Die deutsche Ski-Hoffnung Emma Aicher erregt zunehmend Aufmerksamkeit in der Wintersportwelt. Die 21-jährige Athletin hat in der vergangenen Saison beeindruckende Leistungen gezeigt und gilt als vielversprechende Kandidatin für eine Olympia-Medaille bei den kommenden Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Aicher, die schwedisch-deutsche Wurzeln hat, feierte in der letzten Weltcup-Saison ihre ersten beiden Weltucpsiege: einen in der Abfahrt in Kvitfjell und einen im Super-G in La Thuile. Über ihre Erfolge äusserte sie sich gegenüber SPORT1 bescheiden: "Ich weiss nicht, ob ich es schon so richtig realisiert habe. Ich weiss natürlich, was ich geleistet habe, und bin auch sehr stolz darauf."
Die junge Skifahrerin zeichnet sich durch ihre bemerkenswerte Vielseitigkeit aus. Sie konnte in der vergangenen Saison in drei Disziplinen - Abfahrt, Super-G und Slalom - unter die Top-20 im Disziplinen-Weltcup fahren. Diese Vielseitigkeit ist im modernen Skisport selten geworden und erinnert viele Experten an die ehemalige deutsche Spitzenathletin Maria Höfl-Riesch.
Höfl-Riesch selbst zieht Parallelen zwischen sich und Aicher. In einem Interview mit der Abendzeitung, das SPORT1 zitiert, sagte sie: "In vielen Dingen erinnert sie mich an mich selber. Ich war vielleicht noch ein, zwei Jahre früher dran mit den ersten Siegen, aber im Prinzip ist der Werdegang schon ähnlich. Auch diese jugendliche Unbeschwertheit und Lockerheit!"
Aicher, die 2020 vom schwedischen zum deutschen Skiverband wechselte, musste einige Herausforderungen meistern. Sie erklärte gegenüber der genannten Quell: "Es war schon herausfordernd, auch wegen der Sprache. Ich konnte natürlich davor schon ein bisschen Deutsch, aber es etwas anderes, wenn man dann in dem Land wohnt und immer Deutsch spricht."
Trotz dieser Hürden hat sich Aicher gut im deutschen Team etabliert. Sie war in der vergangenen Saison die einzige deutsche Athletin, die Weltcup-Rennen gewinnen konnte. Ihre Leistungen haben die Erwartungen an sie für zukünftige Erfolge deutlich erhöht.
Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Aicher selbstbewusst. Auf die Frage nach einem möglichen Sieg im Gesamtweltcup antwortete sie: "Es ist auf jeden Fall ein Ziel, gerade weil ich ja auch alle vier Disziplinen fahre." Diese Aussage unterstreicht ihr Potenzial und ihre Ambitionen.
Die Vergleiche mit Höfl-Riesch, die in ihrer Karriere vier olympische Medaillen gewann, nimmt Aicher positiv auf. Sie sagte zu SPORT1: "Wenn jemand, wie Maria das sagt, nehme ich das natürlich als grosses Kompliment."
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