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Swiss-Ski hat nächste Saison gleich mehrfach die Chance, den Aufsteiger der Saison zu haben

Die grössten Verschiebungen in der WCSL - Teil 2

Der Super-G ist fest in Schweizer Hand. Sowohl mit Lara Gut-Behrami als auch mit Marco Odermatt gingen die Kugeln in die Schweiz, doch nicht alle Schweizer konnten gleichermassen brillieren. Wir haben einmal einen Blick auf die Weltcupstartlisten der vergangenen zwei Jahre geworfen und küren die Top-Aufsteiger und -Absteiger.

In Folge wird Weltcupstartliste mit WCSL abgekürzt. Handelt es sich bei den Ranglisten-Ersten nicht um die Disziplinen-Besten, handelt es sich nicht um einen Fehler. Dies ist deshalb so, weil die Weltmeisterschaft ebenfalls Punkte für die WCSL gibt.

Super-G Frauen

Die grössten Aufsteigerinnen

  1. Keely Cashman/USA: 51 ➡️ 28 (+23)
  2. Ricarda Haaser/AUT: 38 ➡️ 20 (+18)
  3. Emma Aicher/GER: 28 ➡️ 11 (+17)
  4. Nadine Fest/AUT: 44 ➡️ 31 (+13)
  5. Corinne Suter/SUI: 20 ➡️ 9 (+11)
  6. Camille Cerutti/FRA: 41 ➡️ 32 (+9)
  7. Lauren Macuga/USA: 13 ➡️ 5 (+8)
  8. Jacqueline Wiles/USA: 49 ➡️ 41 (+8)
  9. Sofia Goggia/ITA: 10 ➡️ 3 (+7)

Den grössten Aufstieg aller Super-G-Fahrerinnen hat die Amerikanerin Keely Cashman gemacht. Die 25-Jährige punktete in den ersten vier Rennen, kam allerdings nie über Platz 21 hinaus. Eher überraschend konnte sie dann aber kurz vor der WM in Garmisch-Partenkirchen auf den sechsten Rang fahren und sich so 40 Punkte holen.

Dahinter ist der DACH-Raum sehr gut vertreten. Der Aufstieg von Emma Aicher ist ohnehin bekannt, dass Ricarda Haaser trotz Kreuzbandriss an der WM noch so gut klassiert ist, zeigt, wie stark die Österreicherin in die Saison gestartet ist. Auch Nadine Fest wusste zu überzeugen, hat parallel gar noch die Gesamtwertung des Europacups gewonnen und darf so in der nächsten Saison ohnehin in allen Rennen starten.

In dieser Liste stechen aber die Namen von zwei ganz grossen heraus. Corinne Suter kam nach ihrem Kreuzbandriss in diesem Winter stark zurück. Sofia Goggia verletzte sich in der Saison 2023/24 ebenfalls schwer, konnte nun aber bereits wieder in der Weltspitze anschliessen.

Die grössten Absteigerinnen

  1. Priska Ming-Nufer/SUI: 27 ➡️ 44 (-17)
  2. Delia Durrer/SUI: 30 ➡️ 43 (-13)
  3. Mirjam Puchner/AUT: 7 ➡️ 19 (-12)
  4. Elvedina Muzaferija/BIH: 23 ➡️ 34 (-11)
  5. Jasmina Suter/SUI: 25 ➡️ 36 (-11)
  6. Maryna Gasienica-Daniel/POL: 35 ➡️ 46 (-11)
  7. Michelle Gisin/SUI: 14 ➡️ 22 (-8)
  8. Ester Ledecka/CZE: 6 ➡️ 13 (-7)
  9. Kira Weidle-Winkelmann/GER: 11 ➡️ 18 (-7)

Es ist ein aus Schweizer Sicht grausiges Bild. Priska Ming-Nufer hatte eine komplett verknorkste Saison und verlor so gleich 17 Ränge. Etwas weniger dramatisch und trotzdem bitter ist auch der Absturz von Delia Durrer, deren Entwicklung etwas stagnierte. Dank Mirjam Puchner als drittgrösste Absteigerin zeigt sich aber auch, dass auch bei Top-Athletinnen eine schwache Saison dazugehört.

Ebenfalls viel verloren haben Jasmina Suter und Michelle Gisin. Während es bei Suter durch die Meniskusverletzung zu begründen ist, ringt man bei Gisin etwas um Erklärungen. Schliesslich konnte die Engelbergerin in allen Speedrennen an den Start gehen.

Neu in der WCSL

und weiter: 33. Breezy Johnson/USA, 35. Asja Zenere/ITA, 37. Magdalena Egger/AUT, 38. Janine Schmitt/SUI, 41. Marte Monsen/NOR, 47. Julia Scheib/AUT, 48. Lisa Grill/AUT, 50. Nina Ortlieb/AUT

Wie könnte es auch anders sein. Die Comebackerin Lindsey Vonn überraschte ohnehin schon alle mit ihrem Rücktritt vom Rücktritt, beim Saisonfinale dann aber auch noch endgültig mit dem sensationellen zweiten Rang.

Zwar nicht ganz so stark wie in der Abfahrt, aber trotzdem sehr solide zeigte sich auch Malorie Blanc. Die Walliserin muss man in den kommenden Jahren definitiv auf der Rechnung haben. Die Liste wird ergänzt durch viele Rückkehrerinnen und junge Athletinnen.

Nicht mehr in der WCSL

und weiter: 31. Michaela Heider/AUT, 34. Teresa Runggaldier/ITA, 35. Franziska Gritsch/AUT, 37. Isabella Wright/USA, 39. Lena Wechner/AUT, 39. Christine Scheyer/AUT, 42. Stephanie Jenal/SUI, 46. Noémie Kolly/SUI, 47. Lisa Hörnblad/SWE, 52. Juliana Suter/SUI, 53. Sabrina Maier/AUT, 54. Elisabeth Reisinger/AUT, 56. Cassidy Gray/CAN, 56. Michelle Niederwieser/AUT, 58. Sara Thaler/ITA.

Ragnhild Mowinckel ist nach der letzten Saison bekanntlich zurückgetreten und hinterliess eine grosse Lücke im norwegischen Speedteam, welche aber schon bald durch Marte Monsen, die neu in der WCSL zu finden ist, gefüllt werden dürfte.

Ebenfalls aus den Top-30 nicht mehr dabei sind Jasmine Flury und Mikaela Shiffrin. Während Flury die komplette Saison verpasst hat, weiss man bei Shiffrin nicht genau, ob sie in der kommenden Saison wieder auf die Speed-Ski stehen wird. Sie verletzte sich im November noch vor dem ersten Speedrennen der Saison und ging nach der Verletzung kein Risiko ein.

Super-G Männer

Die grössten Aufsteiger

  1. Fredrik Møller/NOR: 49 ➡️ 5 (+44)
  2. Giovanni Franzoni/ITA: 52 ➡️ 16 (+36)
  3. Alexis Monney/SUI: 42 ➡️ 10 (+32)
  4. Florian Loriot/FRA: 48 ➡️ 25 (+23)
  5. Lars Rösti/SUI: 58 ➡️ 35 (+23)
  6. Lukas Feurstein/AUT: 25 ➡️ 8 (+17)
  7. Matthieu Bailet/FRA: 61 ➡️ 44 (+17)
  8. Romed Baumann/GER: 46 ➡️ 30 (+16)
  9. Andreas Ploier/AUT: 51 ➡️ 39 (+12)
  10. Brodie Seger/CAN: 56 ➡️ 45 (+11)
  11. Franjo von Allmen/SUI: 14 ➡️ 4 (+10)

Unglaublich aber wahr: Gleich drei Fahrer haben einen Aufstieg von mehr als 30 Punkten hinter sich, während in anderen Disziplinen jeweils knapp die 20er-Marke erreicht wird. Überraschungssieger Fredrik Møller brachte in der vergangenen Saison kaum ein Bein vors andere, in dieser Saison steht er plötzlich auf Rang 5.

Auch der junge Italiener Giovanni Franzoni wusste zu überzeugen, Alexis Monney hat den absoluten Durchbruch in dieser Saison endgültig geschafft. Der Freiburger war bisher in der Abfahrt solide, im Super-G aber noch öfters eher weit hinten. In dieser Saison hat sich das mit dem zweiten Platz in Bormio schlagartig geändert.

Eher angekündet hat sich der steile Aufstieg bei Franjo von Allmen, der bereits letzte Saison bis auf den 14. Platz hervor gefahren ist. In dieser Saison war er neben Marco Odermatt sozusagen der Speedprinz, feierte in Wengen seinen ersten Weltcupsieg überhaupt.

Die grössten Absteiger

  1. Arnaud Boisset/SUI: 11 ➡️ 57 (-46)
  2. Loïc Meillard/SUI: 8 ➡️ 35 (-27)
  3. Sam Morse/USA: 31 ➡️ 54 (-23)
  4. Cyprien Sarrazin/FRA: 6 ➡️ 24 (-18)
  5. Jeffrey Read/CAN: 10 ➡️ 26 (-16)
  6. Marco Kohler/SUI: 37 ➡️ 52 (-15)
  7. Pietro Zazzi/ITA: 29 ➡️ 43 (-14)
  8. Daniel Danklmaier: 24 ➡️ 38 (-14)
  9. Gino Caviezel/SUI: 22 ➡️ 34 (-12)
  10. Nils Alphand/FRA: 42 ➡️ 54 (-12)

In die komplett andere Richtung ging es bei Arnaud Boisset. Der Walliser wusste in der vergangenen Saison noch vollends zu überzeugen. Im ersten Rennen der Saison stürzte er allerdings schwer und zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Nachdem er im Januar versuchte zurückzukommen, hörte er auf seinen Körper und brach die Saison vorzeitig ab.

Auch den zweitgrössten Absteiger in dieser Disziplin stellt Swiss-Ski. Bei ihm von Absteiger zu sprechen grenzt allerdings an Majestätsbeleidigung. Durch seine Rückenprobleme wurde Meillard quasi dazu gezwungen, den Fokus auf seine stärkeren beiden Disziplinen zu legen.

Mit Gino Caviezel und Cyprien Sarrazin sehen wir hier zudem zwei Schwerverletzte, welche in dieser Saison kaum Rennen absolvieren konnten.

Neu in der WCSL

und weiter: 31. Felix Monsen/SWE, 46. Nicolo Molteni/ITA, 47. Nejc Naralocnik/SLO, 47. Felix Hacker/AUT, 47. Luis Vogt/GER, 53. Vincent Wieser/AUT, 54. Manuel Traninger/AUT, 60. Rasmus Windingstad/NOR, 60. Matteo Franzoso/ITA.

Neue Schweizer findet man in der WCSL in diesem Jahr nicht. Dies liegt aber natürlich auch daran, dass man zwei Startplätze aus dem Europacup weniger hatte und das sonst schon breite Speedteam noch weniger Möglichkeiten hatte, neue Fahrer zu stellen.

Besser sieht es bei den Österreichern aus, die gleich vierfach vertreten sind. So wirklich überzeugen konnte allerdings nur Stefan Eichberger, der ohnehin als vielversprechendstes Talent der Österreicher zählt. Miha Hrobat konnte nicht nur in der Abfahrt überzeugen, sondern auch im Super-G und Jan Zabystran könnte zum männlichen Pendant von Ester Ledecka werden.

Nicht mehr in der WCSL

und weiter: 32. Niels Hintermann/SUI, 35. Christoph Krenn/AUT, 42. Gilles Roulin/SUI, 45. Thomas Dressen/GER, 46. Andreas Sander/GER, 50. Giovanni Borsotti/ITA, 56. Sam Alphand/FRA, 58. Adrien Fresquet/FRA, 61. Kyle Alexander/CAN.

Aus Schweizer Sicht ist hier schön zu sehen, dass man die Fahrer in der WCSL nicht aufgrund von schwachen Leistungen verloren hat. Die Ausfälle sind zu begründen: Niels Hintermann musste aufgrund der Krebsdiagnose die ganze Saison auslassen, Gilles Roulin ist Ende Saison 2023/24 zurückgetreten.

In eben dieser Saison war Guglielmo Bosca noch der fünftbeste Super-G-Athlet der Welt. Rennen konnte er in diesem Jahr allerdings nicht bestreiten, denn im Training zur ersten Abfahrt des Winters brach er sich das Wadenbein und musste so die komplette Saison aussetzen. Ebenfalls von einer Verletzung erholt sich Aleksander Aamodt Kilde.

Aleksander Aamodt Kilde Alexis Monney Alpine Canada Andreas Ploier Arnaud Boisset Brodie Seger Camille Cerutti Corinne Suter Cyprien Sarrazin Daniel Danklmaier Delia Durrer Deutscher Skiverband Dominic Hodel Elvedina Muzaferija Emma Aicher Ester Ledecka Fédération française de ski Federazione Italiana Sport Invernali Florian Loriot Franjo von Allmen Fredrik Moeller Gilles Roulin Gino Caviezel Giovanni Franzoni Guglielmo Bosca Jacqueline Wiles Jan Zabystran Janine Schmitt Jasmina Suter Jasmine Flury Jeffrey Read Juliana Suter Keely Cashman Kira Weidle Lars Rösti Lauren Macuga Lindsey Vonn Loïc Meillard Lukas Feurstein Malorie Blanc Marco Kohler Marco Schwarz Maryna Gasienica-Daniel Matthieu Bailet Michelle Gisin Miha Hrobat Mikaela Shiffrin Mirjam Puchner Nadine Fest Niels Hintermann Nils Alphand Noémie Kolly Pietro Zazzi Priska Ming-Nufer Ragnhild Mowinckel Ricarda Haaser Romed Baumann Simon Jocher Ski Alpin Ski Austria Sofia Goggia Stefan Eichberger Stephanie Jenal Swiss-Ski US Ski Team

2025-04-07 12:00:38