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Ihr Sölden-Forfait hätte Gut-Behrami den Gesamtweltcupsieg fürs Kalenderjahr 2024 gekostet

So würde der Gesamtweltcup des Jahres 2024 bei den Frauen aussehen

Ein Riesenslalom und ein Slalom wurden am vergangenen Wochenende in Semmering noch ausgetragen und so ergibt sie sich nun die Jahrestabelle der Frauen. 

Dieses Ranking wurde sowohl für die Frauen als auch für die Männer gemacht.

🇳🇿 10. Alice Robinson - 633 Punkte

Die Neuseeländerin gilt seit vielen Jahren als grosses Talent und kann dieses immer wieder unter Beweis stellen. Drei Rennen hat die 23-Jährige in ihrer Karriere bereits gewonnen, ihre elf Podestplätze allesamt im Riesenslalom geholt. Wie Ljutic profitiert aber auch sie von einer zweiten starken Disziplin, im Super-G ist sie immer wie weiter vorne anzutreffen. In diesem Jahr gab es für sie fünf Podestplätze in Riesenslaloms, allerdings nie einen Sieg.

🇨🇭 9. Camille Rast - 692 Punkte

Sie ist die grosse Entdeckung bei Swiss-Ski in diesem Jahr. Ihr Potenzial ist seit Jahren unbestritten, durch Skimarkenwechsel, Verletzungen und Krankheiten wurde ihr Aufstieg aber immer wieder unterbrochen. Nun, nach vielen vierten und fünften Plätzen in der vergangenen Saison, fährt sie wie von einem anderen Stern und holte sich ihre ersten Podestplätze und sogar ihren ersten Sieg. Geht es so weiter, könnte sie am Ende der Saison ein ernsthaftes Wörtchen um den Gesamtweltcup mitreden.

🇭🇷 8. Zrinka Ljutic - 695 Punkte

Die Kroatin hat dank des letzten Rennwochenendes der Frauen noch den Sprung in die Top-10 geschafft und dabei Michelle Gisin, Sofia Goggia, Alice Robinson und Camille Rast überholt. Bei ihr wäre wohl noch etwas mehr möglich. Ihr grosser Vorteil ist, dass sie in beiden technischen Disziplinen konstant punktet und in beiden Disziplinen zu den Top-10 der Welt gehört. Mit erst 20 Jahren ist ihr Karriere noch jung und dürfte noch einige Jahre andauern. Ihr ist in Zukunft ganz viel zuzutrauen. 

🇦🇹 7. Stephanie Venier - 696 Punkte

Die Österreicherin kommt in dieser Saison noch gar nicht auf Touren und hat erst 46 Punkte vorzuweisen. Es sollte sie allerdings nicht zu fest beunruhigen, denn mit 76 Punkten hatte sie auch vor einem Jahr nicht sehr viele Punkte mehr auf dem Konto. Vier Podestplätze holte sie letztes Jahr im Januar und Februar, darunter zwei Siege. Zu ihrem Leid kam der erste Podestplatz in Altenmarkt-Zauchensee, das sich mit St.Anton abwechselt und dieses Jahr nicht befahren wird. Ihren zweiten Sieg eroberte sie in Crans-Montana, welches in diesem Winter nicht im Weltcupkalender der Frauen auftaucht. Sie muss also alles auf die Karte Cortina d'Ampezzo setzen, wo sie im letzten Winter die Ränge 1, 5 und 2 und damit wichtige Punkte herausfahren konnte.

🇮🇹 6. Marta Bassino - 704 Punkte

Die Italienerin hat ihre vielen Punkte hauptsächlich einer starken letzten Saison zu verdanken. Schlecht fuhr sie bisher auch in dieser Saison nicht, allerdings bei weitem nicht so, wie man es von ihr eigentlich kennt. Sie scheint die Schweiz zu mögen, denn in Crans-Montana holte sie in drei Rennen insgesamt 215 Punkte und in der Abfahrt gar den Sieg. Sie dürfte den neuen Weltcupkalender nicht gerade mit Freude angeschaut haben, denn im Unterwallis fahren diese Saison nur die Männer.

🇺🇸 5. Mikaela Shiffrin - 754 Punkte

Eigentlich wäre ja die Amerikanerin weit vorne in diesem Ranking. Die Hälfte aller gefahrenen Rennen in diesem Jahr hat sie auch gewonnen, sie schied allerdings eben auch dreimal aus. Zweimal hatte dies schmerzhafte Folgen. Nach Cortina d'Ampezzo musste sie über einen Monat lang pausieren und verzichtete danach auf Speed-Rennen, nach Killington - kurz vor ihrem 100. Sieg - stürzte sie erneut und droht nun gar den Rest der Saison zu verpassen.

🇸🇪 4. Sara Hector - 857 Punkte

Das Jahr 2024 der Schwedin ist beeindruckend. Nur einmal fuhr sie nicht in die Top-15, dafür aber gleich sechsmal aufs Podest. Gewinnen konnte sie in Jasna und Killington und damit gleich zweimal im Riesenslalom. Im Slalom reichte es ihr zwar nie in aufs Treppchen, dafür aber eben regelmässig in die Top-15, was schlussendlich die entscheidenden Punkte einbringt. Apropos entscheidend: Sie konnte sich erst in Semmering an Mikaela Shiffrin vorbei kämpfen.

🇦🇹 3. Cornelia Hütter - 923 Punkte

Ginge es nach der Jahreswertung, so wäre Cornelia Hütter die grosse Nutzniesserin. Aus dem Nichts stand sie bei der Abfahrtswertung der letzten Saison plötzlich zuoberst und gewann auch das Rennen, in dieser Saison ist sie plötzlich immer eine Sieganwärterin. Dies zeigte sie dann auch in Beaver Creek, als sie die Abfahrt gewann. Auch eine Woche später war sie im Super-G von St. Moritz nicht zu schlagen.

🇨🇭 2. Lara Gut-Behrami - 1516 Punkte

Die Tessinerin wusste in der vergangenen Saison von der Verletzung von Mikaela Shiffrin zu profitieren und sorgte gleichzeitig bei ihrer italienischen Konkurrentin für Ärger. Gut-Behrami fuhr so gut, dass Shiffrin anschliessend keine Chance auf den Gesamtweltcup mehr sah, was Brignone ihrerseits sehr verärgerte. Nachdem sie den Auftakt in diese Saison noch verpasst hatte, kehrte Gut-Behrami stark zurück und stand in allen drei Speed-Rennen gleich wieder auf dem Podest. Ein Anhängen an einem Tor in Semmering kostete ihr schliesslich den ersten Rang in diesem Ranking.

🇮🇹 1. Federica Brignone - 1583 Punkte

Wie bereits in der vergangenen Saison ist es ein Zweikampf zwischen Lara Gut-Behrami und Federica Brignone, den die Italienerin dieses Mal dank des Sieges im letzten Riesenslalom des Jahres für sich entschied. Beide hatten eine starke letzte Saison, beide haben nun einen guten Start erwischt. Tatsächlich waren die Punkte vor Jahreswechsel im vergangenen Jahr entscheidend, ansonsten wären die beiden praktisch gleichauf gewesen im Gesamtweltcup. In dieser Saison gewann die Italienerin gleich zum Start der Saison in Sölden, als ihre grosse Konkurrentin gar nicht starten konnte. Dies hat wohl schlussendlich den Unterschied zu Ungunsten von Lara Gut-Behrami gemacht.

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2024-12-30 12:00:34