Viel wurde in den vergangenen Wochen bei der WM über die Schiedsrichter und die neuen Regeln diskutiert. Der Schweizerische Fussballverband hat nun die Richtlinien für den VAR an die Vorgaben der UEFA angepasst, damit in der Saison 2026/27 alles mit rechten Dingen zu und hergeht.
Nach intensivem Austausch mit der UEFA hat der SFV beschlossen, eine vom International Football Association Board vorgeschlagene Option offiziell in das nationale VAR-Protokoll aufzunehmen. Damit schliesst sich die Schweiz der Linie des europäischen Dachverbands an, um eine lückenlose Durchgängigkeit zwischen nationalen und internationalen Wettbewerben zu gewährleisten.
Eine wesentliche Neuerung betrifft die Überprüfung von Standardsituationen: Künftig kann der VAR eingreifen, wenn ein Eckball zu Unrecht zugesprochen wurde. Voraussetzung für eine Intervention ist jedoch, dass der Entscheid sofort und ohne Verzögerung der Spielfortsetzung korrigiert werden kann. Umgekehrt gilt diese Regelung allerdings nicht: Ein fälschlicherweise zugesprochener Abstoss darf nachträglich nicht in einen Eckball umgewandelt werden.
Zudem präzisierte der SFV die Anwendung der Regelung zur "Mistaken Identity". Ein Eingriff des Video-Schiedsrichters erfolgt ausschliesslich dann, wenn die Verwarnung oder der Platzverweis (Gelbe oder Rote Karte) dem falschen Akteur gezeigt wurde. Aus Schweizer Sicht kennt man diese Regel noch bestens aus dem Spiel gegen Argentinien, als Breel Embolo mit der zweiten Gelben Karte des Feldes verwiesen wurde.
Aber: Die Korrektheit des zugrunde liegenden Vergehens selbst darf vom VAR nicht überprüft werden. Die Zuständigkeit beschränkt sich rein auf die Identität des bestraften Spielers. Entscheide und langwierige Überprüfungen, wie sie zuletzt bei den WM-Partien USA gegen Paraguay oder eben Schweiz gegen Argentinien zu sehen waren, sind damit in den UEFA-Wettbewerben sowie in der Schweiz ausgeschlossen.
Die Vereine der Brack Super League und der dieci Challenge League wurden bereits durch Funktionäre des Ressorts Spitzenschiedsrichter sowie aktive Referees über die Feinheiten instruiert.
Brack Super League Breel Embolo dieci Challenge League Dominic Hodel Fussball SFV Swiss Football League (SFL)