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Trotz des glorreichen Winters hat das Schweizer Ski-Team in der Breite deutlich verloren

Swiss-Ski verliert sechs Finalstartplätze und gewinnt nur einen dazu

Im US-amerikanischen Sun Valley findet dieses Jahr das Weltcupfinale im Ski Alpin statt. Bevor in Nordamerika ein letztes Mal in diesem Winter um Punkte gekämpft wird, haben wir unter die Lupe genommen, wie viele Schweizerinnen und Schweizer sich in den jeweiligen Disziplinen qualifiziert haben.

Am Weltcupfinale darf nur eine beschränkte Anzahl an Athletinnen und Athleten teilnehmen. In jeder Disziplin sind die Top-25 der jeweiligen Disziplinenwertung zugelassen. Ergänzt wird das Starterfeld durch alle, die im Gesamtweltcup die Marke von 500 Punkten erreicht haben, sofern sie denn starten möchten. In den jeweiligen Disziplinen erhalten die Juniorenweltmeister einen Auftritt. Heuer wären auch in den jeweiligen Disziplinen die Goldmedaillisten von Saalbach startberechtigt. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel allerdings ausschliesslich auf die Anzahl an Schweizerinnen und Schweizer in den Top-25 der Disziplinenwertung. 

Abfahrt

Männer: 6 -> 6 (±0)

Im Vorwinter fiel die letzte Abfahrt der Saison in Saalbach dem Schneefall und den Windböen zum Opfer. In Sun Valley würden gemäss Plan Marco Odermatt und Franjo von Allmen die kleine Kristallkugel unter sich ausfahren. Für Alexis Monney geht es derweil ums Disziplinenpodest. Mit Justin Murisier und Stefan Rogentin haben sich zwei weitere Schweizer in den Top Ten fürs Finalrennen qualifiziert. Diese fünf Athleten waren im Vorjahr schon Teil der Top-25. Krankheitsbedingt hat Niels Hintermann seinen Platz nicht verteidigen können, für ihn ist Lars Rösti in die Top-25 nachgerückt. 

Frauen: 5 -> 4 (-1)

Die Frauen konnten derweil ihre finale Abfahrt des Winters in Saalbach bestreiten. Im verletzungsgebeutelten Schweizer Speedteam qualifizierten sich im vergangenen Winter fünf Athletinnen fürs Abfahrt-Finale, am Start standen aber nur Lara Gut-Behrami, Priska Ming-Nufer und Michelle Gisin. Jasmine Flury und Joana Hählen mussten verletzt verzichten. Gut-Behrami und Gisin haben die Finalqualifikation erneut geschafft, daneben machten sich allerdings die Auswirkungen der Verletzungen bemerkbar. Im Comebackwinter gelang es Corinne Suter als Zehnte der Abfahrtswertung, sich wieder in der Weltspitze festzusetzen. Mit Malorie Blanc wird in Sun Valley ein neues Gesicht am Finale mit dabei sein. Ming-Nufer fehlten nur mickrige fünf Punkte zur erneuten Finalteilnahme. 

Super-G

Männer: 7 -> 5 (-2)

In Saalbach feierten die Schweizer Männer zum Abschluss der letzten Speedsaison gleich einen Dreifachsieg. Im Super-G ist ein solcher 2024/25 noch nicht gelungen. Die kleine Kristallkugel geht auch dieses Jahr an Marco Odermatt. Dahinter haben sich Stefan Rogentin, Franjo von Allmen und Alexis Monney in den Top Ten der Disziplinenwertung fürs Weltcupfinale qualifiziert, komplettiert wird das Quintett durch Justin Murisier.

Neu dabei ist Monney, das bedeutet aber auch, dass im Vergleich zum Vorjahr gleich deren drei Schweizer in den Top-25 fehlen. Arnaud Boisset und Gino Caviezel tun das verletzungsbedingt, wobei ersterer nach einer Zwangspause im Dezember im Januar nochmals Rennen bestreiten konnte. Ebenfalls nicht als Teil der Top-25 hat sich Loïc Meillard qualifiziert. Der 34. in der Disziplinenwertung darf allerdings als einer von fünf Schweizer 500-Punkte-Fahrern ohnehin starten. Diesen Status hätten auch die sowieso qualifizierten Odermatt, von Allmen, Monney und Rogentin. 

Frauen: 6 -> 5 (-1)

Auch im Super-G machten sich die vielen Verletzungen im Schweizer Speedteam natürlich bemerkbar. Hier mussten Corinne Suter, Joana Hählen und Jasmine Flury auf einen Start am Weltcupfinale verzichten. Es trat ein Trio bestehend aus Lara Gut-Behrami, Michelle Gisin und Jasmina Suter an. Gut-Behrami und Gisin haben den Cut erneut geschafft. Erfreulicherweise haben sich mit Corinne Suter und Joana Hählen zwei Comebackerinnen auch fürs Finale qualifiziert. Letztere sicherte sich die Reise nach Sun Valley erst mit einem zehnten Rang im letzten Rennen in La Thuile. Komplettiert wird die Schweizer Super-G-Fraktion durch Malorie Blanc, die sich in ihrem ersten Weltcupwinter direkt in beiden Speeddisziplinen in die Weltspitze gefahren hat. 

Riesenslalom

Männer: 4 -> 5 (+1)

Im Riesenslalom hat sich das Männer-Team von Swiss-Ski um einen Athleten gesteigert, das ist allerdings eine Verbesserung, die nur auf dem Papier festzustellen sein wird. Marco Odermatt, Loïc Meillard und Thomas Tumler haben ihren Platz in der absoluten Riesenslalom-Weltspitze zementiert. Gino Caviezel hätte trotz seiner gravierenden Verletzung den Sprung ans Weltcupfinale geschafft, der Bündner wird in Sun Valley allerdings fehlen. Damit ist de facto nicht festzustellen, dass die Schweizer mit Luca Aerni einen zusätzlichen Fahrer in den Top-25 der Riesenslalomwertung haben, am Finale wird die Schweizer Flagge nur viermal in der Startliste zu finden sein. 

Frauen: 3 -> 3 (±0)

Wie schon im Vorwinter werden voraussichtlich drei Schweizerinnen zum letzten Riesenslalom des Winters starten. Lara Gut-Behrami und Camille Rast gehörten schon in der letzten Saison zum Swiss-Ski-Trio. Michelle Gisin, die im Verlauf des Winters auf den Riesenslalom zu verzichten begonnen hat, wird durch Wendy Holdener ersetzt. Diese drei Schweizerinnen sind es auch, die den Status einer 500-Punkte-Fahrerin in der Gesamtwertung erreicht haben. Auf 410 Punkten steht derzeit Corinne Suter. Mit zwei starken Resultaten in der Abfahrt und im Super-G in Sun Valley könnte auch sie die Marke von 500 Punkten knacken. Dann dürfte die Schwyzerin spontan ihre Saison um einen Start im Riesenslalom verlängern.  

Slalom

Männer: 4 -> 3 (-1)

Nach einer längeren Durststrecke von drei Wintern ist Tanguy Nef zurück unter den Athleten, die ans Weltcupfinale reisen dürfen. Im letzten Rennen des Winters wird Loïc Meillard um die kleine Kristallkugel kämpfen. Es könnte ein Schweizer Erfolg auf ganzer Linie werden. Komplettiert wird das Finaltrio durch Daniel Yule. Im Vergleich zum Vorwinter haben es weder Marc Rochat noch Luca Aerni geschafft, die notwendigen 103 Punkte einzufahren. Beiden ist es allerdings ganz knapp gelungen, sich zumindest in den Top-30 der Disziplinenwertung zu halten. Das ist betreffend der Startposition zum Beginn des Winters 2025/26 äusserst relevant. 

Frauen: 4 -> 3 (-1)

Im Vorwinter hat die verletzte Wendy Holdener am Finalrennen in Saalbach gefehlt, heuer reist sie mit einer ganz kleinen Chance auf die kleine Slalomkristallkugel nach Sun Valley. Grösser sind derweil die Chancen von Camille Rast. Während Holdeners Rückstand auf die Disziplinenführende Zrinka Ljutic 96 Zähler beträgt, liegt Rast nur 41 Punkte zurück. Ebenfalls erneut mit dabei am Weltcupfinale ist Mélanie Meillard, sie konnte sich in diesem Winter als drittstärkste Kraft in die Top Ten vorarbeiten. Verloren gegangen ist der Startplatz von Michelle Gisin. Die stärkste Schweizer Slalomfahrerin des Vorwinters entschied sich nach schwachen Resultaten zu Saisonbeginn dazu, auf diese Disziplin zu verzichten. Acht Punkte fehlten Eliane Christen für eine erstmalige Teilnahme am Weltcupfinale. 

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2025-03-18 12:00:32