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Die Schweizer Abfahrer auf den Spuren von Hermann Maier und Co., während Meillard noch für die Schweiz punkten sollte

Die Nationenwertung in den verschiedenen Disziplinen

Am Wochenende stehen bei den Männern die letzten Speedrennen vor dem Weltcupfinale an und für Marco Odermatt geht es dabei bereits um einiges. Während es am Wochenende etwas weniger spannend in der Nationenwertung ist, muss Swiss-Ski aber in den nächsten Rennen dringend punkten.

In der Abfahrt in einer eigenen Sphäre

Ziehen die Schweizer ihre formidable Form weiter, so könnte es am Schluss zum grössten Vorsprung seit 20 Jahren kommen. Damals holten sich die Österreicher unglaubliche 3'153 Punkte, allerdings in elf Abfahrten, während es heute "nur" noch deren acht sind. Mit diesen über 3'000 Punkten verwiesen unsere östlichen Nachbarn die USA mit über 2'000 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz.

Ein Jahr später "schrumpfte" der Vorsprung von Hermann Maier, Michael Walchofer und Co. auf 1'191 Punkte. Es ist ein Vorsprung, welcher die Schweiz dieses Jahr knacken könnte. Zurzeit beträgt der Vorsprung auf Österreich 1'038 Punkte, durchaus möglich, dass sich dieser in den drei ausstehenden Rennen noch vergrössert.

Zu verdanken sind die vielen Punkte hauptsächlich Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney, die auch die ersten Plätze der Abfahrtswertung belegen, aber auch Justin Murisier mit seinem Sieg in Beaver Creek. Die Schweizer sind mit fünf Doppelsiegen, einer davon gar ein Dreifachsieg, zurzeit das Mass aller Dinge in der Königsdisziplin.

Ausstehende Rennen:

Der Weltmeister entscheidet auch die Nationenwertung im Super-G

Hier ist die Sache eigentlich auch schon entschieden, allerdings nicht ganz so klar wie in der Abfahrt. Der Vorsprung der Schweizer auf Österreich beträgt zurzeit 496 Punkte, auch hier sind die Punkte den drei oben genannten zu verdanken, einen grossen Einfluss hatte aber auch Stefan Rogentin mit seinen zwei dritten Rängen in Wengen und Kitzbühel.

Drei Fahrer aus drei verschiedenen Nationen verhindern zurzeit gar eine Vierfachführung der Schweizer. Mattia Casse hätte Marco Odermatt als Einziger die kleine Kugel noch streitig machen können, der Italiener verletzte sich allerdings bei einem Sturz im Abfahrtstraining. Vincent Kriechmayr liegt einen Punkt vor Stefan Rogentin auf dem dritten Rang und Fredrik Moeller hat sich zwischen Franjo von Allmen und Alexis Monney geschoben.

Es ist zwar noch möglich, dass die Schweizer von der Wertungsspitze verdrängt werden, für realistisch ist dies allerdings nicht mehr zu halten. Gerade eben auch, weil sich die Schweizer in beneidenswerter Form befinden und in Crans-Montana zuletzt einen weiteren Doppelsieg feiern konnten.

Ausstehende Rennen:

Ein enges Duell wartet im Riesenslalom

Deutlich knapper wird es für Swiss-Ski in der Disziplin Riesenslalom. Nur gerade 45 Punkte beträgt der Vorsprung der Schweizer, herausgefahren hauptsächlich durch Thomas Tumler, Marco Odermatt und Loïc Meillard. Die einzigen beiden anderen Schweizer, die mehr als 50 Punkte einfahren konnten, sind hier Luca Aerni und Gino Caviezel. Acht Athleten von Swiss-Ski sind überhaupt in den Punkten gelandet.

Dicht hinter der Schweiz folgt Norwegen, die zwar nur fünf Fahrer in den Punkten haben, allerdings eben mit Henrik Kristoffersen, Alexander Steen Olsen, Atle Lie McGrath und Timon Haugan vier, die in den Top-Zwölf klassiert sind und ohne Ausfälle in Adelboden die Norweger wohl gar in Führung gebracht hätten.

Sieben Rennen wurden bisher gefahren, nicht einmal kam der Sieger nicht aus der Schweiz oder aus Norwegen. Der einzige, der die Vormachstellung dieser zwei Nationen zweimal ins Wanken bringen konnte, ist Lucas Pinheiro Braathen, der Brasilien alleine auf den sechsten Rang brachte. Hinter Norwegen gibt es übrigens eine Lücke von mehr als 400 Punkten auf Österreich, Italien liegt gar fast 700 Punkte zurück.

Ausstehende Rennen:

Im Slalom gibt es eher den Kampf um Platz 2

Der Slalom ist die einzige Disziplin, in welcher die Schweizer nicht in Führung liegen. Dies sogar so klar, dass es zwei Rennen vor Schluss kaum noch Hoffnung gibt, den Rückstand von mehr als 400 Punkten auf Norwegen aufzuholen. Viel mehr müssen Meillard, Nef, Yule und Co. aufpassen, dass die Österreicher und die Franzosen nicht noch vorbeiziehen.

Der Dreifachsieg in Wengen war in dieser Saison nur eines von vielen Beispielen, weshalb die Norweger diese Wertung derart klar anführen. Fünf Siege gehen in diesem Winter auf das Konto der Norweger, vier auf das Konto von Clément Noël und nur ein einziger Sieg war weder noch, in Madonna di Campiglio gewann der Bulgare Albert Popov.

Immerhin kann die Schweiz auf vier Podestplätze zurückblicken, alle herausgefahren durch Loïc Meillard. Dieser steht als Dritter auch auf dem Disziplinenpodest, hat allerdings den grössten Erfolg aller Slalomfahrer vorzuweisen. In Saalbach-Hinterglemm überragte er alle und sicherte sich WM-Gold.

Ausstehende Rennen:

Allein auf weiter Flur in der Gesamtwertung

Durch drei erste Plätze in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom kann die Schweiz auch auf einen riesigen Vorsprung in der Gesamtwertung schauen. 2'092 Punkte beträgt der Vorsprung hier auf Norwegen, 2'093 auf die Österreicher. Frankreich auf Rang vier ist bereits fast 3'000 Punkte zurück.

Es zeigt, mit welch enormer Breite die Schweizer zurzeit brillieren, in keiner Disziplin ist man abgeschlagen, wie zum Beispiel die Norweger, die in der Abfahrt nur auf Rang 9 liegen und da die wichtigen Punkte verlieren. Übrigens auch überall auf dem Disziplinenpodest steht zurzeit Österreich, allerdings eben auch mit grossen Rückständen.

Albert Popov Alexander Steen Olsen Alexis Monney Atle Lie McGrath Clément Noël Daniel Yule Dominic Hodel Fédération française de ski Franjo von Allmen Fredrik Moeller Henrik Kristoffersen Justin Murisier Loïc Meillard Lucas Pinheiro Braathen Marco Odermatt Mattia Casse Norges Skiforbund Ski Alpin Ski Austria Stefan Rogentin Swiss-Ski Tanguy Nef Thomas Tumler Timon Haugan Vincent Kriechmayr

2025-03-06 10:00:17