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Die Berner Aufsteiger sind verletzungsgeplagt

Schritt nach vorne gemacht

Mit dem Schwägalp- und dem Kilchberger Schwinget stehen noch zwei Highlights in dieser Saison auf dem Programm, doch ein Grossteil des Schwingjahres 2026 ist bereits vorbei. In einer fünfteiligen Serie blicken wir auf die grössten Aufsteiger der Verbände zurück. Nach den Innerschweizern und Südwestschweizern folgen nun die Berner. Sie haben kein Kranzfest mehr in ihrem Verband, werden aber in eineinhalb Wochen Gast auf der Schwägalp sein. 

David Scheuner**

Der 20-Jährige steht mittlerweile bei sieben gewonnenen Kränzen. Die Mehrheit davon hat David Scheuner in dieser Saison geholt. Viermal durfte der Berner mit dem Eichenlaub die Heimreise antreten. Dazu hat Scheuner gleich zwei Bergkränze nur knapp verpasst. Auf der Rigi fehlte ein halber Punkt und auf dem Brünig sogar nur ein Viertelpunkt. Die entscheidenden Niederlagen kassierte der talentierte Oberländer jeweils erst am Nachmittag. 

So bleibt das Highlight der Saison zweifelsohne der Kranzgewinn des Berner Kantonalen. Gleich zwei Eidgenossen legte der 20-Jährige an diesem Fest auf den Rücken. Zunächst bezwang er Michael Ledermann, ehe er im fünften Gang für die ganz grosse Überraschung sorgte. Das Duell gegen den Schwingerkönig Armon Orlik beendete Scheuner siegreich und sicherte sich den Kranz. Die Niederlage gegen Adrian Walther im letzten Gang war für Scheuner wohl verkraftbar, obschon er ansonsten nach dem gestellten Schlussgang sogar das Fest im Wankdorf gewonnen hätte. 

Daniel Tschumi**

Von Verletzungen geplagt, konnte Daniel Tschumi vor dieser Saison nur einen Kranz gewinnen. Umso überraschender war es, wie der Berner das Jahr lancierte. Zwei Regionalfeste konnte Tschumi für sich entscheiden, und auch mit Beginn der Kranzfestsaison war der 20-Jährige so richtig bereit. An jedem Fest holte er sich den Kranz, auch beim Schwarzsee-Schwinget und dem Berner Kantonalen. Am Schwarzsee sicherte sich Tschumi den zweiten Stern hinter seinem Namen auf eindrucksvolle Art und Weise. Er stand sogar im Schlussgang und zog erst gegen Adrian Walther den Kürzeren. 

Leider endete die Saison von Tschumi bereits auf der Rigi. Einmal mehr wurde der junge Berner von einer Verletzung ausgebremst. Er erlitt einen Kreuzbandriss. Damit ist nicht nur das Schwingjahr 2026 vorbei, sondern auch grosse Teile der Vorbereitung auf die nächste Saison wird Daniel Tschumi auslassen müssen. 

Dominik Gasser***

Es ist nicht die beste Saison der Karriere, die Dominik Gasser derzeit absolviert. Es fehlt ihm noch ein Kranzgewinn, um die Bestmarke von 2022 mit sechs Kränzen wieder zu knacken. Trotzdem gehört der Eidgenosse mit seinen Leistungen in diesem Jahr zu den Aufsteigern aus dem Berner Teilverband. Nach drei eher komplizierten Jahren kann Gasser wieder konstante Leistungen zeigen. 

Auf der Rigi gehörte Gasser zu den unglücklichen Schwingern, die mit 56,25 Punkten den Kranz verpassten. Dafür holte sich der Berner auf dem Brünig eine Woche später das Eichenlaub. Wie viele andere Berner wird auch Dominik Gasser sein drittes Bergfest der Saison auf der Schwägalp absolvieren: Damit hat er noch zwei Höhepunkte vor der Brust. 

Remo Rutsch**

Der 22-Jährige hat in der noch laufenden Kranzfestsaison einen weiteren Schritt in der Entwicklung gemacht. Mittlerweile steht Remo Rutsch bei acht gewonnenen Kränzen, die Hälfte davon errang er in dieser Saison. Dabei hat Rutsch vor allem an zwei Schwingfesten richtig gute Resultate abgeliefert. Sowohl am Emmentalischen Schwingfest als auch auf dem Brünig beendete der Seeländer auf dem zweiten Rang. Einen Eidgenossen konnte Rutsch in beiden Festen nicht auf den Rücken, auch daher reichte es ihm nicht für eine Schlussgangqualifikation. Trotzdem gehört Rutsch mit seiner Steigerung sicherlich zu den Aufsteigern des Jahres aus dem BKSV.

Matthieu Burger***

Der grösste Name auf dieser Liste ist jener von Matthieu Burger. Er gehört aus zwei Gründen zu den Aufsteigern der Saison. Der erste Grund ist die Rückkehr nach einer komplizierten und von Verletzungen geplagten Saison 2025. Burger knüpfte in diesem Jahr an seine Konstanz aus dem Jahr 2024 an und verpasste nur den Kranz am Berner-Jurassischen am vergangenen Wochenende. Nach zwei Gängen musste der Eidgenosse verletzt aufgeben, eine genaue Diagnose ist noch nicht bekannt. 

Den grössten Sieg seiner Karriere feierte Matthieu Burger auf dem Brünig. Der Berner war einer von vier Festsiegern beim Bergfest. Für den 24-Jährigen war es der erst zweite Kranzfestsieg der Karriere überhaupt. Mit einem solch prestigeträchtigen Sieg hätte der Eidgenosse wohl am Morgen des Wettkampftages kaum gerechnet. Es wird Burger auch egal sein, dass er am Ende ein eher leichtes Notenblatt auf dem Weg zum Erfolg hatte, denn der Sieg ist ihm schliesslich nicht mehr zu nehmen. 

Paxton Grass*

Der letzte Schwinger in dieser Auflistung ist der erst 17-jährige Paxton Grass. Im Jahr 2025 gewann er seine ersten beiden Kränze der Karriere. Die Bestätigung der ersten Erfolge gelang Grass dann in der laufenden Saison. Dreimal reichte es dem Teenager zum Kranzgewinn. Ihm scheint vor allem das Bern-Jurassische Kranzfest zu liegen. Sowohl in der Vorsaison als auch in der laufenden Saison hat Grass an diesem Fest das Eichenlaub gewinnen können. 

Einen tollen Auftritt hatte der 17-Jährige auch am Ballenberg-Schwinget noch vor der Kranzfestsaison. Mit vier Siegen und einem Gestellten beendete Paxton Grass das Regionalfest auf dem zweiten Rang. Nur Leandro Nägeli holte eine bessere Punktzahl. Die einzige Niederlage bezog das grosse Talent gegen den Eidgenossen Adrian Klossner.

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2026-08-10 14:40:14