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Auch nach dem ersten Schlussgang bleibt der Nordwestschweizer seinem Weg treu

Eine starke Saison gehabt

Der Baselbieter Eidgenosse Lars Voggensperger blickt im Gespräch vor dem Kilchberger Schwinget auf seine erste Schlussgang-Teilnahme zurück. Nach einer erfolgreichen Saison möchte der Schwinger im Winter genau gleich weiterarbeiten. 

Der Weg in den Schlussgang eines grossen Kranzfestes ist für jeden Schwinger ein Meilenstein. Für Lars Voggensperger vom Schwingklub Binningen war es am Nordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil endlich so weit. Die Vorbereitung auf diesen Moment verlief dabei alles andere als ideal.

"Es war ein hervorragender Tag. Ich hatte zuvor eine Blockwoche in der Schule und hatte deshalb etwas Kopfweh von der Klimaanlage. Das bist du dir nicht gewohnt, wenn du ansonsten immer draussen arbeitest. Im Nachhinein ist es aber super gelaufen, ich kann nicht klagen."

Lars Voggensperger über das Nordwestschweizer Teilverbandsfest

Trotz seiner zwei Eidgenössischen Kränze und einer tollen Konstanz in den letzten Jahren ist es Voggensperger zuvor nie gelungen, in einen Schlussgang einzuziehen. Nervös wurde der Baselbieter vor dem entscheidenden Kampf gegen Nick Alpiger trotzdem nicht.

"Ich habe mir da nicht so viele Gedanken gemacht, habe probiert, ruhig zu bleiben – und es hat funktioniert."

Lars Voggensperger über seine Gefühlslage

Auch das lange Ausbleiben des Schlussgangs hat Voggensperger nicht weiter unter Druck gesetzt, wie er erzählt: "Ich habe eigentlich probiert, mir nie Druck zu machen. Ich bin eigentlich in jedes Schwingfest gegangen und habe gesagt: 'Ich gebe mein Bestes und entweder reicht es oder es reicht nicht.' Jetzt hat es gereicht."

Dass mit ihm an Top-Tagen zu rechnen ist, bewies Voggensperger nicht zuletzt auf der Rigi, wo er sich auf dem dritten Rang klassierte. Sein Notenblatt war mit den beiden Burger-Brüdern und Fabian Staudenmann hochklassig. Für die kommende Aufgabe bleibt Voggensperger aber bodenständig: 

"Jedes Schwingfest fängst du wieder bei Null an. Da kannst du nicht vom letzten Schwingfest profitieren. Jedes Schwingfest hat seinen eigenen Charakter."

Lars Voggensperger über die Schwingfeste

Für den Kilchberger Schwinget hat Voggensperger auch keine konkreten Rang-Ziele. Er formuliert seine Wünsche für den Tag wie folgt: "Alles geben. Hingehen, Gang für Gang schwingen und gesund heimkommen."

Kein verbandstaktisches Schwingen

Acht Nordwestschweizer Schwinger dürfen am Kilchberger Schwinget antreten. Dabei stellt der NWSV die zweitkleinste Fraktion nach den Südwestschweizern. Das schränkt auch die Möglichkeiten zum verbandstaktischen Schwingen ein, wie Voggensperger verrät. Es sei jeder für sich. 

Nach dem Kilchberger Schwinget ist die Kranzfestsaison für die Schwinger vorbei und im Winter wird wieder die Grundlage für die nächste Saison gelegt. Dabei möchte Lars Voggensperger seiner bisherigen Marschrichtung treu bleiben. Das bewährte Trainingsprogramm bleibt bestehen – mit dem klaren Ziel, den eingeschlagenen Erfolgsweg weiterzugehen.

Neben den Schwingtrainings bleibt der Eidgenosse gerne auch in seiner Freizeit mit dem Sport verbunden: "Ich verbringe die Zeit am liebsten mit der Familie und meiner Freundin. Ausserdem gehe ich gerne Padel oder Badminton spielen." Für diesen Ausgleich wird er ohne die wöchentlichen Schwingfeste schon bald wieder mehr Zeit finden. Vorerst steht aber noch ein grosses Highlight an. 

EXKLUSIV Lars Voggensperger Michel Schuler Nordwestschweizer Schwingerverband Schwingen

2026-09-01 17:00:09