In der malerischen Kulisse von Wildhaus im Toggenburg bestreitet die nächste Generation der Schwinger dieses Landes ihr Trainingscamp. Während zweier Wochen dürfen die Kinder und Jugendlichen von den Erfahrungen der Spitzenschwinger profitieren.
Zum mittlerweile 14. Mal findet in Wildhaus das Königscamp statt. Dabei können 160 Kinder von den Erfahrungen von aktiven und auch zurückgetretenen Spitzenschwingern profitieren. Die Anfragen waren so zahlreich, dass das Camp auf zwei Wochen verlängert wurde. So erhalten die Nachwuchsschwinger dieses Landes in zwei Tranchen fünf Tage lang Trainingseinheiten von Matthias Sempach, Arnold Forrer, Lario Kramer oder Lukas Bissig.
Bei sommerlichen Temperaturen beginnt das Training mit einem ordentlichen Aufwärmen. Während der 30 Minuten erklärte der Südwestschweizer Dorian Kramer, dass niemand einem die harte Arbeit abnehmen könne. "Ihr müsst selbst wissen, wie sehr ihr das wollt", gibt der 26-Jährige dem Nachwuchs mit auf den Weg. Schliesslich steigen die Kinder in die Zwilchhosen und beginnen mit dem Duell Mann gegen Mann. An jedem Tag werden verschiedene Schwünge angeschaut. Die Gasttrainer zeigen dabei möglichst einen Schwung, den sie selbst gut beherrschen.

Übernachten kann der Schwingnachwuchs direkt neben dem eigens für das Camp aufgebauten Sägemehlplatz im Berggasthof Oberdorf. Das Trainingslager für die zehn- bis 15-jährigen Jungschwinger wird von vielen namhaften Sponsoren wie der Migros oder der Raiffeisen unterstützt, die sich schon länger im Schwingsport engagieren.
Während der Zeit oberhalb von Wildhaus können die Kinder und Jugendlichen auch anderen Sportarten nachgehen. Halbtags haben sie ein Schwingtraining und am anderen Halbtag können sie die polysportiven Anlagen (Fussball, Unihockey, Beachvolleyball) nutzen. Dazu gibt es am letzten Tag der Trainingswoche einen Einblick ins Seilziehen.
Organisator des Trainingslagers ist Roger Fuchs. Er ist ein grosser Schwingfan und freut sich über die Beliebtheit der nun zweiwöchigen Veranstaltung: "Sport ist eine Lebensschule und er verbindet. Camps sind eine gute Ergänzung zum Training in den Schwingklubs und fördern das Miteinander." Auf die Frage, ob das Königscamp im nächsten Jahr in die 15. Runde gehe, sagte Fuchs: "Wir werden es sehen, wir schauen von Jahr zu Jahr – aber wahrscheinlich schon." Dann könnten wieder zahlreiche motivierte junge Schwinger von den Erfahrungen der Elite profitieren.
Dorian Kramer Lario Kramer Michel Schuler Schwingen Südwestschweizer Schwingerverband