Es war ein historischer Tag in Bern. Vor über 27'000 Zuschauerinnen und Zuschauern wurde im Wankdorf um Kränze, vor allem aber um den Sieg gekämpft. Nach mehreren Überraschungen fand das Fest einen wohlverdienten Sieger.
Bereits das Anschwingen war ein Highlight. Michael Moser besiegte Armon Orlik, Werner Schlegel legte Adrian Walther auf den Rücken und Fabian Staudenmann bekundete mit Sinisha Lüscher keine Mühe. Der Tag dieser sechs Schwinger sollte aber ganz verschieden verlaufen.
Gar nicht gut verlief er für Armon Orlik. Nach einem Sieg im zweiten Gang musste er sich im dritten Gang gegen Überraschungsmann David Lüthi ein zweites Mal geschlagen geben, im fünften Gang konterte ihn auch der zweite Überraschungsmann, David Scheuner, und sorgte so dafür, dass es für Orlik heute keinen Kranz gab. Selbes Schicksal ereilte Sinisha Lüscher, der zweimal verlor und einmal stellte.
Michael Moser gewann seine ersten drei Gänge allesamt, ehe er nach dem Mittag auf Werner Schlegel losgelassen wurde. Der Nordostschweizer war für den jungen Berner aber eine Nummer zu gross. Nach einem Sieg über David Lüthi und einem Gestellten gegen Matthieu Burger erreichte er den Kranz aber schlussendlich locker.
Mit dem Sieg gegen David Lüthi sorgte Moser übrigens auch dafür, dass dieser den Schlussgang nicht erreichte. Lüthi war vor dem fünften Gang auf Rang 1, musste sich dann aber in den letzten beiden Gängen geschlagen geben. Schlussendlich endete er gemeinsam mit David Scheuner und Adrian Walther auf 57.00 Punkten.
Die überragenden beiden Schwinger in den ersten fünf Gängen waren Werner Schlegel und Fabian Staudenmann. Da der Berner zweimal die Maximalnote bekam, war er vor dem Schlussgang gar noch einen halben Punkt vor Schlegel klassiert. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass Schlegel über den Tag hinweg von den Kampfrichtern alles zugeteilt bekommen hat, was Rang und Namen hat.
Bei elektrisierender Stimmung griffen die beiden um kurz nach 17 Uhr zusammen und gaben gleich von Beginn weg Vollgas. Nach rund vier Minuten versuchte es Schlegel ein erstes Mal ernsthaft, gelungen ist ihm der entscheidende Zug jedoch nicht. So verrannen die Minuten und der Schlussgang endete in einem Gestellten. Durch zwei Maximalnoten im Verlaufe des Tages reichte Staudenmann dieser Gestellte zum Festsieg.
Neben den bereits angesprochenen David Lüthi und David Scheuner gab es gleich vier weitere Schwinger, welche im Wankdorf zum ersten Mal überhaupt einen Teilverbandskranz gewinnen konnten und damit den zweiten Stern holten.
Während Lüthi und Scheuner im fünften Rang landeten, reihten sich Remo Schärz und Adrian Scheuner direkt dahinter im sechsten Rang ein. Im siebten Rang holte sich Damian Dubach den Kranz, im achten Rang mit 56.25 Punkten auch Thomas Wüthrich. Kränze gab es bis zu 56.00 Punkten runter.
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