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Sommer macht sich auf, die jungen Schweizer um Jashari zu stoppen

Neun Schweizer gehen mit unterschiedlichen Rollen in die Serie-A-Saison

Als letzte der Top-5-Ligen nimmt am Samstag die Serie A ihren Betrieb auf. Schweizer, die italienischer Meister wurden, gab es in der Vergangenheit immer wieder einmal. In der kommenden Saison dürfen sich wohl vor allem vier Schweizer eine Hoffnung darauf machen und werden auf dem Weg zu einer möglichen Scudetto immer wieder auf Landsmänner treffen.

Benjamin Siegrist - Genoa CFC

Nach einer Reise durch halb Europa ist der U17-Weltmeister in einer Top-Liga angekommen. Nachdem er die letzte Saison eigentlich in Rumänien begonnen hatte, holte ihn Genua im Winter als Ersatztorhüter. Diese Rolle behielt der 33-Jährige auch lange inne, durfte dann aber am 36. Spieltag gegen Napoli ran und machte seine Sache sehr gut. Am letzten Spieltag wurde er dann noch ausgewechselt, musste anschliessend, wie mit grosser Wahrscheinlichkeit auch in dieser Saison und zum Saisonstart gegen Lecce, wieder auf der Bank Platz nehmen.

Remo Freuler - Bologna FC

Aus drei, mach einen - Remo Freuler ist der einzige verbliebene Schweizer bei den 'Rossoblù'. Nachdem Michel Aebischer und Dan Ndoye den Verein verlassen haben, wird er im Spiel der Norditaliener für die Genauigkeit sorgen. Er spielte in der vergangenen Saison ausser während einer Gelbsperre immer, durfte in Abwesenheit von Lewis Ferguson gar zwölfmal die Captainbinde tragen. Er wird auch in der kommenden Saison wieder eine wichtige Rolle innehalten, wohl auch schon beim Saisonstart gegen die AS Roma.

Ardon Jashari - AC Milan

Was in den vergangenen Wochen um die Person des 23-Jährigen abging, verdient wahrlich den Begriff 'Transfertheater'. In Brügge war er in der vergangenen Saison absoluter Leistungsträger und wurde nun für fast 40 Millionen in die Modestadt abgegeben, wenn auch nur widerwillig. Im Cupspiel gegen Bari kam Jashari von der Bank aus, dies dürfte wohl auch zu Beginn der Saison der Fall sein. Die Konkurrenz auf seiner Position ist mit Samuele Ricci und Youssouf Fofana gross, doch wir wissen, wie schnell sich der Nati-Spieler durchsetzen kann.

Zachary Athekame - AC Milan

Wenn es am Samstagabend gegen Cremonese geht, hofft natürlich auch der junge Rechtsverteidiger, seine Chance zu bekommen. Für rund zehn Millionen Euro soll sein Wechsel von YB zu den 'Rossoneri' über die Bühne gegangen sein, wie Jashari droht auch ihm zunächst nur ein Platz auf der Bank. Sein Konkurrent Alex Jimenez ist zwar hierzulande noch den wenigsten ein Begriff, besitzt aber schon einen Marktwert von 15 Millionen Euro. Ohnehin muss man bei Athekame wohl noch etwas Geduld zeigen, schliesslich ist sein Durchbruch in der Super League auch noch nicht so lange her.

Simon Sohm - ACF Fiorentina

Auch nach dem Nationenwechsel von Eman Kospo, besitzt die 'Viola' weiterhin einen Schweizer. Der Ex-FCZler kennt die italienische Liga bereits bestens, den italienischen Fussball gar noch besser. Bei Parma spielte er lange in der Serie B, war dann in der vergangenen Saison nach dem Aufstieg einer der besten des Teams und machte so die ACF auf sich aufmerksam. In seinem ersten Vorbereitungsspiel gegen Manchester United spielte er gleich von Beginn weg und traf gar zum 1:0. Gut möglich, dass wir ihn auch am Sonntag in Cagliari in der Startelf sehen.

Samuel Ballet - Como 1907

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir den 24-Jährigen am Sonntag gegen Lazio sehen werden, ist so gross, wie jene, dass Granit Xhaka mit Sunderland in dieser Saison englischer Meister wird. Nicht weniger als 25 Mittelfeld- und Offensivspieler hat Como derzeit im Kader, spielen können maximal sieben. Ein Blick auf die Namen der Neuzugänge lassen die Hoffnungen auf Spielminuten gar noch mehr schwinden. Zuletzt wurde er mit den Glasgow Rangers in Verbindung gebracht - eine Option, die er aufgrund der aktuellen Situation dringend wahrnehmen sollte.

Michel Aebischer - Pisa Sporting Club

Der Freiburger ist ein Baumeister seines eigenen Schicksals. In Bologna war er einer der Grundpfeiler für den Erfolg, die das Team in den letzten Jahren hatte, nach Verletzungen wurde ihm allerdings der Rang abgelaufen, sodass er sich nicht mehr in die Mannschaft spielen konnte. Nun versucht er es mit einer Leihe (mit Kaufpflicht) bei Aufsteiger Pisa. Es erübrigt sich, zu spekulieren, ob der 28-Jährige am Sonntag gegen Atalanta in der Startformation stehen wird, denn auf einen Spieler der Klasse Aebischers kann der Aufsteiger eigentlich nicht verzichten.

Daniel Denoon - Pisa Sporting Club

Vielleicht kann Aebischer mit seiner Italien-Erfahrung gar zum Sprachlehrer von Daniel Denoon werden. Der 21-Jährige ist wie Aebischer für eine Saison in die Stadt des schiefen Turms ausgeliehen, die Italiener besitzen allerdings über eine Kaufpflicht. Denoon dürfte im jungen Kader des Aufsteigers durchaus eine Chance haben, sich einen Stammplatz zu ergattern. Im Testspiel gegen Augsburg spielte er in einer Dreierkette schon einmal als Abwehrboss.

Yann Sommer - Inter Mailand

Kommen wir noch zum wohl grössten Schweizer Trumpf in dieser Saison. Der 36-Jährige verpasste in der vergangenen Saison den zweiten Scudetto in Folge erst im Saison-Schlussspurt, wird mit den 'Nerazzurri' wohl alles daran setzen, den Pokal zurück in die Stadt zu holen, ihn aber gleichzeitig vor dem Stadtrivalen zu schützen. Diesen Sommer gab es Transfergerüchte um den ehemaligen Nati-Goalie, bei Inter plant man aber mit ihm. Logisch, auf die Dienste des Weltklasse-Goalies möchte wohl kein Verein verzichten.

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2025-08-19 23:00:04