 5 in der Riesenslalomwertung. Laura Steinmair liegt in Führung, gefolgt von ihren Landsfrauen Alice Pazzaglia und Sophie Mathiou. Auf Platz 4 folgt mit Carole Agnelli die nächste Italienerin.
Die beste Schweizerin ist den Damen von FISI jedoch auf den Fersen, hat Dania Allenbach doch nur elf Punkte weniger auf dem Konto als die drittplatzierte Mathiou. Auch Shaienne Zehnder ist im Rennen um einen Fixstartplatz im Riesenslalom noch voll mit dabei, sie hat 65 Punkte weniger auf dem Konto. Die Phalanx der Italienerinnen zu durchbrechen, wird für die beiden jungen Schweizerinnen auf jeden Fall eine grosse Herausforderung.
Im Slalom, in dem sich im letzten Winter Eliane Christen und Aline Danioth einen Fixplatz für diesen Winter sichern konnten, sieht es aus Schweizer Sicht nicht gerade rosig aus. Erneut sind es vorwiegend die Italienerinnen, die den Ton angeben. Alica Pazzaglia und Giulia Valleriani führen die Slalomwertung an, ehe mit Leonie Raich eine Österreicherin folgt. Auf Rang 4 liegt mit Beatrice Sola erneut eine Frau aus Italien.
Beste Swiss-Ski-Fahrerin nach der Hälfte der Rennen ist Aline Höpli. Die 24-Jährige liegt auf dem 8. Rang und hat schon 89 Punkte Rückstand auf die Top 3. Janine Mächler liegt bereits 105 Punkte hinter den besten Drei zurück, weswegen es für sie schwer werden wird, einen Fixstartplatz zu erobern.
Aus Schweizer Sicht ist es sicherlich positiv, dass erst die Hälfte der Europacup-Saison gefahren ist. Stand jetzt hätte Swiss-Ski dank Stefanie Grob in der Abfahrt nur einen einzigen zusätzlichen Startplatz im Weltcup bei den Frauen erobert.
Die Schweiz muss derzeit neidisch in Richtung Italien blicken. Der südliche Nachbar ist auf dem besten Weg, gleich sechs Fixstartplätze durch fünf unterschiedliche Fahrerinnen zu erobern. Dazu grüsst Alice Pazzaglia in der Europacup-Gesamtwertung von ganz oben, was ihr einen Fixplatz für sämtliche Disziplinen im Weltcup bescheren könnte.
Auch für die Österreicherinnen sieht es mit derzeit vier Top-3-Klassierungen in den einzelnen Disziplinen gut aus, dass der ein oder andere Fixplatz für den neuen Winter herausschauen könnte.
Alice Pazzaglia Aline Höpli Anna Schilcher Damian Möschinger Dania Allenbach Federazione Italiana Sport Invernali Jasmin Mathis Laura Steinmair Leonie Zegg Lisa Grill Marte Monsen Sara Allemand Shaienne Zehnder Sina Fausch Ski Alpin Ski Austria Sophie Mathiou Stefanie Grob Swiss-Ski