sport.ch

Diverse Aushängeschilder im Ski-Weltcup der Damen gehören zu den ältesten Athletinnen

Die 10 ältesten Athletinnen im Weltcup

Der Weltcupwinter ist nach dem Weltcup-Finale in Sun Valley, USA, offiziell zu Ende. Wir werfen deshalb einen Blick auf die Athletinnen und schauen, für einmal, auf ihr Alter. 

 

Denn es ergibt sich ein durchaus spannender Blick auf den Ski-Weltcup. Mehrere Athletinnen sind mittlerweile über 30 Jahre alt, gehören aber zu den besten im ganzen Weltcup. Mit Olympia vor der Tür wird es diesen Sommer wohl nicht zu vielen Rücktritten kommen. 

🇦🇷 Die Schwestern Simari Birkner 

Dieser Name dürfte euch ein Begriff sein. Maria Belen (18.8.1982) und Macarena (22.11.1984) sind zwei Schwestern, die genauso wie ihr älterer Bruder Cristian Javier für Argentinien an den Start gehen und auch schon fleissig Weltcup-Einsätze gesammelt haben. Das letzte Mal, dass eine der Schwestern am Start stand, liegt allerdings bereits über vier Jahre zurück.

Wieso erwähnen wir die beiden dann? Naja, weil sie eben doch bald wieder auf der ganz grossen Bühne zu sehen sein könnten. Beide sind noch immer aktiv und kämpfen beim Südamerika-Cup, sowie teilweise auch in europäischen FIS-Rennen, um Punkte. Bei den wenigen Athletinnen, die es im argentinischen Team gibt, könnte zumindest eine der beiden 2026 in Cortina D'Ampezzo die Farben der "Gauchos" an den Olympischen Winterspielen vertreten.

10. 🇨🇿 Martina Dubovská (27.2.1992)

Die Tschechin brauchte lange, um im Weltcup anzukommen. In den Saisons von 2014 bis 2019 tummelte sie sich im Slalom-Weltcup zwischen den Positionen 52 und 39 umher, konnte nur vereinzelt gute Resultate einfahren. 2016 gelang der damals 24-Jährigen als Neunte und Letzte ihr vorerst einziger Top-10-Platz im Teamevent von St.Moritz. Ab November 2019 gelangen ihr allerdings bis zum März 2023 gleich acht solcher Ergebnisse und so fuhr sie sich in die erweiterte Weltspitze im Slalom. In der letzten Saison fuhr sie im Weltcup nie in die Top-10. 

9. 🇨🇭 Priska Ming-Nufer (11.2.1992)

Am 27. Februar 2022 feierte Priska Ming-Nufer ihren bislang einzigen Weltcup-Sieg. Einen Tag zuvor fuhr sie auf den vierten Platz. Es sind bis heute die beiden besten Weltcup-Ergebnisse der Schweizerin. Die beiden Abfahrten fanden in Crans-Montana statt und dort steht bekanntlich 2027 die alpine Ski-WM an. Mit diesen Resultaten im Rücken dürfte Ming-Nufer nicht ans Aufhören denken. 

8. 🇨🇭 Joana Hählen (23.1.1992)

Im Vergleich mit Priska Ming-Nufer stand Joana Hählen in ihrer Karriere in vier Rennen mehr auf dem Podest, aber sie wartet noch auf den ersten Sieg. Die Bilanz der Berner Oberländerin lautet: dreimal Rang 2 und zweimal Rang 3. In dieser Saison bekundete sie lange Mühe, ehe sie sich im Super-G dank einem Schlussspurt noch für den Weltcup-Final qualifizierte. 

7. 🇩🇪 Lena Dürr (4.8.1991)

Die Deutsche stieg im Alter von 18 Jahren in die Weltspitze empor, wie Phönix aus der Asche. In ihrem erst sechsten Weltcup-Rennen fuhr sie im Riesenslalom sensationell auf Rang 9 und liess Weltklasse-Athletinnen wie Manuela Mölgg oder Tina Maze hinter sich. Zwei Jahre später konnte sie erneut ihr Potenzial ausschöpfen und zeigte, dass man eigentlich mehr im Slalom mit ihr rechnen kann. Mit mehreren Top-10-Ergebnissen sicherte sie sich Rang 12 in der Slalom-Wertung, im Jahr darauf Rang 11. Steigern konnte sie sich erst in der Saison 2020/21 wieder, dann aber so richtig. Seither war die nun 33-Jährige immer in den Top-6 im Slalom, konnte sich 2022 und in diesem Jahr gar einen Podestplatz sichern. Mittlerweile steht sie bei 16 Podestplätzen im Slalom (1 Sieg), dazu konnte sie bereits 2013 einen City-Event für sich entscheiden.

6. 🇸🇪 Anna Swenn-Larsson (18.6.1991)

Die Schwedin ist die Konstanz in Person. Seit der Saison 2017/18 ist sie am Ende des Winters stets in den Top-10 des Slaloms zu finden. Zuvor hatte sie in vier Saisons einen neunten Platz und zwei Top-20-Ergebnisse verzeichnen. Die einzige Saison, in der sie nicht wie gewünscht auf Touren kam, war die Saison 2016/17 mit Rang 35. In acht Slaloms schaffte sie es damals tatsächlich nur einmal in einen zweiten Durchgang und fuhr dort auf Rang 10. Sie konnte bisher im Slalom-Weltcup zwei Siege einfahren.

5. 🇨🇭 Lara Gut-Behrami (27.4.1991)

Zu dieser Frau müssen wir eigentlich nicht mehr viel sagen. Gut-Behrami lässt die Augen der Swiss-Ski-Fans seit Jahren strahlen. Ob als Gut-Behrami oder vor ihrer Hochzeit mit Valon Behrami nur als Gut, sie war stets für Schweizer Glanzmomente verantwortlich und konnte sowohl 2016 als auch letztes Jahr den Gesamtweltcup holen. Hinzu kommen sechs kleine Kugeln im Super-G, sowie eine im Riesenslalom. Als Olympiasiegerin 2022 und Doppelweltmeisterin 2021 konnte sie sich im Herbst ihrer Karriere auch mit den Grossevents versöhnen.

4. 🇮🇹 Elena Curtoni (3.2.1991)

In einer Auflistung nach Lara Gut-Behrami gut dazustehen, ist schwierig. Trotzdem darf man auch die Leistungen der Italienerin würdigen, konnte sie doch in den Speed-Disziplinen immer wieder tolle Ergebnisse einfahren und schloss die Disziplinenwertungen gleich dreimal als Vierte ab. 2022 reichte es dann im Super-G zu Rang 2. Insgesamt drei Weltcupsiege hat Curtoni auf ihrem Konto. Besonders zu mögen scheint sie die Schweiz, wo sie die Hälfte all ihrer Podestplätze herausfahren konnte. In der letzten Saison wurde ihr St.Moritz allerdings zum Verhängnis. Nach ihrem Sturz bestritt sie kein einziges Rennen mehr. Diese Saison gab sie ihr Comeback und beendete die Super-G-Wertung auf Rang fünf. 

3. 🇸🇮 Ilka Stuhec (26.10.1990)

Die Slowenin hat in ihrer Karriere phänomenalen Leistungen erbracht. Zum Beispiel von 2017 als sie Gesamtweltcupsiegerin Mikaela Shiffrin alles abverlangte und die Saison als Gesamt-Zweite abschloss. Im selben Jahr holte sie sich dank vier Siegen auch überlegen die Abfahrts-Kugel. Die Abfahrt ist unbestritten ihre beste Disziplin, denn da holte sie sich 2017 in St.Moritz WM-Gold und verteidigte diese zwei Jahre später in Åre. Jetzt hängt sie noch eine Saison an und wird dann ihre Karriere beenden. 

2. 🇮🇹 Federica Brignone (14.7.1990)

Was Stuhec vergönnt blieb, schaffte Federica Brignone in der wegen Corona vorzeitig abgebrochenen Saison 2020. Gleich drei Kugeln durfte sie nach dieser Saison nach Hause nehmen, die grosse für den Gesamtweltcupsieg, zwei kleine in den Disziplinen Riesenslalom und in der Alpinen Kombination. In der letzten Saison verlangte sie Lara Gut-Behrami alles ab und schloss die Gesamtwertung als auch die Riesenslalom- und Super-G-Wertungen jeweils als Zweite hinter der Tessinerin ab. In der letzten Saison gewann sie erneut die grosse Kristallkugel und zudem noch die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt und im Super-G. Drei Olympiamedaillen und fünf WM-Medaillen liess sie sich umhängen, zwei der WM-Medaillen waren golden. Sie geht als eine der besten italienischen Skifahrerinnen aller Zeiten in die Geschichte ein und ist die zweitälteste aktive Skifahrerin im Weltcup. 

1.  🇺🇸 Lindsey Vonn (18.10.1984)

Die US-Amerikanerin hat mit ihrem Comeback alle überrascht. Vonn ist klar die älteste Skirennfahrerin, die derzeit noch im Einsatz steht, aber fällt sie deshalb ab? Keinesfalls! Beim Weltcup-Final in Sun Valley stand Vonn gar auf dem Podest! Im Super-G verlor sie 1.29 Sekunden auf Lara Gut-Behrami und belegte den zweiten Rang. Perfekte Motivation für Vonn vor der langen Sommerpause, ehe der Olympia-Winter auf dem Programm stehen wird. 

Anna Swenn-Larsson Deutscher Skiverband Dominic Hodel Elena Curtoni Federazione Italiana Sport Invernali Federica Brignone Ilka Stuhec Joana Hählen Lara Gut-Behrami Lena Dürr Martina Dubovska Priska Ming-Nufer Ski Alpin Ski Austria Svenska Skidförbundet Swiss-Ski Tamara Tippler

2025-03-29 12:00:10