Die Ski-Cracks befinden sich nach einem anstrengenden WM-Winter 2024/25 in der Sommerpause. Während einige noch ihre wohlverdienten Ferien geniessen, haben andere bereits mit der Vorbereitung für den anstehenden Olympia-Winter begonnen.
In diesem Artikel nehmen wir einmal die Vielfahrer der vergangenen Saison unter die Lupe. Wir haben uns dazu entschieden, die Männer und die Frauen zusammen in eine Rangliste zu verpacken. Wer hat im letzten Winter die meisten Weltcuprennen bestritten? Die Antwort darauf gibt es weiter unten.
Die Tessinerin hat einmal mehr eine ganz starke Saison gezeigt und den Gesamtweltcup auf dem zweiten Rang beendet. Dazu eroberte sie ihre bereits sechste kleine Kugel im Super-G, womit sie Geschichte geschrieben hat. Lara Gut-Behrami bestritt insgesamt 23 von möglichen 34 Rennen, wobei sie nebst dem Slalom, wo sie bekanntlich nicht startet, nur das Saisoneröffnungsrennen in Sölden verpasst hat. Dies darum, weil sie sich körperlich und mental nicht bereit fühlte und keine Verletzung riskieren wollte. Die 33-Jährige konnte dreimal triumphieren und landete sieben weitere Male auf dem Podest. Sie schied nur einmal aus und zwei 13. Plätze waren ihre schwächsten Klassierungen.
Die Engelbergerin hat den sportlich gesehen schwierigsten Winter ihrer Karriere erlebt, lief es ihr doch in keiner Disziplin wirklich nach Wunsch. Die langjährige Allrounderin hat sich wohl auch wegen der dürftigen Resultate dazu entschieden, ihr Pensum zu verkleinern und künftig auf den Slalom zu verzichten. Auch den Riesenslalom könnte sie womöglich aussen vor lassen und nur noch auf die Karte Speed setzen. Im vergangenen Winter stand Michelle Gisin in allen Disziplinen am Start und bestritt insgesamt 24 Weltcuprennen. Dabei fuhr sie aber nur dreimal in die Top-10, wobei der achte Platz in der Abfahrt von Beaver Creek ihr Bestresultat war.
Während Gisin den schwächsten Winter ihrer Karriere erlebte, war es für Federica Brignone genau umgekehrt. Die Italienerin fuhr so stark wie noch nie und sicherte sich komplett verdient die zweite grosse Kristallkugel ihrer Laufbahn. Die 34-Jährige eroberte dazu auch noch die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt und im Riesenslalom. Brignone fuhr in insgesamt 24 Rennen satte zehn Saisonsiege ein und landete sechs weitere Male auf dem Weltcuppodest. Immer, wenn sie das Ziel erreichte, landete sie in den Top-10, wobei ein 9. Platz in der Abfahrt von Beaver Creek ihr "schlechtestes" Resultat gewesen ist (abgesehen von drei Ausfällen im Riesenslalom). Ihr Traumwinter endete für sie jedoch mit einem Albtraum, verletzte sie sich doch bei den italienischen Meisterschaften schwer und muss nun um die Teilnahme an der Heim-Olympia bangen.
Bei den Männern gab es im letzten Winter genau einen einzigen Fahrer, der in allen vier Disziplinen mindestens einmal am Start stand. Es handelt sich um River Radamus, der insgesamt 25 (von möglichen 37) Rennen bestritten hat. Die stärkste Disziplin des 27-Jährigen ist ganz klar der Riesenslalom, wo er dank zwei siebten Rängen seine Bestresultate einfahren konnte. Doch auch im Super-G besitzt er Qualitäten, wie ein achter Rang von Beaver Creek zeigte. Im Slalom konnte er ebenfalls einige wenige Weltcupzähler einfahren, während er in der einzigen Abfahrt (Kvitfjell), die er bestritten hat, auf Rang 56 landete.
Auf die gleiche Anzahl Rennen wie River Radamus kommt Ausnahmekönner Marco Odermatt, der jedoch deutlich mehr Erfolg hatte als der US-Amerikaner. Der Nidwaldner verteidigte den Gesamtweltcup sowie die drei kleinen Kristallkugeln in Super-G, Abfahrt und Riesenslalom, weswegen man erneut von einer Traumsaison sprechen kann. In den 25 Weltcuprennen erreichte er nur zweimal das Ziel nicht und nebst acht Saisonsiegen schauten auch noch neun weitere Podestplätze heraus. Odermatt landete in jedem Rennen, in welchem er ins Ziel kam, in den Top-7. Im Schnitt holte er pro Rennen unglaubliche 68,84 Zähler. Zur Veranschaulichung: Für einen dritten Rang gibt es 60 Punkte.

Eine bärenstarke Saison zeigte auch Loïc Meillard, obwohl der Start für ihn kaum unglücklicher hätte laufen können. Beim Einfahren für den Riesenslalom von Sölden schoss es ihm in den Rücken, weswegen er quasi den ganzen Winter über mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Umso beeindruckender, dass er trotz der Schmerzen die meisten Weltcuprennen aller Männer bestritten hat, nämlich 26 an der Zahl. Der 28-Jährige feierte dabei drei Saisonsiege und landete fünf weitere Male auf dem Weltcuppodest. Zweimal erreichte er das Ziel nicht und nur beim Super-G von Kvitfjell landete er ausserhalb der Punkte (40.), während er in den technischen Disziplinen regelmässig in den Top-5 landete.
Mit Emma Aicher konnte im vergangenen Winter niemand mithalten; zumindest wenn es um die Anzahl bestrittener Weltcuprennen geht. Die junge Deutsche hat nur gerade zwei Rennen verpasst und stand in 32 von 34 Weltcup-Events im Starthaus. Das ist der mit Abstand höchste Event, hat sie doch satte sechs Rennen mehr bestritten als der in diesem Ranking zweitplatzierte Loïc Meillard.
Die 21-Jährige ist eine klassische Allrounderin und bestreitet sämtliche Disziplinen, wobei sie vor allem im Speed den Anschluss an die Weltspitze geschafft hat. In Abfahrt und Super-G feierte sie nämlich ihre ersten beiden Weltcupsiege ihrer Karriere und dazu gesellt sich auch noch ein weiterer Podestplatz in der Königsdisziplin. Auch im Slalom besitzt sie grosse Fähigkeiten, landete sie doch viermal in den Top-10. Im Riesenslalom läuft es ihr hingegen noch nicht nach Wunsch, wobei sie auch in jener Disziplin Weltcuppunkte erobern konnte. Sie könnte in Zukunft eine ganz heisse Anwärterin auf den Gesamtweltcupsieg werden.
Weitere Ski-Cracks, die mindestens 20 Weltcuprennen bestritten haben:
Alex Vinatzer Alice Robinson Atle Lie McGrath Deutscher Skiverband Emma Aicher Federazione Italiana Sport Invernali Federica Brignone Filip Zubcic Henrik Kristoffersen Kajsa Vickhoff Lie Lara Gut-Behrami Loïc Meillard Lucas Pinheiro Braathen Marco Odermatt Marta Bassino Michelle Gisin River Radamus Roberta Melesi Sam Maes Ski Alpin Sofia Goggia sport.ch Swiss-Ski Swiss-Ski Nationalmannschaft Timon Haugan US Ski Team welovesnow.ch