Am Mittwochabend sind die Spitzenpaarungen für den Kilchberger Schwinget bekannt gegeben worden. Der Technische Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbands Fridolin Beglinger hat dabei die offensichtliche Paarung zwischen dem Schwingerkönig Armon Orlik und Fabian Staudenmann gewählt und möchte ansonsten gerne offensives Schwingen sehen. Für den sport.ch Schwingexperten Stefan Burkhalter ist die Einteilung gelungen.
"Die Spitzenpaarungen gefallen mir. Das ist alles vertretbar. Auch wenn die Leute jammern, wenn sie Orlik gegen Staudenmann schon ein paar Mal gesehen haben. Das ist eine klare Geschichte: Der König schwingt gegen den Saisonbesten", sagt Stefan Burkhalter zur Einteilung von Fridolin Beglinger.
Beim Duell zwischen Orlik und Staudenmann sieht der zweifache Schwägalp-Sieger aber nicht einen sonderlich attraktiven Gang auf die Schwingfans zukommen: "Sie wissen, dass nur der Sieg zählt, aber das ist bei ihnen eigentlich bei jedem Fest so. Ob es einen sonderlich attraktiven Gang gibt, weiss ich nicht. Ich denke eher weniger und tippe auf den Gestellten." Sobald Orlik und Staudenmann aber stellen, sind sie auf ihr starkes Team angewiesen, damit sie den Anschluss an die Spitze nicht verlieren, mahnt Burkhalter.
In den Einteilungen gibt es einige Paarungen, die offensives Schwingen versprechen. So sind bei den Duellen zwischen Romain Collaud und Joel Strebel sowie Michael Gwerder und Sinisha Lüscher jeweils offensiv denkende Schwinger gegeneinander eingeteilt worden. Den Höhepunkt des Anschwingens sieht Burkhalter aber in einem anderen Duell.: "Michael Moser gegen Werner Schlegel wird der attraktivste Gang des Anschwingens werden." Das werde sicher das grösste Spektakel.
Demgegenüber muss Lars Zaugg, der in den letzten Wochen die Schwingfans begeistern konnte, gegen den Defensivspezialisten Samuel Schwyzer kämpfen. Da sieht der Schwingexperte eine grosse Knacknuss auf den Berner zukommen: "Das wird schwierig für Lars Zaugg. Wenn Samuel Schwyzer wirklich nicht verlieren möchte, dann ist er wirklich ganz schwierig zu bezwingen. Wenn Zaugg gewinnen will, muss er ihn wirklich einpacken. Er kann ihn besiegen, aber dafür muss er von Beginn an wirklich Vollgas geben."
Samuel Giger wird nach über zwei Monaten am Samstag wettkampfmässig ins Sägemehl zurückkehren. Der Spitzenschwinger aus der Nordostschweiz trifft im Anschwingen auf den Berner Routinier Matthias Aeschbacher. Auch der Berner Eidgenosse hatte in den letzten Wochen mit einer Verletzung zu kämpfen.
Für Stefan Burkhalter passt auch diese Einteilung für den ersten Gang: "Ich hätte ihm vielleicht eher Matthieu Burger gegeben, das wäre auch interessant gewesen. Die Einteilung ist aber okay, man muss Giger nicht einen Walther oder geschweige denn einen Staudenmann im Anschwingen geben."
Samuel Schwyzer** (ISV) - Lars Zaugg** (BKSV)
Marcel Bieri*** (ISV) - Lario Kramer*** (SWSV)
Romain Collaud*** (SWSV) - Joel Strebel*** (NWSV)
Michael Gwerder*** (ISV) - Sinisha Lüscher*** (NWSV)
Lukas Bissig*** (ISV) - Damian Ott (NOSV)***
Matthieu Burger*** (BSKV) - Marc Lustenberger ***(ISV)
Matthias Aeschbacher*** (BKSV) - Samuel Giger*** (NOSV)
Nick Alpiger *** (NWSV) - Adrian Walther*** (BKSV)
Michael Moser*** (BKSV) - Werner Schlegel*** (NOSV)
Armon Orlik*** (NOSV) - Fabian Staudenmann*** (BKSV)
Die 60 besten Schwinger in dieser Saison kämpfen natürlich nicht nur um Prestige, sondern auch um den 1,2 Tonnen schweren Muni namens Ultimo. Der Gigant hat mit dem Schweizer Ausnahmegoalie Leonardo Genoni und der Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli zwei äusserst prominente Taufpaten. Kränze gibt es beim Saisonhighlight in Kilchberg keine zu gewinnen. Jeder Schwinger darf sich dafür nach dem Fest eine Gabe aus dem Gabentempel aussuchen.
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