Das Anschwingen am Kilchberger Schwinget 2026 ist vorbei. Samuel Giger kann sein langersehntes Comeback nach kurzer Gangdauer siegreich gestalten.
Die Nordostschweizer brauchen im Anschwingen etwas Zeit, doch dann ist der NOSV-Express ins Rollen gekommen. Innerhalb weniger Minuten gewinnen Andy Signer, Mario Schneider und Samuel Giger ihre Kämpfe. Vor allem der Sieg von Giger gegen Matthias Aeschbacher wird laut bejubelt. Bei seinem Comeback ist Giger von der Verletzungspause nichts anzumerken. Für den Thurgauer ist es auch eine Revanche. Vor zwölf Jahren verlor er gegen Matthias Aeschbacher am Kilchberger und musste dann wegen einer Schulterverletzung aufgeben.
Bevor es zu den zwei Krachern im Anschwingen kommt, stellen Adrian Walther und Nick Alpiger ihren Kampf. Das Duell zwischen Werner Schlegel und Michael Moser ist am Anfang intensiv. Schlegel greift an und Moser versucht den Konter. Auf dem Rücken landen beide nicht. In der dritten Minute bringt Schlegel seinen Kontrahenten zu Boden, doch der kann bis zum Platzrand flüchten. Danach flacht das Geschehen etwas ab und so kann keiner der beiden Mitfavoriten mit einem Sieg in den Tag starten. So bilanziert auch Schwingexperte Stefan Burkhalter konsterniert: "Das war ein ganz schwacher Gang von beiden. Da ist von beiden Schwingern viel zu wenig gekommen."
Zum Abschluss des Anschwingens sind sich Schwingerkönig Armon Orlik und Fabian Staudenmann gegenübergestanden. Wer im vierten Aufeinandertreffen der Saison ein Spektakel erwartet hat, wird bitter enttäuscht. Staudenmann versucht es gelegentlich mit dem Fuss seinen Kontrahenten aus der Balance zu bringen, doch der Bündner lässt sich nicht übertölpeln. In den sieben Minuten kommt keiner der Schwinger in die Nähe eines Resultats. Auch diesen Gang haut Burkhalter nicht vom Hocker: "Der Gang ist eine Katastrophe."
Während in der Breite der Innerschweizer viele Schwinger ihre Kämpfe gewinnen, läuft es für die Besten schlecht. Lukas Bissig verliert einen attraktiven Kampf gegen Damian Ott. Auch Michael Gwerder zieht gegen Sinisha Lüscher den Kürzeren. Samuel Schwyzer und Marc Lustenberger stellen ihre Kämpfe.
Ein bitteres Anschwingen erleben die Südwestschweizer. Ihre beiden grössten Trümpfe verlieren im ersten Gang. Marcel Bieri bezwingt Lario Kramer und knapp zwei Minuten später schlägt Joel Strebel auch Romain Collaud.
Auch abseits der Spitzenpaarungen gab es hochklassigen Schwingsport zu sehen. So war sport.ch Schwingexperte Stefan Burkhalter vom Duell zwischen Lars Voggensperger und Michael Ledermann begeistert: "Das war ein Super-Gang. Eigentlich hätte Voggensperger den Sieg verdient, doch Ledermann schafft es am Ende mit seinen Qualitäten, das Blatt zu wenden. Für die Berner war das kein unwichtiger Sieg, denn Ledermann ist nur sehr schwierig zu bezwingen.
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