Die Kugelentscheidungen sind gefallen. Einige Athletinnen und Athleten dürfen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Wir werfen einen Blick auf die Weltcupstartliste und vergleichen diese mit derjenigen von letztem Jahr. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer.
In Folge wird Weltcupstartliste mit WCSL abgekürzt. Handelt es sich bei den Ranglisten-Ersten nicht um die Disziplinen-Besten, handelt es sich nicht um einen Fehler. Dies ist deshalb so, weil die Weltmeisterschaft ebenfalls Punkte für die WCSL gibt.
Zwei noch sehr junge Athletinnen prägen diese Liste. Lauren Macuga stieg in dieser Saison zur Top-Athletin auf und stellt damit sogar Shootingstar Emma Aicher in den Schatten. Macuga konnte zwar keine Abfahrt gewinnen, fuhr aber regelmässig in die Top-10 und in Kvitfjell aufs Podest. Zudem sieht man bei ihr gut, dass eben auch die WM in die WCSL fliesst, wo die Amerikanerin Fünfte wurde.
Hinter den beiden Jungstars, beziehungsweise mit gleich vielen Ranggewinnen wie Aicher, klassiert sich mit Corinne Suter eine routiniertere Fahrerin, die letztes Jahr noch zu den grossen Verliererinnen gehörte. Nach ihrem Kreuzbandriss Mitte Saison 2023/24 meldete sie sich dieses Jahr eindrücklich zurück. Zwar ist sie noch nicht ganz wieder die Alte, immerhin aber wieder in den Top-10 der Disziplin.
Etwas überraschend konnte sich auch ihre Namensvetterin Jasmina Suter verbessern, die noch vor der Weltmeisterschaft aufgrund einer Meniskusverletzung die Saison abbrechen musste. Sie konnte allerdings in der ersten Abfahrt der Saison mit Rang 16 überzeugen und verbesserte ihre letztes Jahr bescheidene Punkteausbeute nach oben.
Am gleichen Wochenende in der Saison 2023/24 wie Corinne Suter verletzte sich auch Joana Hählen am Knie und musste anschliessend pausieren. Letzte Saison rettete sie sich trotzdem noch auf Rang 20, dieses Jahr schien ihr das Vertrauen ins Knie häufig zu fehlen. Ihr Absturz ist daher logisch.
Ebenfalls viel an Boden verloren hat die Bosnierin Elvedina Muzaferija, die noch im letzten Jahr in Crans-Montana sensationell auf den vierten Rang gefahren ist und zur grossen Aufsteigerin der Saison wurde. Dieses Jahr ging es wieder in die andere Richtung, ein ähnlicher Exploit gelang ihr nicht mehr.
Ebenfalls Ränge hat Priska Ming-Nufer verloren, die nicht wie erhofft vom Hochzeitshoch profitieren konnte. Konnte sie letzte Saison noch konstant in die Top-20 fahren, waren es diese Saison zwar immer wieder Punkte, aber eben zu wenig, um sich weit oben zu halten.

und weiter: 33. Magdalena Egger/AUT, 34. Janine Schmitt/SUI, 45. Haley Cutler/USA, 45. Sara Thaler/ITA.
Es ist eine Liste mit grossen Namen. Breezy Johnson durfte in der vergangenen Saison aufgrund von verpassten Doping-Tests nicht mittun und kam gestärkt daraus zurück. Sie schaffte es zurück aufs Podest und wurde in Saalbach-Hinterglemm gar Abfahrtsweltmeisterin.
Das grösste Comeback der Saison war allerdings jenes von Speed-Queen Lindsey Vonn, die es mit 40 Jahren noch einmal wissen wollte. Die Amerikanerin zeigte immer wieder gute Leistungen und verpasste in St. Anton als Vierte das Podest nur knapp.
Stichwort St. Anton: Da ging Malorie Blancs Stern so richtig auf. Die 21-Jährige durfte in ihrem erst zweiten Weltcuprennen ihren ersten Podestplatz bejubeln, nur sieben Hundertstel fehlten zum Sieg. Sie darf definitiv stolz sein auf ihre erste Weltcupsaison. Im gleichen Rennen ebenfalls lange auf Podestkurs war Marte Monsen, die in der WCSL nur zwei Ränge hinter ihr liegt.
und weiter: 36. Sabrina Maier/AUT, 37. Michelle Niederwieser/AUT, 38. Stephanie Jenal/SUI, 39. Noémie Kolly/SUI, 42. Emily Schöpf/AUT, 43. Stefanie Fleckenstein/CAN, 47. Lena Wechner/AUT, 47. Tricia Mangan/USA, 51. Juliana Suter/SUI, 51. Lisa Hörnblad/SWE.
Es ist eine Liste, gemischt aus zurückgetretenen und verletzten Athletinnen. Ragnhild Mowinckel und Christine Scheyer haben genug gesehen. Flury, Runggaldier, Kolly und Fleckenstein zum Glück noch nicht, sie alle konnten aber in dieser Saison nicht starten.
Stephanie Jenal konnte vor der Verletzung in der Abfahrt keine Punkte erzielen. Mikaela Shiffrin ist nach ihrer Verletzung gar nicht mehr angetreten in der Abfahrt. Man darf gespannt sein, ob die Amerikanerin noch einmal in dieser Disziplin am Start stehen wird.
Gleich drei Schweizer sind in dieser Liste mit mehr als zwölf Ranggewinnen vertreten. König der Aufsteiger ist dabei Lars Rösti, der in der Saison 2023/24 nur sehr selten zu Punkten fahren konnte und dieses Jahr in Bormio gar auf dem Weg zum Sieg war.
Aufgrund der zuvor schon hohen Klassierungen von Alexis Monney und Franjo von Allmen sind auch diese beiden Aufstiege mehr als beeindruckend. Gehörten beide vor der Saison noch zum erweiterten Favoritenkreis, konnten sie sich nun endgültig zu Topfavoriten mausern.
Einen ähnlichen Aufstieg hat auch Miha Hrobat hinter sich, der bereits am ersten Speed-Wochenende der Saison auf sich aufmerksam machen und danach seine starke Form weiterziehen konnte. Eine starke Form zeigte beispielsweise auch Daniel Hemetsberger nach seinen Rückenproblemen von letzter Saison.
Wenig überraschend steht hier der Name vom zweitbesten Abfahrer des vergangenen Winters. In der zweiten Abfahrt der Saison noch als Zweiter auf dem Podest stürzte Cyprien Sarrazin in Bormio schwer und musste die Saison vorzeitig abbrechen. Es ist fraglich, ob wir den Franzosen je wieder im Weltcup sehen.
Unter den Absteigern befindet sich mit Josua Mettler auch ein Schweizer. Der Grund ist bei ihm ebenfalls eine Verletzung. Nach einem Kreuzbandriss, ebenfalls in Bormio, musste er seine Saison beenden. Eher überraschend ist auch Raphael Haaser in dieser Liste, dem es in der Abfahrt weit weniger gut lief als im Super-G oder im Riesenslalom.
und weiter: 33. Giovanni Franzoni/ITA, 41. Stefan Rieser/AUT, 42. Nicolo Molteni/ITA, 42. Livio Hiltbrand/SUI, 45. Felix Monsen/SWE, 46. Benjamin Jacques Alliod, 47. Andreas Ploier/AUT, 47. Felix Hacker/AUT, 51. Henrik von Appen/CHI, 51. Vincent Wieser/AUT, 57. Manuel Traininger/AUT, 58. Marco Pfiffner/LIE.
Gleich mehrere Namen waren in dieser Saison zum ersten Mal oder wieder in den Weltcuppunkten zu sehen. Am besten abgeschnitten unter den "Neulingen" hat der Österreicher Stefan Eichberger, auf den unsere Nachbarn grosse Stücke halten.
Ebenfalls noch in die Top-30 geschafft hat es auch Hrobats Landsmann Nejc Naralocnik. Aus Schweizer Sicht ist einzig Junioren-Weltmeister Livio Hiltbrand neu in der WCSL zu finden, doch er dürfte auch in der kommenden Saison voll angreifen. Als Sieger der Abfahrtswertung im Europacup hat er sich einen Fixplatz gesichert.
und weiter: 33. Daniel Danklmaier/AUT, 33. Arnaud Boisset/SUI, 36. Andreas Sander/GER, 39. Alexis Pinturault, 42. Marco Schwarz/AUT, 46. Pietro Zazzi/ITA, 46. Josef Ferstl/GER, 48. Dominik Schwaiger/GER, 51. Thomas Dressen/GER, 54. Gilles Roulin/SUI.
Hier gibt es gleich zwei Top-Athleten, welche diese Saison nicht in die Punkte fahren konnten. Fairerweise muss man sagen, dass sich ihnen die Chance auch nicht geboten hat. Niels Hintermann musste vor der Saison die Diagnose von Lymphdrüsenkrebs erfahren, Aleksander Aamodt Kilde fällt aufgrund der schweren Schulterverletzung seit seinem Sturz im Januar 2024 aus.
Dahinter gibt es gleich mehrere Athleten, welche nach einer Verletzung nicht so richtig zurückgekommen sind, wie Arnaud Boisset, Alexis Pinturault oder Marco Schwarz. Zudem gibt es mit Josef Ferstl, Thomas Dressen oder Gilles Roulin auch prominente Fahrer, die ihre Karriere beendet haben.
Adrian Smiseth Sejersted Aleksander Aamodt Kilde Alexis Monney Alpine Canada Arnaud Boisset Blaise Giezendanner Breezy Johnson Brodie Seger Bryce Bennett Christine Scheyer Corinne Suter Cyprien Sarrazin Daniel Hemetsberger Deutscher Skiverband Dominic Hodel Elena Curtoni Elvedina Muzaferija Emma Aicher Ester Ledecka Fédération française de ski Federazione Italiana Sport Invernali Franjo von Allmen Fredrik Moeller Gilles Roulin Guglielmo Bosca Haley Cutler Isabella Wright Jan Zabystran Janine Schmitt Jared Goldberg Jasmine Flury Jeffrey Read Joana Hählen Josua Mettler Juliana Suter Lars Rösti Lauren Macuga Lindsey Vonn Lisa Hörnblad Luis Vogt Magdalena Egger Malorie Blanc Marta Bassino Marte Monsen Martin Cater Matthieu Bailet Miha Hrobat Mikaela Shiffrin Nadia Delago Nadine Fest Nejc Naralocnik Niels Hintermann Nina Ortlieb Noémie Kolly Norges Skiforbund Priska Ming-Nufer Ragnhild Mowinckel Raphael Haaser Ricarda Haaser Romed Baumann Sara Thaler Ski Alpin Ski Austria Stefan Eichberger Stefanie Fleckenstein Stephanie Jenal Stephanie Venier Swiss-Ski Teresa Runggaldier US Ski Team Valérie Grenier