sport.ch

Zusammengezählt gleich 139 Podestplätze stehen vor der Rückkehr in den Weltcup

Dazu wird Lindsey Vonn als Vorfahrerin in Beaver Creek starten

Am kommenden Wochenende finden die nächsten Skirennen statt, sind doch die Männer in Val d'Isère gefordert, während die Frauen in Beaver Creek in die Speedsaison starten. Die Skifans dürfen sich dabei auf einige hochkarätige Comebacks freuen. 

Vor allem bei den Frauen gibt es gleich mehrere grosse Namen, die nach längerer Verletzungszeit wieder in den Weltcup zurückkehren könnten. Es gibt auch eine Athletin, die nach einer Dopingsperre wieder mit von der Partie sein darf sowie eine, die nach ihrer Schwangerschaft ihre ersten Rennen als Mama bestreiten wird. 

In diesem Artikel liefern wir euch einmal eine Übersicht, wer bei den anstehenden Rennen wieder auf den Weltcuppisten zu sehen sein könnte. 

Elena Curtoni (ITA)

Vor über einem Jahr bestritt die Italienerin ihr letztes Weltcup-Rennen, als sie sich beim Super-G von St. Moritz am 8. Dezember 2023 schwer verletzte. Sie zog sich dabei einen komplizierten Bruch des Kreuzbeins zu, weswegen die Saison vorzeitig für sie gelaufen war. Nun ist die 33-Jährige aber wieder schmerzfrei und wieder bereit, so richtig angreifen zu können. Die Italienerin ist definitiv ein grosser Name, fuhr sie in ihrer Karriere schon zwölfmal auf ein Weltcuppodest (drei Siege). 

Sofia Goggia (ITA)

Mit Sofia Goggia wird auch eine italienische Landsfrau von Elena Curtoni ihr mit Spannung erwartetes Weltcup-Comeback in Beaver Creek feiern können. Nach ihrer Fraktur des Schienbeins ist sie wieder zu 100 Prozent fit. Die 32-Jährige war letztmals beim Riesenslalom am Kronplatz (30. Januar 2024) im Einsatz, wo sie das Rennen auf dem starken fünften Rang beenden konnte. Mit ihren insgesamt 54 Weltcuppodestplätzen (24 Siege) gehört die Italienerin zu den ganz Grossen im Ski-Zirkus. 

Joana Hählen (SUI)

Bei den Speedrennen von Cortina d'Ampezzo im Januar dieses Jahres endete auch die Saison von Joana Hählen vorzeitig. Die 32-Jährige musste wegen einer Knieverletzung für den Rest der Saison Forfait geben, doch nun ist die Bernerin wieder bereit, im Weltcup durchstarten zu können. Die Rückkehr der Schweizerin ist natürlich eine Bereicherung für das Schweizer Speedteam, sprechen doch ihre insgesamt fünf Podestplätze im Weltcup für ihre grosse Klasse. 

Breezy Johnson (USA)

Mit der US-Amerikanerin kehrt in Beaver Creek auch eine Athletin zurück, welche die komplette Saison verpasst hatte. Dies jedoch nicht aufgrund einer Verletzung, sondern wegen einer Dopingsperre. So hat sie gleich drei Dopingtests innerhalb von zwölf Monaten verpasst, weswegen sie rückwirkend ab dem 10. Oktober 2023 gesperrt wurde. Diese Sperre ist nun abgelaufen, womit die siebenfache Weltcup-Podestfahrerin ausgerechnet bei ihren Heimrennen wieder am Start stehen darf. 

Nina Ortlieb (AUT) 

Die Österreicherin wurde in ihrer Karriere schon von einigen schweren Verletzungen heimgesucht. Vor rund einem Jahr zog sie sich in St. Moritz einen Schien- und Wadenbeinbruch zu, weswegen die Saison für sie vorzeitig gelaufen war. Nun ist die 28-Jährige wieder fit und sie sollte, falls sie sich auch zu 100 Prozent bereit fühlt, in Beaver Creek ihr Comeback feiern können. Im Weltcup stehen für die WM-Silbermedaillengewinnerin in der Abfahrt (2023) vier Podestplätze (zwei Siege) zu Buche. 

Marco Schwarz (AUT) 

Auch bei den Männern darf man sich beim anstehenden Weltcup-Wochenende auf ein Comeback eines ganz Grossen freuen. Marco Schwarz, der sich vor fast einem Jahr in Bormio das Kreuzband gerissen hat, kehrt endlich zurück. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, weswegen er sich auch unters Messer legen musste, dauerte seine Ausfallzeit länger als gedacht. Nun ist der 29-Jährige wieder fit und er wird beim Slalom von Val d'Isère am Start stehen.  In seiner grossartigen Karriere sammelte er immerhin schon 23 Weltcuppodestplätze (sechs Siege). 

Corinne Suter (SUI) 

Aus Schweizer Sicht freut man sich nebst der bevorstehenden Rückkehr von Joana Hählen vor allem auch über das mögliche Comeback von Corinne Suter. Die Schwyzerin erlitt im Januar dieses Jahres in Cortina d'Ampezzo einen Kreuzbandriss, was einen monatelangen Ausfall der Weltmeisterin und Olympiasiegerin zur Folge hatte. Noch ist es aber nicht sicher, dass die 30-Jährige auch tatsächlich in Beaver Creek am Start stehen wird, dies wird sie erst kurz vor den Rennen definitiv entscheiden. In ihrer Karriere sammelte die Schweizer Speed-Queen bislang 24 Weltcuppodestplätze (fünf Siege). 

Tamara Tippler (AUT) 

Auf ihr Comeback darf man ebenfalls äusserst gespannt sein, kehrt doch Tamara Tippler nach einer Saison Pause als Mama auf die Weltcup-Skipisten zurück. Die Österreicherin bestritt ihr letztes Rennen auf höchster Stufe am 5. März 2023 in Kvitfjell und danach legte die 33-Jährige eine Babypause ein. Nun ist die Frau aus der Steiermark zurück und sie will beweisen, dass man auch als Mutter extrem schnell sein kann. Im Weltcup fuhr sie bislang zehnmal aufs Treppchen. 

Lindsey Vonn (USA)

Zu guter Letzt gibt es da natürlich auch noch die amerikanische Altmeisterin, auf deren Comeback man unglaublich gespannt ist. Lindsey Vonn wird in Beaver Creek tatsächlich auf der Piste zu sehen sein, jedoch nicht als Rennfahrerin, dafür aber als Vorläuferin. Es ist der nächste Schritt des gewagten und mutigen Planes der 40-Jährigen, nicht nur in den Weltcup zurückkehren zu wollen, sondern dort dann auch mit den Besten mithalten zu können. In ihrer unvergleichlichen Karriere sammelte die US-Amerikanerin unfassbare 138 Podestplätze (82 Siege). 

Breezy Johnson Corinne Suter Elena Curtoni Federazione Italiana Sport Invernali Joana Hählen Lindsey Vonn Marco Schwarz Nina Ortlieb Ski Ski Alpin Ski Austria Sofia Goggia sport.ch Swiss-Ski Tamara Tippler US Ski Team

2024-12-12 23:00:31