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Swiss-Ski triumphiert in 32.6 Prozent der Rennen, der WM-Gastgeber ist derweil nur Sechster

Der "Medaillenspiegel" zum Ski-Weltcup 2024/25

Die Ski-Weltmeisterschaft 2025 rückt näher, in Saalbach-Hinterglemm zählen dann eigentlich nur die Podestplatzierungen. Im Weltcup wird hingegen fleissig um Punkte gefahren. Doch was wäre, wenn auch nur im Weltcup auf die Podestplatzierungen geachtet wird. So würde sich derzeit der "Medaillenspiegel" des Weltcup-Winters 2024/25 präsentieren. 43 Rennen sind schon ausgefahren worden, die 129 Podestplatzierungen verteilen sich auf 16 unterschiedliche Nationen. 

16. Tschechien: 1 Podestplatz (0/0/1)

Männer (0/0/0) & Frauen (0/0/1)

In der Abfahrt von St. Anton fuhr die Super-G-Olympiasieger in von 2018 als Dritte aufs Podest. Für Ester Ledecka war es ihr elftes Weltcuppodest, was für eine Erwähnung Tschechiens in diesem Artikel sorgt. 

15. Slowenien: 3 Podestplätze (0/0/3)

Männer (0/0/3) & Frauen (0/0/0)

Drei Podestplätze hat Slowenien vorzuweisen. Miha Hrobat fuhr in den Abfahrtsrennen in Beaver Creek und in Wengen jeweils als Dritter aufs Podest, Zan Kranjec gelang selbiges im Riesenslalom von Beaver Creek. Letzterer hat als Silbergewinner im Riesentorlauf an den Olympischen Spielen 2022 in Peking bereits eine Podestplatzierung an einem Grossanlass vorzuweisen. 

14. Deutschland: 2 Podestplätze (0/1/1)

Männer (0/0/0) & Frauen (0/1/1)

Im Slalom von Levi wurde Lena Dürr Dritte, in Semmering dann gar Zweite, damit sorgt sie für die grössten deutschen Highlights im bisherigen Winter. Die Slalomrennen werden ohnehin die aussichtsreichsten Medaillenhoffnungen des DSV, auch Linus Strasser als Vierter im Slalom am Chuenisbärgli und als Fünfter am Ganslernhang in Kitzbühel ist zu den Medaillenanwärtern zu zählen. 

13. Albanien: 2 Podestplätze (0/2/0)

Männer (0/0/0) & Frauen (0/2/0)

Rang 13 geht an Albanien, dank der beiden Podestfahrten von Lara Colturi. Die für Albanien startende Italienerin feierte in Gurgl als Zweite im Slalom ihre Podestpremiere. Zum Start ins neue Jahr wiederholte sie ihr persönlich bestes Resultat auch im Riesenslalom. Colturi könnte für die erste albanische WM-Medaille sorgen. 

12. Brasilien: 3 Podestplätze (0/2/1)

Männer (0/2/1) & Frauen (0/0/0)

Seit dieser Saison wird im Ski-Weltcup Samba getanzt. In Kitzbühel fuhr Lucas Pinheiro Braathen zum dritten Mal seit seinem Comeback unter brasilianischer Flagge aufs Podest. Noch fehlt der ganz grosse Coup, der erste Sieg des brasilianischen Technikers. 

11. Bulgarien: 1 Podestplatz (1/0/0)

Männer (1/0/0) & Frauen (0/0/0)

Elf Nationen durften in diesem Winter über mindestens einen Sieg jubeln. In Madonna di Campiglio sorgte der bulgarische Slalomspezialist Albert Popov mit dem zweiten Podestplatz seiner Karriere für einen Überraschungssieg. 

10. Kanada: 3 Podestplätze (1/0/2)

Männer (1/0/2) & Frauen (0/0/0)

James Crawford beendete mit seinem Triumph in der Abfahrt auf der Streif die Schweizer Siegesserie in der Königsdisziplin. Gleichzeitig katapultierte der 27-Jährige das kanadische Skiteam auf den zehnten Rang nach vorne. Mit Cameron Alexander stand in Kitzbühel auch ein Landsmann Crawfords auf dem Podest. Rang drei fuhr Alexander davor schon in der Abfahrt von Bormio ein. 

9. Neuseeland: 4 Podestplätze (1/1/2)

Männer (0/0/0) & Frauen (1/1/2)

In Kronplatz feierte Alice Robinson den vierten Weltcupsieg ihrer Karriere. In fünf Riesenslaloms fuhr die Neuseeländerin in diesem Winter viermal aufs Podest, einzig in Killington schied sie aus. An der WM dürfte man die 23-Jährige aber nicht nur in ihrer Paradedisziplin am Start sehen, Robinson geht mittlerweile auch in der Abfahrt und im Super-G an den Start. 

8. Kroatien: 4 Podestplätze (2/1/1)

Männer (0/0/1) & Frauen (2/1/0)

Im Slalom von Semmering krönte sich Zrinka Ljutic erstmals zur Weltcupsiegerin, in Kranjska Gora stand sie erneut zuoberst auf dem Podest. Damit beschert sie Kroatien den achten Rang in diesem "Medaillenspiegel". Ljutic fuhr daneben in Killington als Zweite erstmals auch im Riesenslalom aufs Treppchen. Samuel Kolega jubelte derweil in Madonna di Campiglio über sein erstes Weltcuppodest überhaupt.

7. Schweden: 7 Podestplätze (2/3/2)

Männer (0/1/0) & Frauen (2/2/2)

Im schwedischen Skiteam haben die technischen Disziplinen ganz klar Priorität. Sara Hector hat mit ihren beiden Siegen in den Riesenslaloms von Killington und Kranjska Gora bewiesen, dass sie eine heisse Kandidatin für die WM-Goldmedaille sein dürfte. Diese Auszeichnung fehlt der Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2022 noch. Auch im Slalom fuhr Hector als Dritte in Flachau in diesem Winter aufs Podest. Anna Swenn-Larsson wurde derweil Zweite im Slalom von Killington und Dritte in Kranjska Gora. Bei den Männern ist Kristoffer Jakobsen im Slalom die grosse schwedische Medaillenhoffnung für Saalbach. In Kitzbühel fehlten ihm als Vierter nur zwei Hundertstelsekunden aufs Podium und 0.21 Sekunden zum Sieg. 

6. Österreich: 13 Podestplätze (2/6/5)

Männer (0/4/2) & Frauen (2/2/3)

Nur Rang sechs ist eine grosse Enttäuschung für den diesjährigen WM-Gastgeber Österreich. Einzig Cornelia Hütter sorgte in der Abfahrt von Beaver Creek und im Super-G von St. Moritz in diesem Winter für österreichische Siege. Vor allem das Männer-Team von Ski Austria enttäuscht bislang, in der Abfahrt und im Slalom ist noch gar kein Podest gelungen. Hinter den beiden Siegen von Hütter sorgten fünf Athleten und vier Athletinnen für die weiteren elf Podestplätze. Aufseiten der Männer waren es Vincent Kriechmayr, Raphael Haaser, Patrick Feurstein, Lukas Feurstein und Stefan Brennsteiner, bei den Frauen fuhren Stephanie Venier, Katharina Liensberger, Ariane Rädler und Julia Scheib bereits aufs Podium. Es unterstreicht, dass auch im kriselnden österreichischen Team weiterhin sehr viel Breite vorhanden ist.

5. USA: 6 Podestplätze (3/1/2)

Männer (0/1/1) & Frauen (3/0/1)

Obschon Mikaela Shiffrin seit ihrem Sturz beim Heimrennen von Killington keinen Wettkampf mehr hat bestreiten können, klassiert sich das US Ski Team vor Ski Austria. Shffrin fuhr in den Slaloms von Levi und Gurgl ihre Weltcupsiege Nummer 98 und 99 ein. Im Super-G von St. Anton stand Lauren Macuga nicht nur erstmals auf dem Weltcuppodest, sie gewann das Rennen gleich auch noch. Auch im Riesenslalom verfügen die USA mit Paula Moltzan über eine Podestfahrerin in diesem Winter. Bei den Männern waren die US-Amerikaner in Gröden erfolgreich. Ryan Cochran-Siegle wurde bei der Abfahrt auf der Saslong Dritter, Jared Goldberg im Super-G sogar Zweiter. 

4. Frankreich: 6 Podestplätze (4/2/0)

Männer (4/2/0) & Frauen (0/0/0)

Als vierfacher Saisonsieger im Slalom ist Clément Noël die ganz grosse Goldhoffnung des französischen Teams an der Weltmeisterschaft. Das französische Skiteam musste mit zahlreichen Verletzungen, darunter der Horrorsturz von Cyprien Sarrazin oder der Ausfall von Alexis Pinturault, mehrere Rückschläge wegstecken. Mit Sarrazin wird ein Podestfahrer dieser Saison in Saalbach nicht am Start stehen. Für einen französischen Höhepunkt sorgte derweil Léo Anguenot mit seiner Podestpremiere im Weltcup, ausgerechnet auf der anspruchsvollen Gran Risa in Alta Badia. 

3. Norwegen: 17 Podestplätze (5/6/6)

Männer (5/4/6) & Frauen (0/2/0)

Mit 17 Podestplätzen ist Norwegen diesbezüglich die Nummer zwei in diesem Winter. Da ein Medaillenspiegel aber primär nach den Siegen sortiert wird, steht das norwegische Tema nur an dritter Stelle. Beeindruckend sind die Leistungen des Slalomteams, mit Henrik Kristoffersen in Val d'Isère, Timon Haugan in Alta Badia und Atle Lie McGrath in Wengen haben drei Norweger bereits einen Slalom gewinnen können.

Besonders stechen aber natürlich die Dreifachsiege im Riesenslalom von Sölden und jener im Slalom von Wengen heraus. Im ersten Riesenslalom des Winters triumphierte Alexander Steen Olsen vor seinen Landsleuten Kristoffersen und McGrath. In Wengen gewann Atle Lie McGrath vor seinen Teamkollegen Timon Haugan und Henrik Kristoffersen. Fredrik Møller sorgte derweil mit seinem Sieg in Bormio für einen Erfolg des deutlich schmaleren Speedteams. Bei den Damen hält Kajsa Vickhoff Lie mit den Podestplätzen in der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo und im Super-G von Garmisch-Partenkirchen die norwegische Fahne hoch. 

2. Italien: 16 Podestplätze (8/3/5)

Männer (1/1/1) & Frauen (7/2/4)

Im breiten italienischen Frauenteam sorgten Federica Brignone und Sofia Goggia bislang für alle 13 Podestplätze. Brignone siegte dabei fünfmal, Goggia zweimal. Die 34-jährige Brignone mausert sich als ganz heisse Anwärterin auf einen zweiten Sieg im Gesamtweltcup. In St. Anton feierte sie ihren ersten Abfahrtssieg der Karriere, in Garmisch-Partenkirchen konnte sie sogleich nachdoppeln. Mit acht Podestplätzen ist Brignone auch diesbezüglich die erfolgreichste Athletin in diesem Winter.

Alleine das Duo Brignone/Goggia hätten Italien schon auf den zweiten Rang befördert, aber auch Mattia Casse konnte für einen Sieg der Federazione Italiana Sport Invernali sorgen. Er triumphierte beim Heimrennen in Gröden im Super-G. Alex Vinatzer stand derweil erst kürzlich als Zweiter im Slalom von Kitzbühel auf dem Podest, Luca De Aliprandini wurde derweil im Riesenslalom von Adelboden Dritter. 

1. Schweiz: 41 Podestplätze (14/16/11)

Männer (11/8/6) & Frauen (3/8/5)

Es sind schlichtweg nur noch beeindruckende Zahlen, die Swiss-Ski in diesem Winter abliefert. In 43 Rennen jubelten die Schweizer Ski-Fans über 41 Podestplatzierungen. Bei den Männern gingen nur fünf Rennen ohne Schweizer auf dem Treppchen über die Bühne. Natürlich sticht Marco Odermatt wieder heraus, beeindruckende sieben Siege hat der Nidwaldner bereits wieder auf dem Konto. Mit mittlerweile 44 Weltcupsiegen steht er in der ewigen Rangliste bereits an sechster Stelle und jagt noch in diesem Winter Marc Girardelli (46 Siege) und Alberto Tomba (50 Siege). 

Daneben durfte sich Swiss-Ski auch über diverse Premierensiege freuen. Camille Rast lancierte diese Serie im Slalom von Killington. In Beaver Creek zogen Justin Murisier in der Abfahrt und Thomas Tumler im Riesenslalom nach. Alexis Monney triumphierte erstmals in der Abfahrt von Bormio, und zuletzt siegte Franjo von Allmen im Super-G am Lauberhorn erstmals im Weltcup. Mit 14 Siegen hat Swiss-Ski in 32.6 Prozent aller Rennen einen Sieg feiern können. Insgesamt haben zwölf Athletinnen und Athleten für Schweizer Podestplätze gesorgt. Bislang unerwähnt geblieben sind Lara Gut-Behrami, seit dem Super-G von Garmisch-Partenkirchen eine Saisonsiegerin, der vierfache Slalompodestfahrer Loïc Meillard, Wendy Holdener, Malorie Blanc mit ihrem Podestexploit in St. Anton, Stefan Rogentin und Corinne Suter. 

Albert Popov Alex Vinatzer Alexander Steen Olsen Alexis Monney Alice Robinson Alpine Canada Anna Swenn-Larsson Ariane Rädler Atle Lie McGrath Cameron Alexander Camille Rast Clément Noël Corinne Suter Cornelia Hütter Cyprien Sarrazin Deutscher Skiverband Ester Ledecka Fédération française de ski Federazione Italiana Sport Invernali Federica Brignone Franjo von Allmen Fredrik Moeller Henrik Kristoffersen James Crawford Jared Goldberg Julia Scheib Justin Murisier Kajsa Vickhoff Lie Katharina Liensberger Kristoffer Jakobsen Lara Colturi Lara Gut-Behrami Lauren Macuga Lena Dürr Léo Anguenot Loïc Meillard Luca De Aliprandini braathen-lucas Lukas Feurstein Malorie Blanc Marco Odermatt Mattia Casse Miha Hrobat Mikaela Shiffrin Norges Skiforbund Patrick Feurstein Paula Moltzan Raphael Dort Raphael Haaser Ryan Cochran-Siegle Samuel Kolega Sara Hector Ski Alpin Ski Austria Ski-WM Saalbach-Hinterglemm 2025 Sofia Goggia Stefan Brennsteiner Stefan Rogentin Stephanie Venier Svenska Skidförbundet Swiss-Ski Thomas Tumler Timon Haugan US Ski Team Vincent Kriechmayr Wendy Holdener Zan Kranjec Zrinka Ljutic

2025-01-27 12:00:57