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Servette-Sportchef erklärt geplatzten Kutesa-Transfer

Servette äussert sich zum Transfer-Wirbel

Die Rückkehr von Dereck Kutesa zum Servette FC schien zeitweise nur noch Formsache. Am Ende platzte der Deal doch noch. Nun hat Sportdirektor John Williams erklärt, weshalb der Genfer Klub trotz grossem Interesse einen Rückzieher machte - und kritisiert dabei auch das Umfeld des Spielers.

Der gescheiterte Transfer von Dereck Kutesa zum Servette FC sorgte zum Ende der Transferperiode für viel Gesprächsstoff. Der 28-Jährige wollte nach Genf zurückkehren, auch der Klub war an einer Verpflichtung interessiert. Trotzdem kam der Wechsel letztlich nicht zustande. Nun hat Servette-Sportdirektor John Williams an einer Pressekonferenz im Stade de Genève seine Sicht der Dinge geschildert. Dabei stellte der Engländer klar, dass es in den Gesprächen mit Kutesa selbst keine grundlegenden Probleme gegeben habe.

"Es gab nie Probleme in den Verhandlungen mit Dereck Kutesa. Wir wollten alle, dass er kommt, und auch er wollte unterschreiben", erklärte Williams gegenüber den anwesenden Medien. Servette sei sogar bereit gewesen, finanziell sehr weit zu gehen. Laut Williams hätte es sich um ein Engagement handeln können, das in dieser Form möglicherweise einzigartig in der Klubgeschichte gewesen wäre.

Neue Faktoren brachten den Deal ins Wanken

Im Verlauf der Verhandlungen seien jedoch neue Elemente hinzugekommen. Diese hätten Servette dazu gezwungen, den Transfer nochmals neu zu beurteilen.

Williams erklärte dazu, dass es zu seinen Aufgaben gehöre, im Sinne des Vereins zu reagieren, wenn sich die Voraussetzungen eines Deals verändern. "Wenn sich die Parameter ändern, ist es meine Verantwortung gegenüber Servette, die Situation neu zu bewerten. Es tut mir für Dereck leid, dass der Transfer nicht zustande gekommen ist." Damit machte der Sportdirektor deutlich, dass der geplatzte Wechsel nicht an mangelndem Interesse des Klubs oder des Spielers gelegen habe, sondern an veränderten Rahmenbedingungen während der Gespräche.

Williams kritisiert Kutesas Berater

Deutlichere Worte fand Williams für das Umfeld des Schweizer Nationalspielers. Besonders die starke mediale Begleitung des Transfers habe ihn überrascht. "Was mich überrascht hat, war die mediale Aufmerksamkeit, die durch seinen Berater ermöglicht wurde - zum Nachteil des Spielers. Ich habe die Logik hinter diesem Verhalten nicht verstanden", sagte Williams.

Während die Gespräche mit Servette ins Stocken geraten waren, waren auch Informationen über mögliches Interesse anderer Schweizer Klubs publik geworden. Unter anderem wurden der FC Sion und Lausanne-Sport mit Kutesa in Verbindung gebracht.

Williams deutete an, dass diese Informationen gezielt nach aussen getragen worden seien. Gleichzeitig stellte er klar, dass solche Vorgänge Teil des Geschäfts seien und sich die Verantwortlichen der Klubs untereinander austauschten. Sportlich wäre Kutesa für Servette kein Unbekannter gewesen. Der Flügelspieler absolvierte bislang 151 Partien für die Genfer und erzielte dabei 28 Tore sowie 25 Vorlagen. Auch in der Super League kann Kutesa auf reichlich Erfahrung zurückblicken. Insgesamt kommt er dort auf 156 Einsätze, 27 Tore und 20 Assists.

Bei AEK Athen stehen für den 28-Jährigen bislang 34 Pflichtspiele mit fünf Toren und vier Vorlagen zu Buche. In der laufenden Saison kam Kutesa in der griechischen Liga allerdings erst einmal zum Einsatz - für 18 Minuten.

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2026-09-12 14:03:44