Im Alter von 35 Jahren hat Thomas Tumler in diesem Winter seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Beim Riesenslalom in Beaver Creek, USA, stand er ganz oben. Aber wo befindet sich der Schweizer im Ranking der ältesten aktiven Athleten? Diese Frage haben wir uns auch gestellt.
Die Antwort ist schnell gefunden: Weil Stefano Gross zurückgetreten ist, schafft Tumler den Sprung in die Top-10 der ältesten Skirennfahrer. Aber das Wort "Alt" kommt einem nicht als Erstes in den Sinn, wenn man an die Saison des 35-Jährigen zurückdenkt. Er feierte, wie bereits erwähnt, seinen ersten Weltcupsieg und holte an der Weltmeisterschaft die Silbermedaille im Riesenslalom und im Teamwettkampf. Vor diesen Leistungen muss man definitiv den Hut ziehen.
Der Österreicher arbeitet weiterhin am Comeback nach seiner komplizierten Verletzung. Vor 861 Tagen stand er letztmals im Weltcup im Einsatz. Es seien die herausforderndsten Tage seines Lebens gewesen, wie er auf Instagram vermeldete. Er hat aber grünes Licht für die Fortsetzung seiner Karriere erhalten. In der Saison 2025/26 dürfte Franz also endlich wieder am Start stehen.
Einen Sieg mehr als Thomas Tumler feierte Dominik Paris in dieser Saison. Der Südtiroler gewann die erste Abfahrt und den Super-G von Kvitfjell und fuhr beim Super-G von Crans-Montana als Dritter auf das Podest. In Kvitfjell gewann Paris erstmals seit der Abfahrt in Gröden 2023. Er kann also auf eine gute Saison zurückblicken und wird mit einem guten Gefühl in den nächsten Winter, mit den Olympischen-Spielen in Italien, starten.
Der 36-jährige Amerikaner erreichte den Höhepunkt seiner Karriere 2019, als er beim Heimrennen in Beaver Creek seinen einzigen Weltcupsieg holte. Hinzu kamen zwei Podestplätze und 2023 die Goldmedaille an der WM im Teamevent. Diese Saison konnte er nicht an diese Leistungen anknüpfen und verletzte sich zwei Tage nach dem Riesenslalom in Adelboden im Training am Knie und musste die Saison vorzeitig beenden.
Der "Schnäuzer", wie er oft genannt wird, ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Weltcup-Trosses. 2009 bestritt er sein erstes Weltcup-Rennen, sammelte seither unzählige Podestplätze und darf sich auch Olympia-Bronzemedaille-Gewinner nennen. Der letzte Podestplatz liegt aber bereits vier Jahre zurück. In Kranjska Gora, Slowenien, fuhr der Franzose im Slalom 2021 auf den zweiten Rang. Dieses Jahr fuhr er auf den sechsten Rang im selben Rennen und es war sein bestes Ergebnis seit dem zweiten Platz 2021.

Das Comeback des achtfachen Gesamtweltcupsiegers wurde in dieser Saison Tatsache, doch viel sah man Marcel Hirscher nicht im Einsatz. Nach dem 23. Rang in Sölden zum Auftakt startete er noch in Gurgl und in Levi. Dabei verpasste er jeweils den zweiten Lauf im Slalom. Danach verletzte er sich im Training am Knie und die Saison im Skianzug der Niederlande war nach nur drei Rennen gelaufen. Hirscher hat aber noch nicht genug und möchte erneut im Weltcup am Start stehen.
Der Brite vertritt sein Land mit vollem Stolz und kann immer wieder für Überraschungen sorgen, die eigentlich gar keine mehr sind. Rennen für Rennen schreibt er ein neues Stück britische Ski-Geschichte. In dieser Saison war sein bestes Ergebnis ein sechster Platz. Bei der WM in Saalbach-Hinterglemm beendete er den Slalom auf diesem Rang.
Der Start in die Saison verlief für Romed Baumann nicht optimal. Ausser dem siebten Rang in Gröden musste er sich mit Klassierungen knapp in den Punkten oder ausserhalb zufriedengeben. Ab der WM erging es ihm deutlich besser und er klassierte sich mehr im Bereich des 20. Platzes. Für ihn ist es wichtig, in der nächsten Saison, falls er nicht den Rücktritt geben sollte, auf diesen Leistungen aufzubauen.
Dass er noch immer topfit ist, zeigte er mit den zwölften Rängen im Super-G von Kitzbühel und Crans-Montana. In seiner Karriere konnte Christof Innerhofer mehrere Podestplätze und Siege einfahren, seine letzten liegen aber über zwölf Jahre zurück. Der letzte Podestplatz stammt von der Abfahrt in Bormio 2018. Bei ihm stellt sich immer die Frage nach dem Rücktritt, aber er wird sich die Olympischen Spiele in Mailand wohl nicht entgehen lassen.
Der Franzose scheint unverwüstlich. Er fährt auch mit 40 Jahren noch regelmässig in die Top-20 des Weltcups. Bei ihm stellt sich natürlich jetzt die Frage, ob er seine Karriere beenden wird. Mit den Olympischen Spielen vor der Tür, ist aber eine weitere Saison durchaus wahrscheinlich.
Noch älter wäre rein theoretisch Alexander Khoroshilov (16.2.1984). Der Russe ist allerdings aufgrund der Kriegs-Situation in der Ukraine nicht zu Weltcuprennen zugelassen. Ob er noch in Form wäre, noch einmal im Weltcup zu starten, sollte er wieder grünes Licht erhalten, ist fraglich.
Adrien Theaux Christof Innerhofer Dave Ryding Deutscher Skiverband Dominic Hodel Dominik Paris Fédération française de ski Federazione Italiana Sport Invernali Marcel Hirscher Max Franz Romed Baumann Ski Alpin Ski Austria Swiss-Ski Thomas Tumler Tommy Ford US Ski Team Victor Muffat-Jeandet