Der erste Gang am Weissenstein-Schwinget bot bereits beste Unterhaltung. Lukas Döbeli überraschte mit einem Sieg gegen Domenic Schneider, während Andreas Döbeli einen bitteren Fehlstart hinnehmen musste. Auch Armon Orlik und Damian Ott kamen zum Auftakt nicht über ein Gestelltes hinaus.
Der erste Gang am Weissenstein-Schwinget bot bereits einige Überraschungen und starke Auftritte. Besonders eindrücklich startete Lukas Döbeli, der dem Schlussgang-Teilnehmer von 2022, Domenic Schneider, keine Chance liess. Der Aargauer legte den Ostschweizer Brocken auf den Rücken und wurde dafür mit der Maximalnote 10 belohnt.
"Gegen Schneider musst du 120 Prozent ziehen, und dann ist er gefallen", bilanziert Döbeli nach dem Gang auf SRF. Er habe schon zweimal gegen ihn geschwungen und wusste was kommt. "Dass meine Chancen kommen, habe ich ausgerechnet, dass es aber gerade aufgeht, war cool."
Weniger erfolgreich verlief der Auftakt für seinen Bruder Andreas Döbeli. Ausgerechnet am Ort, an dem er sich 2022 das Kreuzband gerissen hatte, musste er sich Janos Bachmann geschlagen geben. Der 27-Jährige hatte in dieser Saison verletzungsbedingt bislang erst ein Schwingfest bestritten.
Einen überzeugenden Auftritt zeigte auch Laurent Tornare. Der Südwestschweizer setzte Sascha Streich von Beginn an unter Druck, griff zunächst mit einem Fusstich und anschliessend mit einem Kurz an. Nach wenigen Minuten lag Streich auf dem Rücken. Für seine dominante Vorstellung erhielt Tornare starke 9,75 Punkte. Auch sein Bruder Paul Laurent schaffte eine Überraschung, indem er Mario Schneider auf den Rücken legte. Damit waren beide Schneider-Brüder geschlagen, dafür feierten die Tornare-Brüder.
Sinisha Lüscher startete erfolgreich ins Bergkranzfest. Gegen den frischgebackenen Kranzgewinner Martin Roth entwickelte sich ein attraktiver Kampf mit zahlreichen Offensivaktionen. Am Ende setzte sich Lüscher durch und erhielt ebenfalls die Maximalnote 10.
Spektakulär verlief auch das Duell zwischen Lars Voggensperger und Damian Ott. Der Ostschweizer dominierte die Anfangsphase, brachte seinen Gegner mehrmals zu Boden und schien dem Sieg näher zu sein. Trotzdem endete der intensive Gang ohne Sieger – der Frust über das Gestellte war Ott deutlich anzusehen.
Keinen Gewinner gab es auch im Spitzenkampf zwischen Nick Alpiger und Armon Orlik. Alpiger wartet damit weiterhin auf seinen ersten Sieg gegen den Schwingerkönig. Orlik hatte kurz vor Schluss zwar noch die Chance, den Gang für sich zu entscheiden, letztlich mussten sich beide jedoch mit einem Gestellten zufriedengeben. Ebenfalls ohne Sieger endeten die Duelle Marius Frank gegen Lario Kramer sowie Romain Collaud gegen Adrian Odermatt.
Für Joel Strebel verlief der Auftakt besonders unglücklich. Gegen Christian Biäsch schien der Sieg bereits greifbar, doch weil sich Biäsch beinahe ausserhalb des Sägemehlrings befand, wertete der Kampfrichter den Wurf nicht. Wenig später drehte Biäsch den Gang überraschend und legte Strebel selbst auf den Rücken.
Adrian Odermatt Andreas Döbeli Armon Orlik Christian Biäsch Damian Ott Domenic Schneider Janos Bachmann Joel Strebel Lario Kramer Lars Voggensperger Lukas Döbeli Mario Schneider Martin Roth Nick Alpiger Nordostschweizer Schwingerverband Nordwestschweizer Schwingerverband Romain Collaud Schwingen Sinisha Lüscher Soraya Sägesser Südwestschweizer Schwingerverband