Nur wenige Stunden nach dem Testspiel mit dem EV Zug im bayerischen Ingolstadt stand Nati-Goalie Leonardo Genoni bereits wieder im Rampenlicht – allerdings nicht auf dem Eis, sondern neben dem Sägemehl. Als einheimischer "Muni-Götti" genoss er den Kilchberger Schwinget und zeigte sich beeindruckt von den Athleten.
Für den gebürtigen Kilchberger war der Besuch am Heim-Event Ehrensache, auch wenn die Erholungszeit kurz ausfiel. "Eine kurze Nacht auf alle Fälle, aber so etwas lässt man sich natürlich nicht entgehen", erklärte Genoni im Interview mit SRF Sport. Besondere Aufmerksamkeit galt seiner Rolle als Götti des Sieger-Munis. Mit einem Augenzwinkern zog der Goalie den direkten Vergleich: "Wir sind etwa gleich breit und gleich gross. Nur sind seine Schultern etwa auf meiner Kopfhöhe." Aus Respekt vor dem imposanten Tier liess er es jedoch lieber im Gehege.
Bereits vor fünf Jahren schnupperte der Zug-Schlussmann für eine TV-Produktion im Schwingkeller – damals in voller Eishockey-Montur. Seine heutige Beobachtung: Der Schwingsport hat sich enorm weiterentwickelt. "Sie sind nochmals professioneller geworden. Rein von der Körpersprache her ist das nochmals einen Schritt weitergegangen", analysierte der Routinier.
Obwohl sich Genoni mittlerweile als echter Schwing-Fan outet, bleibt er seinem Metier treu. Einem echten Duell im Sägemehl erteilt er eine klare Absage: "Ich würde wirklich keine zehn Sekunden durchhalten." Die Schweizer Eishockey-Nation darf also aufatmen: Genoni pariert weiterhin Pucks, statt Gegner ins Sägemehl zu werfen.
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