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Rochat, Holdener, Gisin und weitere Schweizer wirbelten die Weltcupstartliste ganz schön durcheinander

Die grössten Verschiebungen in der WCSL - Teil 4

Es wollte nicht sein, aus Schweizer Sicht. Sowohl bei den Herren als auch bei den Frauen gab es für Swiss-Ski im letzten Slalom noch die Chance, die kleine Kugel zu ergattern, doch beide verpassten den Exploit letztlich relativ deutlich. Wir haben einen Blick auf die komplette Saison geworfen und euch die grössten Auf- und Absteiger der Saison zusammengestellt.

In Folge wird Weltcupstartliste mit WCSL abgekürzt. Handelt es sich bei den Ranglisten-Ersten nicht um die Disziplinen-Besten, handelt es sich nicht um einen Fehler. Dies ist deshalb so, weil die Weltmeisterschaft ebenfalls Punkte für die WCSL gibt.

Slalom Frauen

Die grössten Aufsteigerinnen

  1. Clarisse Breche/FRA: 47 ➡️ 25 (+22)
  2. Cornelia Öhlund/SWE: 36 ➡️ 15 (+21)
  3. Emma Aicher/GER: 35 ➡️ 17 (+18)
  4. Wendy Holdener/SUI: 21 ➡️ 4 (+17)
  5. Hanna Aronsson Elfman/SWE: 38 ➡️ 21 (+17)
  6. Marie Lamure/FRA: 34 ➡️ 18 (+16)
  7. Lara Della Mea/ITA: 40 ➡️ 24 (+16)
  8. Lara Colturi/ALB: 25 ➡️ 12 (+13)
  9. Marion Chevrier/FRA: 39 ➡️ 27 (+12)
  10. Andreja Slokar/SLO: 21 ➡️ 11 (+10)
  11. Lisa Hörhager/AUT: 50 ➡️ 40 (+10)

Natürlich hat hier mit Wendy Holdener eine Weltklasseathletin den Sprung nach vorne geschafft. Die Schwyzerin verpasste einen Grossteil der Saison 2023/24 und kam in dieser Saison extrem stark zurück. Zwar reichte es nie für den Sieg, doch mit vier Podestplätzen und drei WM-Silbermedaillen darf sie extrem zufrieden sein.

Geschlagen wurde sie in diesem Ranking allerdings von drei jungen Athletinnen. Die 23-jährige Clarisse Breche konnte sich zum ersten Mal für das Weltcupfinale qualifizieren, die Schwedin Cornelia Öhlund überraschte mit Rang 5 in Sestriere. Über die Qualitäten von Emma Aicher gibt es ohnehin keine Zweifel.

Die grössten Absteigerinnen

  1. Michelle Gisin/SUI: 4 ➡️ 37 (-33)
  2. Dzenifera Germane/LAT: 19 ➡️ 48 (-29)
  3. Leona Popovic/CRO: 15 ➡️ 39 (-24)
  4. Katharina Gallhuber/AUT: 17 ➡️ 32 (-15)
  5. Chiara Pogneaux/FRA: 24 ➡️ 38 (-14)
  6. Ali Nullmeyer/CAN: 11 ➡️ 22 (-11)
  7. Martina Dubovska/CZE: 23 ➡️ 33 (-10)
  8. Thea Louise Stjernesund/NOR: 33 ➡️ 43 (-10)

Auf der anderen Seite der Gefühlslage ist da Michelle Gisin. Die Engelbergerin kam in dieser Saison in keiner Disziplin so wirklich auf Touren, am wenigsten allerdings in den technischen Disziplinen. Nach schwachem Saisonstart zog sie Mitte Saison einen Schlussstrich unter ihre Slalomkarriere.

Ebenfalls wieder weit zurückgefallen ist die Lettin Dzenifera Germane, von der man vor der Saison erwartet hatte, dass sie den Sprung in die Weltspitze schafft. Sie wurde aber immer wieder von Verletzungen gebremst. Ebenfalls verletzt war auch die Kroatin Leona Popovic, weswegen auch sie viele Ränge verloren hat.

Neu in der WCSL

und weiter: 34. Aline Höpli/SUI, 41. Katie Hensien/USA, 44. Giorgia Collomb/ITA, 44. Janine Mächler/SUI, 47. Nina O'Brien/USA, 48. Beatrice Sola/ITA, 52. Aline Danioth/SUI, 52. Emilia Mondinelli/ITA.

Erfreulich aus Schweizer Sicht ist nicht nur, dass man mit Camille Rast, Wendy Holdener und Mélanie Meillard drei Athletinnen in der Weltspitze hat, sondern auch, dass man mit Eliane Christen, Aline Höpli, Janine Mächler und Aline Danioth gleich vier Fahrerinnen hat, die neu oder wieder in der WCSL erscheinen.

Neben den Schweizerinnen konnten nur die Amerikanerinnen und die Italienerinnen so richtig überzeugen, auch sie sind mehrfach neu in der WCSL vertreten. Auffällig ist, dass eigentlich alles junge Athletinnen sind, bis auf Nina O'Brien und Aline Danioth, die nach schweren Verletzungen zurück sind.

Nicht mehr in der WCSL

und weiter: 37. Kristin Lysdahl/NOR, 42. Bianca Bakke Westhoff/NOR, 42. Marie-Therese Sporer/AUT, 45. Andrine Maarstoel/NOR, 46. Marie Therese Tviberg/NOR, 49. Vera Tschurtschenthaler/ITA, 50. Lucrezia Lorenzi/ITA, 52. Madison Hoffman/USA, 54. Lila Lapanja/SLO, 54. Federica Brignone/ITA, 57. Stephanie Brunner/AUT, 58. Charlotte Lingg/LIE.

Gar nicht mehr in der WCSL vertreten ist wenig überraschend Petra Vlhova, die nach ihrem Kreuzbandriss im Januar 2024 die komplette Saison verpasste. Sie musste im Verlauf der Saison attestieren, dass es nach mehreren Rückschlägen seit der Verletzung noch zu früh ist, um zurückzukommen.

Selbiges galt auch für Nicole Good, die letztes Jahr bei den Schweizer Meisterschaften schwer gestürzt ist und sich zum wiederholten Male eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Sie versuchte es mit Starts, musste dann aber bald einmal Forfait für den Rest der Saison geben.

Dahinter gibt es noch einige Athletinnen wie Marie Therese Tviberg oder Marie-Therese Sporer, die ihre Karrieren beendet haben.

Slalom Männer

Die grössten Aufsteiger

  1. Benjamin Ritchie/USA: 41 ➡️ 17 (+24)
  2. Tanguy Nef/SUI: 29 ➡️ 9 (+20)
  3. Paco Rassat/FRA: 37 ➡️ 23 (+14)
  4. Albert Popov/BUL: 24 ➡️ 14 (+10)
  5. Samuel Kolega/CRO: 20 ➡️ 12 (+8)
  6. Armand Marchant/BEL: 30 ➡️ 22 (+8)
  7. Fabian Ax Swartz/SWE: 47 ➡️ 39 (+8)
  8. Joaquim Salarich/ESP: 51 ➡️ 43 (+8)

Wie bei den Frauen ist auch bei den Männern jemand mit Schweizer Kreuz weit vorne. Tanguy Nef konnte in dieser Saison endlich zeigen, was in ihm steckt und wurde vor allem konstanter und risikofreier. In Wengen verpasste er das Podest nur knapp, an der WM fuhr er in der Team-Kombi souverän den Podestplatz ins Trockene.

Ganz zuvorderst ist mit Benjamin Ritchie ein Amerikaner. Auch er zeigte in der Team-Kombi eine ganz starke Leistung, überzeugte auch im Weltcup immer wieder mit tollen Auftritten. Dahinter profitiert beispielsweise Albert Popov von seinem ersten Weltcupsieg, den er in Madonna di Campiglio herausfahren konnte.

Die grössten Absteiger

  1. AJ Ginnis/GRE: 23 ➡️ 46 (-23)
  2. Marc Rochat/SUI: 9 ➡️ 31 (-22)
  3. Marco Schwarz/AUT: 15 ➡️ 28 (-13)
  4. Johannes Strolz/AUT: 13 ➡️ 24 (-11)
  5. Luca Aerni/SUI: 19 ➡️ 30 (-11)
  6. Ramon Zenhäusern/SUI: 27 ➡️ 37 (-10)
  7. Sebastian Foss-Solevaag/NOR: 36 ➡️ 46 (-10)

Wo Licht ist, ist im Schweizer Slalomteam leider auch Schatten. Nachdem Marc Rochat in der vergangenen Saison das Podest mehrfach knapp verpasst hatte, war er in dieser Saison oft meilenweit davon entfernt. Er konnte nur selten überzeugen, dafür in der Team-Kombination der WM im perfekten Moment. Zusammen mit Stefan Rogentin holte er Bronze.

Noch etwas weiter zurückgefallen ist auch Ramon Zenhäusern, der wie Luca Aerni den ganz schnellen Schwung in dieser Saison nicht gefunden hat. Sein Aufbäumen kam erst in den letzten Saisonrennen, inklusive zweitem Platz an der Schweizer Meisterschaft - hinter Marc Rochat.

Der grösste Absteiger der Saison, AJ Ginnis, hingegen musste bereits früh in der Saison Forfait geben. Aufgrund einer schmerzhaften Flüssigkeitsansammlung im Knochen im Dezember war zuerst nur von einer einmonatigen Pause auszugehen, zurückgekommen ist er für den Rest der allerdings nicht mehr.

Neu in der WCSL

und weiter: 42. Tormis Laine/EST, 43. Andreas Oscar Sandvik/NOR, 46. Gustav Wissting/SWE, 49. Simon Maurberger/ITA.

Es ist aus neutraler Skisicht erfreulich, dass immer mehr ungewöhnliche Nationen die Slalomwelt erobern. Natürlich ist da Lucas Pinheiro Braathen, der seit letztem Herbst für Brasilien startet, dank Eduard Hallberg gibt es aber auch wieder einmal einen Finnen. Tormis Laine ist gar der allererste Este, der Weltcuppunkte einfahren konnte.

Nicht mehr in der WCSL

und weiter: 35. Juan del Campo/ESP, 48. Killian Pramstaller/AUT, 50. Theodor Brækken/NOR, 52. Léo Anguenot/FRA, 53. Simon Rueland/AUT, 54. Seigo Kato/JAP.

Gerade viele Athleten sind es nicht, die nicht mehr Teil der WCSL sind. Der Bekannteste dieser Athleten ist wohl der Franzose Léo Anguenot, der in dieser Saison im Riesenslalom gar aufs Podest fahren konnte. Der Slalom ist klar seine schwächere Disziplin, er hat dank seines jungen Alters allerdings auch noch mehrere Jahre Zeit.

Etwas überraschend nach den Ergebnissen an der norwegischen Meisterschaft ist, dass Theodor Brækken keinen einzigen Punkt einfahren können. Bei der NM wurde er zeitgleich mit dem Sieger der Slalomkugel, Henrik Kristoffersen, Dritter.

AJ Ginnis Albert Popov Ali Nullmeyer Aline Danioth Aline Höpli Andreja Slokar Armand Marchant Benjamin Ritchie Chiara Pogneaux Clarisse Brèche Cornelia Öhlund Deutscher Skiverband Dominic Hodel Dzenifera Germane Eduard Hallberg Eliane Christen Fabian Ax Swartz Fédération française de ski Federica Brignone Giorgia Collomb Hanna Aronsson Elfman Janine Mächler Joaquim Salarich Johannes Strolz Katharina Gallhuber Katie Hensien Lara Colturi Leona Popovic Lisa Hörhager Luca Aerni Lucas Pinheiro Braathen Marc Rochat Marco Schwarz Maria Therese Tviberg Marie-Therese Sporer Martina Dubovska Michelle Gisin Nicole Good Nina O'Brien Norges Skiforbund Paco Rassat Petra Vlhova Ramon Zenhäusern Samuel Kolega Sebastian Foss-Solevaag Sebastian Holzmann Ski Alpin Ski Austria Svenska Skidförbundet Swiss-Ski Tanguy Nef Thea Louise Stjernesund Theodor Brækken Tommaso Sala Tormis Laine US Ski Team Victor Muffat-Jeandet Wendy Holdener

2025-04-10 12:00:54